»Und mit wem habe ich die Ehre?«, sein Blick schien mich förmlich zu durchbohren und für einen Moment hatte ich das Gefühl der Boden würde gleich unter mir nachgeben.
»Nicht das es dich etwas angehen würde aber ich heiße Ro, 𝐴𝑢𝑟𝑜𝑟𝑎«, stiess ic...
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♕
Da Hailee noch Nachmittagskurse hatte, blieb ich allein vor dem fremden Zimmer zurück an dem sie mich stehen gelassen hatte.
Meine Hände zitterten als ich den Schlüssel im Schloss umdrehte und vorsichtig die Tür öffnete.
Das Zimmer war hell erleuchtet und von der Tür aus konnte ich bereits den Park des Colleges erkennen, welcher sich vor meinem zukünftigen Zimmer erstreckte.
Die eine Seite des Zimmer's war bereits voll gestellt und es wirkte als würde die Person mit der ich mir das Zimmer anscheinend teilte, schon länger ihre Zeit an der Ridgeway verbringen.
Vorsichtig stellte ich meinen Koffer vor dem Bett ab und ließ mich einmal darauf sinken. Mein Blick schweifte in dem großen Zimmer umher.
Es gab zwei große Kleiderschränke, zwei kleine Tische sowie zwei große Betten.
Meine Zimmernachbarin besaß auch ein Bücherregal, als ich näher herantrat konnte ich ein paar Bestseller ausmachen und grinste.
Offensichtlich hatte sie Geschmack.
Zweifel überkamen mich jedoch plötzlich. Was wenn wir uns dennoch nicht verstehen würden?
Ich schüttelte den Kopf um die negativen Gedanken sofort beiseite zu schieben. Wenn ich so anfange zu denken, kann es auch nur schlimm enden.
Also nahm ich meine Waschartikel aus einen meiner zwei Kartons und kramte von irgendwoher noch ein Handtuch aus meiner Tasche und ein paar neue frische schwarze Shorts sowie ein neutrales weißes Top bevor ich das Zimmer leise verließ.
Ich steuerte direkt auf die Waschräume zu die am Ende des Ganges auf mich warteten.
Aus dem Waschraum drang bereits ein dumpfes Gespräch. Vorsichtig öffnete ich die Tür.
Ich nehme sofort zwei Mädchen wahr die sich beide im gleichen Moment zu mir umdrehten und mich aus neugierigen Augen betrachteten.
Ich lächelte den Beiden kurz zu und schloss die Tür schnell hinter mir bevor ich mich wieder umdrehte.
»Kann es sein dass du neu bist? Ich habe dich noch nie hier gesehen«, fragt die Blondine neugierig und lächelt mich freundlich an.
Ich nicke. »Ich bin Aurora. Ich bin heute frisch an die Ridgeway gekommen und verbringe hier mein erstes Jahr.«
»Das ist super. Mehr Frauen können wir immer gebrauchen aber warum bleibst du nur für ein Jahr?«, mischt sich die Brünette die am Spiegel steht ein und lächelt mich ebenfalls an.
»Ich habe es leider nicht auf meine Traumuni geschafft und habe mich vorzugsweise erstmal an der Ridgeway beworben«, zucke ich mit den Schultern.
»Du meinst sozusagen als Übergangslösung?«, fragt die Blondine wieder.
Ich nicke. »Genau. Ich hoffe dass ich nach dem Jahr an meiner Traumuni angenommen werde.«
»Achso. Ich wünsche dir aufjedenfall viel Glück dabei. Ich wollte auch erst auf die Princeton aber ich hatte in einem Test einen Punkt zu wenig und musste deswegen ebenfalls an die Ridgeway wechseln. Mittlerweile bin ich hier aber total zufrieden und werde wahrscheinlich nicht mehr wechseln. Ich bin übrigens Amber und das ist Clarisse«, stellt sie sich und ihre Freundin vor.
»Freut mich euch kennenzulernen.«
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Amber und Clarisse sind schon verschwunden als ich aus der Dusche trete.
Ich schaue in Richtung Spiegel und entscheide mich noch spontan dazu ein wenig Mascara aufzutragen bevor ich mich zum Essen in der Cafeteria mit Hailee treffe.
Mein Bauch rebelliert alle paar Minuten aufgrund meiner Anspannung. Ich hasse es unter vielen Menschen zu sein. Ich fühle mich oft eingeengt und habe manchmal das Gefühl ich würde keine Luft bekommen.
Gerade als ich meine Mascara fertig aufgetragen habe fliegt die Tür auf und mein Blick gleitet sofort zu dem Pärchen was sich offensichtlich nicht daran stört, dass ich bei ihrem anfänglichen nunja Techtelmechtel dabei bin.
Ich räuspere mich bevor die Beiden sich die Klamotten von ihren Körpern runterreißen und sofort springen sie erschrocken auseinander.
Das Mädchen mit den blonden hochgesteckten Haaren schaut mich als erstes an und ihr Blick verwandelt sich sofort von geschockt zu genervt.
»Was hast du hier zu suchen?«
Ich runzle die Stirn. »Das hier ist ein öffentlicher Waschraum«, entgegne ich irritiert.
Sie zieht gereizt eine Augenbraue hoch und mustert mich. »Das ist mir schon bewusst, es ist jedoch Unterrichszeit. Also solltest du jetzt gerade nicht hier sein.«
Ich zucke mit den Schultern. »Wie du siehst bin ich das aber. Ihr sollte euch also ein anderes Plätzchen für euer kleines Techtelmechtel suchen.«
Die Blondine schnaubt und kommt langsam auf mich zu. »Verschwinde.«, zischt sie.
Dachte sie wirklich sie könnte mir etwas vorschreiben?
Bevor ich etwas darauf erwidern kann, werde ich jedoch von einer anderen etwas tieferen Stimme unterbrochen.
»Lass gut sein Alice. Ich habe eh keine Lust mehr.«
Mein Blick wandert hinter das Mädchen was mich immernoch wütend anfunkelt, zu dem Jungen und für eine Sekunde stoppt mein Atem.
Fuck.
Ich glaube ich habe noch nie ein schöneres Wesen auf diesem Planeten gesehen.
Seine braunen Haaren liegen zwar ziemlich durcheinander auf dem Kopf, was wir wahrscheinlich Blondie zu verdanken haben aber seine braunen Augen sehen absolut..
»Was starrst du denn so?«
Verwirrt richte ich meinen Blick wieder auf Blondie. Sie ist wahrscheinlich nun ziemlich in Fahrt denn ich habe so langsam das Gefühl, dass ihr Kopf mit jeder Minute röter wird.
»Ich starre nicht.«, spucke ich ihr die Wörter gefühlt auf den Boden und sammle meine herumliegenden Sachen schnell ein.
Ich muss hier ganz schnell weg.
Ich spüre nämlich gerade einen brennenden Blick auf mir und der kommt definitiv nicht von Blondie.
Ohne die Beiden besonders ihn nochmal anzusehen, stoße ich die Tür schnell auf.
»Liam was wenn sie uns nun aber verpetzt?! Du weißt dass wir gegen-«
Die letzten Worte höre ich nicht mehr, da ich mich schon in der Mitte vom Gang befinde und so schnell es geht Richtung Zimmer laufe.
Das ist definitiv zu viel Aufregung für einen Tag.