Kapitel 2

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Eiswolf

Ich suchte schon einige Jahre nach der neuen Winterprinzessin. Es war meine Mission die Vertreterin der kalten Saison hier auf Erden zu finden. Geboren als Mensch war es an mir, sie ihrer Bestimmung zuzuführen, sie zu unterrichten und sie für den ewigen Streit der Jahreszeiten, um die Vorherrschaft vorzubereiten. Da sie bisher nicht aufzufinden war, beschloss ich daher, in den Winterpalast zurückzukehren. Nach einer kleinen Pause würde ich in einem anderen Teil der Welt mein Glück versuchen.

In Eurasien hatte ich erfolglos gesucht und der kürzeste Weg zurück würde durch Russland führen. Nicht ein lebendes Wesen, außer ihrer Hoheit, konnte mich wahrnehmen und ich würde keine Schwierigkeiten auf der Reise haben. Zumindest war da meine Überzeugung, als ich eine seltsame Schwingung in der Magie wahrnahm, die die Erde umgab. Konnte es sein? Sollte ich die Prinzessin gefunden haben, kurz bevor ich eine Pause einlegen wollte?

Die befremdliche Magieausstrahlung war ganz nahe, ich rannte in diese Richtung durch die schier endlose Weite der russischen Wälder, bis ich in die nördlichen Eiswüsten kam, die dieses Land so einsam wirken ließen. Ich brauchte einen Moment, bis ich den Punkt erreichte, von dem die seltsame Schwingung ausging. Zwischen den Schneefeldern und eisigen Hügeln sah ich eine weiße Nebelwolke, die langsamer wurde, je näher sie kam. Irritiert blieb ich stehen, schnüffelte in die Luft, um Witterung aufzunehmen. Was war das nur? Ich hatte so eine Magie noch nie erlebt, dessen war ich sicher. Mächtig ... uralt ... und doch vertraut. Ein dunkler Schlund drohte mein Bewusstsein zu verschlingen und ich schüttelte den Kopf um diesen wieder freizubekommen. Ich durfte mich jetzt nicht selbst verlieren, musste wissen mit, was ich es zu tun hatte.

Aufmerksam und für einen Kampf bereit schlich ich auf den Nebel zu und dieser näherte sich mir ebenfalls. Konnte mich diese Wolke sehen? Das sollte nicht möglich sein! Wir umkreisten uns langsam und ich erkannte einen Leoparden umgeben von diesem magischen Dunst, gelbgrüne Katzenaugen musterten mich argwöhnisch.

Hm, das war höchst interessant und zu einer anderen Zeit in einem anderen Leben wäre ich diesem Geheimnis nur zu gerne auf den Grund gegangen, auch wenn ich Katzen nicht leiden konnte. Es waren verwöhnte und hochnäsige Viecher! Und es war nichts, was mit meiner Aufgabe zu tun hatte. Ich würde diesen Leoparden zurücklassen. Ich hatte keine Zeit, mich damit auseinanderzusetzen. Auch wenn ich zu gerne gewusst hätte, was dieser Nebel um dieses Tier herum bedeutete. Ich ließ also von dem unerklärlichen Wesen ab und lief weiter nach Hause. In diesen Gefilden würde die Katze nicht lange überleben, wie auch immer sie hierhergelangt war. Zudem wurde mein Tempo halsbrecherisch unter der Anwendung meiner Magie. Besser, ich vergaß den Leoparden und konzentrierte mich wieder auf meine Bestimmung. Und so ließ ich von der Katze ab, ohne einen Blick zurückzuwerfen.

Winterherz - ein verfluchtes CrossoverWo Geschichten leben. Entdecke jetzt