„Ich soll Pilze holen, Lavendel pflücken und noch ein paar Karotten für das Abendessen ernten.“
„Das kriegen wir doch sicher schnell hin. Wir sind ja immerhin zu zweit“, meinte Emily mit fest entschlossener Stimme.
„Ja, aber bei den Pilzen musst du vorsichtig sein! Hier gibt es viele, die sich sehr ähnlich sehen.“
„Dann gehe ich einfach Lavendel pflücken, und du kümmerst dich um die Pilze.“ Ich stimme zu und zeige Emily den Weg zur besten Stelle, um Lavendel zu pflücken. Der Weg wird sie dabei an einem stück Wald voller alter Buchen vorbeiführen und nicht zu vergessen ist der kleine Bach, der nebenbei plätschert.
Ich laufe schnell in die andere Richtung, zu den Pilzen. Denn diese sind keine gewöhnlichen Pilze, wie ich versucht habe zu verschleiern. Es sind besondere Pilze, die sehr sorgfältig behandelt und mit speziellen Techniken gepflückt und behandelt werden müssen.
„Blobión-Pilze“ – sie sind bekannt für ihre lila-bläuliche Kappe und ihre schneeweißen Lamellen. Ihr Stiel ist wiederum dunkelgrau und wird von einer orange-gelben Manschette verziert. Die Knolle schimmert in einem schokoladenähnlichen Braun, das sich bei Vollmond zu einem knalligen Grün entfaltet.
Mein Vater sagte immer zu mir, ich solle die Pilze niemals drei Tage nach Vollmond essen. Er meinte, sie wären dann verdorben und könnten heftige Bauchschmerzen verursachen. Ihren Höhepunkt erreichen sie exakt 24 Stunden nach Vollmond, und wir haben es jetzt ungefähr 17 Stunden nach Vollmond.
'Vier Pilze sollten reichen.' Denk ich mir, nehme den Korb und gehe zurück in Richtung Emily.
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Die geheimnisvolle Uhr
FanfictionAls Emily und Sina, einestages im Stadtpark unterwegs waren fanden sie eine seltsame Uhr, die sie unerwarteter Weise in eine andere Zeit brachte. Nun sind die beiden dort gefangen und suchen verzweifelt nach einem Ausgang. ...
