3. Ein Kuss & Der Streit

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Liebes Tagebuch,
Das darf alles nicht wahr sein. Gestern hat mir Germán einen Antrag gemacht. Vor allen Leuten im Restaurant. Natürlich konnte ich nicht einfach Nein sagen und ich liebe dich nicht. Außerdem ist mir das 'ja' irgendwie raus gerutscht. Und jetzt...sind wir verlobt Aber ich liebe ihn nicht? Was....was mache ich denn jetzt bitte schön? Der einzige der mir halt gibt ist Arlando. Seit der 1. Klasse war er immer für mich da. Hat mich immer getröstet, auch in der Sache mit Germán. Jetzt gibt er mir halt und...irgendwie fühle ich ein kribbeln bei ihn. Dieses kribbeln hatte ich zu Letzt bei Germán gespürt.
Naja...ich bin froh, daß Ich jetzt wegen der 2 Wöchigen Tournee nicht bei Germán bin. Denn seit ich ihn nicht mehr liebe, stört er mich einfach.
Aber sie Wahrheit kann ich ihm auch nicht sagen.
Aber verletzten möchte ich ihn auch nicht. Und was meine Familie dazu sagt wenn uch mich von ihm trenne....es steht einfach zu viel auf dem Spiel!

Ich schluchzte. Das konnte kein fake sein. Aber es musste einfach sein. Ich erinnere mich wie mir Maria das mit dem Antrag erzählt hatte. Sie hatte glücklich gewirkt.
Die einzige Möglichkeit es heraus zu finden, Germán zu fragen. Ob sie ihm etwas erzählt hatte?
Die Tränen suchten den Weg nach unten und hinterließen auf meinen rötlichen Wangen eine feuchte Tränenspur.
Es war alles nur eine Lüge.
Plötzlich klopfte es. Ich verspürte keinen drang meine Tränen weg zu wischen sondern versteckte nur das Buch unter meiner Bettdecke.
Wenn es Vilu wäre könnte ich sie wenigstens in den Arm nehmen.
Zu früh gefreut. Germán betrat das Zimmer. Ich wischte kurz über meine Augen und stand auf.

G: Angie was ist los?

Besorgt trat er auf mich zu und legte seine Hände auf meine Arme. Bei seinem Anblick kamen mir nur noch mehr Tränen. Erschüttert musste ich feststellen das meine Stimme einfach nur erstickend war.

A: Es...es ist nichts...ich...dachte nur gerade......An Maria...

In seinen Augen verdunkelte sicher etwas, was ich mit Wut verband. Dann zog er mich an sich und wiegte mich hin und her und strich mir über den Rücken. Ich vergrub mein Gesicht in seine Schulter und zog seinen vertrauten Geruch ein.

G: Es tut mir leid!

Nuschelte er gegen meine Haare. Ich wusste das er den Streit meinte.

G: Ich hätte nicht so reagieren dürfen.

A: Nein, es war meine schuld. Schon vergessen.

Er lächelte, was ich nur erwiedete. Meine Trauer und Wut auf Maria waren verflogen.

G: Gehen wir ein bisschen spazieren? Es ist noch ganz warm draußen!

Ich sah kurz nach draußen. Es dämmerte schon leicht. In bestimmt einer Stunde würde es dunkel sein.
Aber das ich und Germáns spazieren gehen würden und uns richtig vertragen hatten, hatte die Auswirkung das mein Herz anfing wie wild zu schlagen.
Ich nickte, und so gingen wir still neben einander her.
Da es ziemlich warm die Tage war, konnte man jetzt auch ohne Probleme mit T-Shirt hinaus gehen ohne später eine Jacke zu brauchen.
Wir gingen in den Park. Auch hier waren noch viele Leute unterwegs.
Jedoch nach 5 Minuten des Laufens waren immer wenigere zu sehen.
Schließlich waren wir an meinem Lieblingsplatz angekommen.
Der Trauerweide, mit der kleinen Brücke, dem Teich mit den vielen Seerosen, und der braunen back die vereinzelt unter dem Riesen Baum stand.
Wir gingen auf die Bank zu und setzten uns. Wie lange wir so da sahsen wusste ich nicht.
Die Sonne kam dem Horizont immer näher und schließlich verschluckte dieser die Helle Scheibe.
Vereinzelt ließen sich noch Sonnenstrahlen blicken und langsam aber sicher wurde es dunkel.
Nach weiteren Minuten war es schließlich richtig dunkel.

G: Wollen wir zurück?

Ich nickte und er stand auf. Da ich jedoch noch immer auf den Horizont blickte, merkte ich erst nicht wie er mich mit hoch zog und er mir nun ganz nahe stand.
Auch wenn es dunkel war konnte ich seine Konturen des Gesichts noch erkennen.
Mein Atem ging nur Schubweise.
Immer näher kam er mir und ich wusste was jetzt kommt.
Verhindern? Konnte ich nicht. Wollte ich nicht.
Dann spürte ich seine Lippen auf meinen. Seine Hände legten sich auf meine Wangen.
Ich genoss den kurzen Moment der Zärtlichkeit.
Diese tausenden Schmetterlinge im Bauch flatterten wie Wild und mein Herz pochte so laut, wie tausende Atombomben.
Er löste seine Lippen von meinen, nur um sie sofort wieder auf meine zu legen.
Ich griff nach seinem Jackett und machte keine Anstalten meine Hände wieder zu lösen.
Ja, Mir war bewusst was ich hier tat. Aber...dieses Gefühl war es wert.
Jedoch vergaß ich das alles als ich mich wieder von ihm löste.
Denn die Realität war nicht von Schmetterlingen, Einhörnern und Glück geprägt.
Nein, die Realität sah einfach nur Grau, Stressig und Hektisch aus. Und das ich gerade wieder einmal meinen
Schwager geküsst hatten und Gefühle für ihn hatte. Und bevor ich nicht wusste ob Maria ihm alles erzählt hatte, konnte
und wollte ich mich ihm nicht nähern.
Ich sah betreten zu Boden, denn Ich konnte ihm einfach nicht in die Augen blicken.

G: Du bereust es oder?

Er klang sauer. Und ich konnte es ihm nicht verübeln.
Ich nickte.
Er prustete hörbar Luft aus.

G: Was ist eigentlich dein Problem? Du hast den Kuss doch erwidert? Was also war falsch daran?

A: Ich...ich weiß es nicht.

G: Du Weißt es nicht? Oh...ich weiß aber ganz genau das dein eigentliches Problem Maria ist.

Ich sah wieder zu ihm hoch und konnte seine Wut sehen. Und...wie es der Zufall mal wieder wollte, kam in mir die verdrängte Wut wieder hoch.

A: Ja ist sie!!

Zischte ich zurück.

G: Verdammt Angie sie ist tot! Schließe endlich mit der Vergangenheit ab!

A: Nein! Denn ich will es nicht!

G: Dann hör auf mit meinen Gefühlen zu spielen!

A: Ich Spiel mit deinen Gefühlen? !

G: Wer sonst! Olga wohl nicht!

A: Ich habe nie mit deinen Gefühlen gespielt! Wohl eher du mit meinen!

G: Wann habe ich denn bitte schön mit deinen Gefühlen gespielt?!

A: Jade?

G: Das ist ja wohl was anderes!

A: Nein ist es nicht!

G: oh doch. Und wie du mit meinen Gefühlen spielst ist doch wohl der Hammer auf dem Nagel!

A: wann habe ich den mit deinen Gefühlen gespielt?

G: Gerade jetzt! Du erwiderst meinen Kuss und gleich danach bereust du ihn! Ich liebe dich! Aber du anscheinend nicht! Du bist ja nicht mal fähig jemanden zu lieben!

A: Jetzt gehst du zu weit Germán!

G: Ach!? Ich geh zu weit?! Du bist die, die sich nicht entscheiden kann.

A: Geh doch dahin wo der Pfeffer wächst!

G: Ja und da kannst du auch bleiben!

Damit drehten wir uns um und gingen in verschiedene Richtungen. Was erlaubte sich Germán eigentlich?
Dieser....ach!!! DER Verdammte Typ bringt mich noch um den Verstand!!
Wütend über mich selbst lief ich um den Teich und ging dann zu der Villa zurück.
Dann schlug ich die Haustür so fest zu das Olga mit genervtem Gesichtsausdruck kam.

O: Schon wieder gestritten?

Sagte sie entnervt, worauf ich sie nur wütend anschaute und in meinem Zimmer verschwand...

Germangie - Du sagtest doch, dass du sie liebst?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt