Lucy starrte die Decke an. Es war vier Uhr nachts. Draußen war es sehr warm. Kein Wunder im Hochsommer. Seit einigen Stunden ging eine Idee durch ihr Hirn. Plötzlich klingelte ihr Handy. „Hallo? – Hi, Lucy, ich bin's. Jakob. – Hi, Jak. Was ist los?" Ein Zögern am anderen Ende der Leitung. „ Ich wollte fragen ob du vielleicht baden gehen möchtest? – „ Klar gerne. Treffen wir uns in einer halben Stunde am See?" Man hörte dem Gegenüber an das es überrascht über die Zusage gewesen war. Allerdings nicht so überrascht wie Lucy von sich selbst war. „ Sicher doch. Bis gleich." Jakob hatte aufgelegt. Lucy sprang aus ihrem Bett. Sofort kramte sie ihren schwarzen Bikini heraus. Sie liebte ihren schwarzen Bikini. Der Bikini stand ihr außerordentlich gut, das musste sie schon zugeben. So leise wie möglich schlich sie sich aus dem Haus. Der See war nicht weit, es war warm so das Lucy im Bikini hin lief, um diese Zeit würde sie niemanden mehr auf der Straße antreffen. Lucy lebte in einem kleinen Dorf. Alles war immer nah gelegen. Am See wartete Jakob schon auf sie. Die Beiden begrüßten sich mit einem liebevollen Kuss. Es war nicht so, dass die Beiden sich hier täglich nachts trafen, aber auch nicht ungewöhnlich. Mittler weile gab es auch einen Platz an dem sie immer saßen. Es war ein großer, schattenspendender Baum. Der Baum hatte einen zweigeteilten Stamm. Eine Hälfte baumelte über dem Wasser, die andere ragte über dem Boden auf. Man konnte wunderbar auf dem Baum klettern. Jetzt wo Lucy barfuß war hatte sie einen guten Halt beim Klettern. Auf dem obersten Ast angekommen rief sie runter: „ Wo bleibst du denn? Hast du Angst?" Lucy hatte mit Absicht einen kleinen provozierenden Unterton in diese Stichelei gelegt. „ Na warte." Mehr sagte Jakob nicht. Er hangelte sich nur eilig hinauf zu Lucy. Von hier Oben hatte man eine wunderbare Aussicht und konnte wunderbar ins Wasser springen. Jakob zog Lucy zu sich heran, küsste sie und zog sie mit sich herunter in den See. Lucy stieß einen erschreckten Schrei aus, als sie im Wasser landete. Lucy war an der Wasseroberfläche sah Jakob aber nicht. Nach ein paar Sekunden allein wurde sie panisch. „ Jakob? Jakob wo bist du?" Lucy erhielt keine Antwort. Sie bekam in ihrer Sorge um Jakob gar nicht mit wie sich etwas von hinten in ihre Richtung bewegte. Jakob tauchte aus dem See hinter ihr auf, drehte sie zu sich und presste seine Lippen auf ihre bevor sie panisch schreien konnte. Lucy ließ ihre Hände sich um seinen Nacken legen während Jakobs Hände an ihr herunter glitten und oberhalb der Hüfte Halt machten. Die Beiden konnten sich einige Minuten nicht voneinander lösen. Weder Lippen noch Hände wollten sich trennen. Als sie es doch endlich schafften hatten Jakob und Lucy sich genug abgekühlt. Jakob nahm Lucy auf die Arme. Ihr zierlicher Körper, er hatte Angst sie würde jeden Moment zerbrechen, doch sie gluckste nur fröhlich in seinen Armen. Am Baum angekommen legte Jakob Lucy vorsichtig ins Gras, stützte sich mit den Armen über ihr ab, nahm eine Hand weg und strich ihr ein paar der schwarzen Haarsträhnen aus dem Gesicht. Das Gras war mit Tau benetzt und rutschig. Jakob rutschte mit der stützenden Hand weg und landete direkt auf Lucy. Sie grinste nur, dann rollten die Beiden vom Baum zum Ufer herunter. Lucy lag jetzt oben und Beide lagen zur Hälfte im Wasser. Jakob sah gut aus, durchtrainiert. Lucy musste sich Mühe geben nicht ständig auf sein Six-Pack zu starren. Gerade Jakobs gutes Aussehen war nicht unbedingt unschuldig an dem was geschah....
Nach einer wunderbaren Nacht saßen Lucy und Jakob im Gras nebeneinander und genossen den Sonnenaufgang. Der See war einer der höchsten Plätze im Dorf, deshalb hatte man von hier aus immer die beste Aussicht bei Sonnenauf- und Untergang. Lucy und Jakob würden bald wieder in die Schule müssen, aber es störte die Beiden nicht. Lucy hatte kein Handtuch mit gehabt. Jetzt legte Jakob ihr sein Handtuch behutsam über Lucys Schultern. Eigentlich war kein Handtuch nötig um sich bei der Wärme zu trocknen und Lucy war auch schon längst trocken, doch die Berührung von Jakob taten so gut. Lucy würde schrecklichen Ärger von ihren Eltern bekommen allerdings reichte ein Gedanke an Jakob aus um all die Schwierigkeiten und Probleme des Alltags zu vergessen.
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Ich hab das mal geschrieben, vor einiger Zeit. Ich hoffe Irgendwem gefällt es. Dann will ich mal nicht länger labern und hoffe ihr hattet Spaß am Lesen :D
