"Du, Max" "ja" kam es aus der Küche. "Ist es nicht schön wenn es gewittert?"
Ich spüre die Hand meines Mitbewohners auf meiner Schulter.
"Also ich persönlich finde Sonne eigentlich nicht schlecht. Dave"
"Mhm"
"Du bist in letzter Zeit etwas sehr pessimistisch, weggetreten, komisch? Mann alter ich will meinen Kumpel zurück. Wo ist mein Dave hin ?"Max seufzt.
Ich spüre ihn hinter mir.
Ich stelle mir vor es wäre Luke.Gewitter ist als würde der Himmel weinen. Aufatmen.
Hat weinen nicht was befreiendes? Ist es nicht schön los zulassen, zu weinen? Mit jedem Donner mehr Frust, Traurigkeit und Einsamkeit abzuschütteln. Mit jeder Träne mehr wegzugeben.Und nun weine ich selber. Stehe auf unserem kleinen Balkon mitten im Gewitter.
Wenn das Gewitter wirklich weint weil es Sorgen hat, dann muss es gewaltige Probleme haben.
Villeicht beweint es mich und Luke ja auch ein bisschen.
Villeicht beweint es Max tote Eltern.
Villeicht beweint es das Schicksal der Menschen.
Villeicht das treiben auf dieser Erde.
Die Grausamkeit.
Die Ungerechtigkeit.
Die Feigheit.
Die Unbarmherzigkeit.Das alles was hier schief geht.
Max hatt recht ich bin komisch.
Ich tappse nach innen. Nehme die dampfenden Tasse Tee, die mir mein freund schon entgegen streckt und kuschel mich mit ihm vor den Ofen.
Dort hören wir dem Weinen, dem Wehklagen und den Seufztern des Gewitters zu.
Max ist ein guter Freund.
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