Wanderung

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Der Mann und der kleine Junge beschlossen beieinander zu bleiben. Ohne große Worte, sie blieben einfach beiander. Sie gingen gemeinsam durch den Nebel, der Mann hob gelegentlich den Jungen über "gefährliche" Dinge, wie grau schwarze Pfützen, die zwar schmal waren, sich aber ins Endlose zu strecken schienen, nahm ihn auf die Schultern, als sie die verbrannten (scharfen) Überreste eines Gebäudes passierten und beschützte ihn davor, an Einsamkeit zu sterben. Denn zu zweit ist man das nicht mehr. Zu zweit ist man nur verwirrt und leer, aber einsam nicht mehr. Der Junge schaute in die Ferne, versuchte es zumindestens, aber der Rauch und der Nebel versperrten ihm die Sicht. Es stach in seinen Lungen und er hustete zum hundertsten Mal an diesem Tag. Plötzlich klopfte der Mann wie wild auf seine Schulter und deutete auf etwas auf dem Boden. Etwas das wie matschige Fußabdrücke aussah. 

Sie folgten diesem Pfad aus Fußstapfen, aber sie konnten weit und breit keine Menschenseele erblicken. Oder generell Leben, alles war grau, verbrant und tot. Der Mann murmelte verängstigt "Apfel" vor sich hin und der Junge klammerte sich an seine Hand. In der Ferne hörten sie Geräusche. "Hubschrauber." kam es über die Lippen des Jungens und er schaute den Mann mit großen Augen an. "Tot." erwiederte dieser. Nachdenklich schaute der Junge in die graue Nebelwand und ging Seite an Seite mit seinem neuen Gefährten weiter.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Oct 16, 2016 ⏰

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