*Ein Brötchen hat 112kcal.*schoss es mir durch den Kopf. Bei diesem Gedanken band ich mir meine weißrosé Haare zu einem Zopf und spürte ein ungutes Gefühl sich in meinem viel zu großen Bauch breitmachte. Mit wackligen Schritten ging ich ins Badezimmer und beugte mich über die Toilette, ein Gefühl von Eckel über kam mich. Ich schaute auf meine spröden Fingernägel, bevor ich mir einen Finger in den Rachen steckte. *112kcal* hatte ich heute zu mir genommen, ich hasste mich und meinen unförmigen Körper. Nicht nur der von mir ausgelöste Brechreiz begann, sondern auch vermehrt begannen Tränen über mein Gesicht zu laufen. Ich Stütze meinen Kopf in meine Hände und meine Ellenbogen auf den Toilettendeckel. Auf einmal wurde die Badezimmertür geöffnet und Marti stand fassungslos im Türrahmen.
Pov. Marti
Ich sah Sinas eingefallenes Gesicht, welches mit Tränen überflutet war. Ihre knochigen Finger krallten sich um die Toilette. Ihre Augen sprachen Bände. Sie sagte nichts, aber ich wusste, was mit meiner Mitbewohnerin los war. Vorsichtig zog ich ihren zerbrechlich Körper vom Boden hoch. Sie war so kalt und ich hatte Angst ihren Körper zu zerbrechen. Ich hob sie hoch und trug sie ins Wohnzimmer, wo ich sie auf die Couch legte. Ihr Kopf sank ins Kissen und ich spürte ihren flachen Atem an meinem Hals. Ich verstand nicht, was Sina soweit trieb. Sie war so wundervoll, ich stand nun in der Küche und sah auf ein altes Weihnachtsfoto auf dem Sina und ich zusehen waren. Damals, wog sie sicher noch 10kg mehr und wirkte viel gesünder und glücklicher. Der Gedanke daran, dass ich Sina nicht alleine helfen könnte, machte mich so wütend. Ich wusste, dass es jetzt am besten wäre, wenn ich für sie da wäre. Mit einem Tee ging ich zurück zu ihr, ich stellte die Tasse vor sie auf den Tisch und legte einen Arm um ihre Schulter, woraufhin sie ihren Kopf auf meine Schulter fallen ließ. Zaghaft griff sie, nach ein paar Minuten des Schweigens, die Tasse und Trank einen Schluck ihres Heißgetränks."Ich glaube ich brauch Hilfe."ertönte Sinas prägnante Stimme. Ich zog sie noch ein Stück näher an mich ran und flüsterte ihr vorsichtig ins Ohr, dass ich ihr helfen werde, egal was passiert. Sie lächelte zart und begann zu summen. Ich und Sina begannen ein Lied zu singen, welches für sie eine tiefe Bedeutung hatte. Nach einigen Stunden des guten zu Redens begann für Sina wohl einer der schwersten Wege ihres Lebens.
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Oneshot Sammlung
FanficHier werde ich so fern jemand einen Wunsch oder ich eine gute Idee habe der ein oder andere Oneshot erscheinen. Wünsche für Oneshots in die Kommentare.
