Die Haustür

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Und wenn es nicht das Telefon ist, welches meine Nerven strapaziert, so ist es die Klingel, die verrät das jemand vor der Haustür ist.
Es sind nicht meine paranoiden Gedanken, die ich einfach mal nicht zur Sozialphobie zähle, die ich hier beschreiben will.
Mal wieder geht es darum mit jemandem zu reden.
Der Postmann, der meine unleserliche Handschrift auf seinem kleinen Gerät sehen kann.
Das kann man nicht mal lesen.
Was steht da?
Good job, 2. Klasse?
Dabei ist es nur mein Nachname, den ich hinschreiben muss.
Was kann man da falsch machen?

Und mit einem Postmann komme ich noch klar, das Prozedere habe ich zumindest drauf.
,,Hallo."
..
,,Ja"
Auf dem kleinen Ding unterschreiben.
,,Danke, tschüss."
Alles durchgeplant, keine Fallen.

Doch steht da nun jemand, ungeplant. So wird mein Hals rau. Alles schnürt sich irgendwie zu. Meine Wörter kommen nicht in der richtigen Reihenfolge aus meinem Mund.
Sie ergeben keinen Sinn.
Peinlich.
Dumm.
Dann schließt sich die Tür und die Angst verfliegt wieder.

Ich will gar nicht von Freunden anfangen, die vor meiner Haustür auftauchen würden.
(Wenn ich Freunde hätte die das machen würden.)
Ich könne sie nicht öffnen. Ich würde wegrennen, aus dem Fenster raus und weit, weit weg.

Da jede dieser Situation auftreten könnte, kann ich nicht mehr zur Tür gehen. Zu groß ist meine Angst.
Meist erstarre ich sobald der einst gewohnte Ton erklingt.
Wie konnte ich nur verlernen, die Tür zu öffnen?

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