Hass

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Ich hasse mich.

Ich wurde nie gemobbt.
Ich war immer nett, immer höflich und eigentlich recht umgänglich.
Ich war immer ziemlich weird, weshalb sich in der Grundschule viele von mir ferngehalten haben.

Ich hatte daraus gelernt und nicht mehr viel über mich preisgegeben.
Auf dem Gymnasium mochte mich eigentlich jeder, also zumindest die Mädchen, die boys fanden mich komisch weil ich nicht mit ihnen geredet habe.
Ich war mit jedem befreundet, musste jeden beim sehen umarmen.
Man mochte mich.

Aber dann passierten zwei Dinge, die alles auf den Kopf stellten.
Ich war immer depressiv angehaucht, ich war eine Heulsuse und ein Selbstwertgefühl hatte ich nie aufgebaut.

Ich wurde depressiv (oder was auch immer).
Vielleicht weil ich mich zu ausgeschlossen gefühlt hatte, obwohl ich es nicht war.
Vielleicht hatten sich zu viele Gedanken aufgebaut.

Ich lag nur noch im Bett, hörte nur noch Musik.

In der Schule sah ich auf den Tisch, den ich bereits vollgemalt hatte.
Meine Hefte waren voll von Vierecken und Kreisen.
Von Augen und Wörtern.

Lass die Zeit schneller vergehen.

Ich hasse mich.

Ich wurde stumm.
Meine Antworten bestanden nur noch aus dem nötigsten.

Ja und Nein.

Und ich verlor meine Freunde.
Nicht nur die bekannten, die ich tagtäglich umarmte, nein auch meine besten Freunde.

Kaum ein Wort wechselte ich mit ihnen, lief ihnen wie ein Zombie hinterher.

„Mee hat wieder ihre Depri Phase"

Es waren Witze, witzige Witze, die mich nur noch schlechter fühlen ließen.

Das Zweite war die Sozialphobie (oder was auch immer).

Ein Schatten der mich auch schon seit meiner Geburt verfolgt hatte.
Viele sind schüchtern.

Fragen fremde nicht nach der Uhrzeit,
können nicht für sich selbst bestellen..

Ich war auch so.
Ich war schüchtern.

Redete ungern, meldete mich nie, konnte nie jemandem in die Augen sehen.

Aber jetzt - ist es anders.
Es ist mehr.

So hatte ich viele meiner Freunde verloren an die Depression, war stumm aufgrund beider Sachen.

Hatte aber noch wenige Menschen, die schon so lange kannte und die von meiner Depression nicht mitbekamen.

Diese Menschen verlor ich letztlich an die Sozialphobie.

Denn ich kann nicht mehr rausgehen.
In den letzten drei Jahren hatte ich mich nur noch mit diesen zwei übrig gebliebenen Menschen getroffen.
Jeden Monat vielleicht, dabei wohnen sie in der selben Stadt wie ich.
Vielleicht alle drei Monate.
Jetzt ist es fast fünf Monate her dass ich meine beste Freundin gesehen habe.
Ich sage ab.
Ich schreibe nicht zurück.
Ich kann es nicht erklären.

Ich erhoffe mir kein Verständnis.
Schon lange weiß ich dass es keins gibt.

Ich hasse mich, denn ich bin schuld dass meine Freunde weg sind.

- lest das Kapitel „Freunde" -
Ja die eine Freundin die geblieben ist, die ich seit 10 Jahren kenne, ja sie ist weg.

Meine SozialphobieGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt