2. Bitte was?!

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Als ich wieder Zuhause ankomme ist es 02:00Uhr. Ich bin also die halbe Nacht spazieren gewesen. Aber einen klaren Kopf habe ich immernoch nicht.
Ich muss gar nicht auf mein Handy schauen um zu wissen , dass sie mir nicht geschrieben hat. Warum auch? Schließlich hätte ich ihr nachlaufen sollen. Sie hat mir ihre Liebe gestanden und ich bin so blöd und laufe ihr nicht hinterher. Als ich die Tür aufschließe sehe ich, dass im Wohnzimmer das Licht an ist. "Louis? Bist du es?"kommt es von meiner verschlafenen Mutter. "Ja Ma ich bin es. Warum bist du noch wach?"antworte ich wärend ich meine Schuhe und meine Jacke ausziehe. " Ich habe mir Sorgen gemacht. Du bist erst 16!"kam es wieder aus dem Wohnzimmer aber diesmal schon etwas wacher. Also gehe ich in das Wohnzimmer. Dort sitzt meine Mutter in ihrem blauen Jumpsuit und in ihrer Wolldecke. Wenn es draußen kälter wird sitzt sie so dort jeden Abend. Ich setzte mich neben sie, nehme sie in den Arm und flüster:" Ma du musst dir keine Sorgen machen. Ich passe auf mich auf. Ich muss doch auf dich aufpassen. Wir haben doch nur noch uns." Ich merke wie ihr langsam eine träne die Wange runterläuft. Ich nehme ihr Gesicht zwischen beide Hände und gebe ihr einen Kuss auf die Stirn.
Sie schaut mich an und ihre Rehbraunen Augen glänzen. Sie legt ihren Kopf auf meine Schulter. "Ich weiß, du machst dir bloß sorgen,aber ich passe auf mich auf."flüster ich wieder. "Ich gehe jetzt rauf auf mein Zimmer. Du solltest auch lieber schlafen gehen."füge ich noch leiser hinzu. Doch sie schläft schon. Ich lege sie vorsichtig auf das Sofa und Decke sie wieder zu. Als ich langsam die Treppe raufgehe knarrt sie laut. Oben angekommen gehe ich ins Badezimmer. Ich mache das Licht an. Es flackert kurz und geht dann richtig an. Ich muss schmunzeln, denn da auf dem Stuhl räkelt sich meine Katze. Ich schaue kurz in den großen Spiegel über dem Waschbecken. Ich sehe fertig aus. Um mich nicht länger ansehen zu müssen mache ich das Licht aus ,putze mir die Zähne im Dunkeln und gehe dann endlich in mein Zimmer.
Ununterbrochen muss ich an Lu denken.
Warum hab ich das bloß nicht gemerkt?
Warum hat sie so reagiert?
Hat nicht sogar Mal ihre Freundin so etwas angedeutet?
Ich weiß es nicht. Ich weiß plötzlich garnichts mehr. Nur das eine. Ich möchte sie sehen. Auch wenn ich selber nicht weiß was ich oder was ich nicht für sie empfinde.
Ich lege mich in mein Bett, aber schlafen kann ich ganz bestimmt nicht denn meine Gedanken sind bei Lu. Ich weiß echt nicht was ich für sie empfinde. Ich greife nach meinem Handy in die Hosentasche um Lu zu schreiben. Als ich auf mein Handy schaue sehe ich , dass ich sieben neue Nachricht habe, aber leider nur von meinem besten Freund.

Jan: Eyy Bruder
Jan: Hab gerade Lu getroffen
Jan: Was hast du bitte gemacht?
Jan: Sie kam heulend mit einem blauen Auge zu mir und wollte das ich sie nach Hause bringe.
Jan: Wenn ich mich nicht irre wart ihr doch vorhin zusammen unterwegs.
Jan: Was hast du bitte gemacht?! Bist du völlig verrückt geworden?!
Jan: Ich hab sie lieber nicht gefragt weil sie so fertig war, aber ich habe sie nach Hause gebracht. Und jetzt erklär mir bitte was passiert ist!

Als ich das lese werde ich wütend.
Bitte was?!
Welcher Bastard hat Lu geschlagen?!
Ich schreibe ihm zurück
Ich: Ey Jan du denkst doch nicht ernsthaft das ich Lu geschlagen habe oder?! Das würde ich nie im Leben tun!! Wenn du willst kannst du vorbeikommen dann erkläre ich dir was alles passiert ist bis sie gegangen ist. Aber dann nicht klingeln meine Mutter schläft.
10 Minuten später bekomme ich eine Nachricht zurück.
Jan: Ja klar kann ich Vorbeikommen. Bin in 20 Minuten da. Bis gleich.
Ich: Jo danke bruder bis gleich.

Aus Freundschaft wurde LiebeGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt