5

2.3K 56 3
                                        

Natürlich musste ich am nächsten Tag verschlafen , sodass ich zum Cafe rannte. Gerade heute , wo so viel los sein wird , lasse ich meine Mam allein. Na toll , sie wird mich dafür hassen . Ich rannte so schnell wie ich konnte in den Laden , der bedauerlicher Weise schon geöffnet hatte . Ich stieß die Tür auf und musste natürlich stolpern , weil ich den kleinen Absatz vor der Tür vergaß. Mit anderen Worten lag ich in der Tür und meine Mutter sah mich schockiert an , als ich den Boden küsste, was natürlich auch das ganze Cafe sehen musste. "Du bist zu spät Rose !" Mahnte meine Mam mich vom Tresen aus. Ich sah nur weiter auf den Boden und blieb liegen . "Dir auch ein guten Morgen Mam." Ich rappelte mich auf und ging zu ihr. Sie gab mir abschätzig die Schürze und verdonnerte mich zum Abwasch am Tresen, dass ich trotz allem noch Gäste bedienen kann.
Es war alles voll und ich dachte schon , dass ich nicht mehr zu tun haben könnte , als plötzlich die Tür aufgeht und der Junge Mann von gestern hineinkommt. Er hat wieder diese Strickmütze auf jedoch nur einen schwarzen Pulli und eine schwarze Hose an. Er ging auf den Tresen zu und ich hielt in der Bewegung inne. Seine Augen waren so interesant , sodass ich nicht wegschauen konnte. Ich löste mich von seinen Blick, als meine Mutter neben mir auftauchte und ihn anlächelte . Es irritierte mich sehr und ich starrte sie mit einem fragenden Blick an. "Lucifer. Schön , dass sie schon heute hier sein können." Er lächelte sie ebenfalls an "Ich freu mich hier sein zu dürfen " dann wendete sich meine Mam an mich "Kleines ? Hab ich dir schon von Lucifer erzählt ? Ich kenne ihn schon länger und habe ihn gestern kaum wieder erkannt. Er will hier arbeiten was bedeutet ,dass du einen Arbeitskollege bekommst " Sie lächelte mich leicht verunsichert an und machte sich wieder in die Küche " zeig ihn doch alles , ja? " meinte sie noch. Na große Klasse. Ich wendete mich an ihn und stotterte leicht . "Ja ähm komm doch mit . " Ich führte ihn herum und zeigte ihm , wie man die Spezialitäten macht und wie man alles herrichtet. Ich merkte , dass er mich bei jeder Bewegung beobachtete, was mir leicht unangenehm war, vor allem heute , da ich meine Brille trug und mich nicht gerade hübsch gemacht habe. "Ich werde mich um die Gäste kümmern. Kannst du den Tresen übernehmen ? " fragte ich zögerlich. Er schaute mich intensiv an . "Natürlich." Somit machte ich mich an die Arbeit . Es war sehr schön mit ihm zu Arbeiten , muss ich sagen. Er war sehr geschickt und elegant. Ich schmolz dahin , als er mir ein lächeln schenkte , weil ich im berührte , als ich das Tablett entgegennahm. Am Abend lehnten wir beide am Tresen. Ich überlegte gerade wie es wäre, wäre ich nie im Knast gewesen. Würde ich es bereuen ? Ich habe zwar etwas schlimmes getan , jedoch bereue ich es nicht. Er hat sich geopfert und sich somit gegen mich entschieden. Er verteidigte lieber seine Freundin , die mich töten wollte. Jetzt sind sie wenigstens vereint.
"Darf ich etwas über dich erfahren? Du bist sehr interessant . Was ist deine Geschichte ?" Meinte Lucifer säuselnd. "Mich würde eher interessieren , warum sie Lucifer heißen ." Meinte ich und drehte meinen Kopf zu ihm. Er schaute mich grübelnd an. "Ok ich erzähl etwas über mich und du über dich . Deal?" Ich nickte nur und er fing an zu erzählen, wobei er verträumt auf den Tresen starrte. "Meine Mutter war nie die beste . Sie wollte mich eigentlich abtreiben , jedoch war es zu spät , weshalb sie mich gleich nach der Geburt ins Heim steckte, jedoch wusste ich , dass ich eine Bestimmung habe , danach hab ich meine Strafe bekommen , wie meine Mutter immer meinte. Sie sagte ich wäre ein abscheuliches Kind. Teufelsgeburt . Deshalb nannte sie mich Lucifer. Passt ja zum Teufel ." Meinte er spöttisch lachend. Ich wusste sofort , dass er kein Mitleid wollte. " Meine Kindheit war nicht die beste . Meine Eltern hatten nicht das beste Verhältnis und so führte eins zum anderen. Sie trennten sich und meine Mam war mit mir allein. Ein Jahr später kam sie mit meinem Stiefvater zusammen und bekam noch ein Kind. Mein Halbrunder Erik , jedoch starb er vor einem Jahr tragisch umd schon wieder sind alle weg. Ich war im Gefängnis und rutschte ab. Jedenfalls bin ich jetzt hier und Frage mich warum." Ich hatte eine andere Stimmlage angenommen , das merkte auch er. Ich sagte ihm natürlich nicht alles, wir kennen uns ja auch nicht. "Jetzt erzähl mir mal so allgemeines über dich. So etwas wie Lieblingsfarbe ." Meinte er schmunzelnd . Ich lächelte auch wieder .

"Ok , also ich bin 19 Jahre alt, liebe es zu malen und zu singen. Meine Lieblingsfarbe ist blau und am liebsten esse ich Pizza. Ich habe eine Brille , nehme sie aber nicht immer . Ich bin pessimistisch und trinke auch gerne " meinte ich zwinkernd "Jetzt du Lucifer" er lachte und bejahte "Ich bin Lucifer ,20 Jahre alt und habe nicht viele Hobbies . Ich mag die Farbe Rot und befasse mich mit Literatur und Geschichte . Ich bin ein guter Zuhörer , wie meine Freunde sagen und bin nicht sehr interessiert an Menschen , jedoch fasziniert du mich Rose." Ich stutzte gegen Ende. "Wie meinst du das?" Ich schaute ihn intensiv an und bemerkte , wie seine Augenfarbe rötlicher wurde. "Du bist anders. Nicht so wie die anderen Mädchen. Du hast etwas an dir , was ich herausfinden möchte." Er zog einen Mundwinkel hoch und lächelte schief. "Kann ich nur zurückgeben. Du bist auch anders. Natürlich gut anders." Meinte ich schusselnd. Ich könnte mir eine scheuern. Gut gemacht Rose.

"Oh unsere Schicht ist zu Ende. Ich geh dann mal ." Meinte ich und wollte verschwinden , bis jemand neben mir auftauchte. "Ich bring dich noch nach Hause" ich lächelte und ging mit ihm aus den Laden. Ich winkte noch meiner Mam und lief danach mit ihm Richtung zu Hause. Wir schwiegen die ganze Zeit , was ich sehr genoss. Er lief neben mir und schaute in den Nachthimmel , was ich ihm gleich tat. "Manchmal schaue ich in den Himmel und Frage mich dort oben zu sein. Wie es wäre dahin zu gehen ." Meinte er verträumt. "Ich glaube ich werde nicht in den Himmel kommen. Glaub mir , ich bin nicht so gut wie du denkst " seufzte ich . "Ist doch egal. Alle unterscheiden nur zwischen gut und böse, wie idiotisch. Würden die Menschen endlich mal die Augen öffnen , wüssten sie , dass jeder sich ändern kann. Es ist mir egal ob du gut oder böse bist. Du kommst mir nett vor und mir ist egal , was du gemacht hast , oder machen wirst. Und weißt du warum ? Ich habe es schon so oft erlebt Vorurteile zu haben. " Ich blieb stehen und sah ihn an "Du bist der erste der so etwas zu mir sagt.... es kommt mir so vor , als ob du dir das auch wünschst. Versteh mich nicht falsch , ich kenne dich ja nicht und so , jedoch glaube ich , brauchst du auch jemanden ohne Vorurteile , weshalb ich froh bin dir sagen zu können . Ich bin ein Mensch ohne Vorurteile . " meinte ich total ernst. Er schaute auf den Boden und dann zu mir. Er fing an zu lächeln und meinte "dann freu ich mich , dich kennen zu lernen Rose ." Ich lächelte auch "Die Freude ist ganz meinerseits Lucifer " Ich verbeugte mich leicht , was uns beide zum Lachen brachte. Ich glaube er ist wirklich komplett anders , als die die ich kennen lernte .

Der Teufel Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt