Dumpfe Stimmen drangen durch den Schleier über Harry Hirn. Die Unterhaltung, die ihm so weit weg vorkam, klang angespannt.
Harry öffnete langsam seine Augen und versuchte sich zu bewegen, doch als ihn den Schmerz wider übermannte, sackte er wieder in sich zusammen.
„War er im Krankenflügel?"
Seine Frage bestätigte sich, als er Madam Pomfrey zu ihm herbei eilen sah, um ihm irgendein
Schmerzmittel zu verabreichen. Er bekam das alles nur halb mit, denn er versuchte das Gespräch am Ende des Flures zu belauschen als er sah das dort Snape mit Draco stritt.
Langsam kamen ihm auch wieder alle Erinnerungen an— „Wie lange war es den her, als er von Draco angegriffen wurde?"
„HARRY! Du bist wach!" , schrie Hermine die gerade mit Ron und Ginny zur Tür hinein stürmten, Draco war verschwunden.
„Wie fühlst du dich?", fragte Hermine und Ginny gleichzeitig.
Harry antwortete mit einem knappen „müde", dann fragte er was nach dem er ohnmächtig geworden war passiert sei.
Hermine erzählte aufgeregt dass sie sofort mit MC. Gonagall zurück nach Hogwarts gegangen waren und Madame Pomfrey zuerst dachte er würde nicht durch kommen.
Als er fragte was mit Draco passiert war verdüsterten sich die Mienen seiner Freunde. „Er sollte verwiesen werden aber..-
„NEIN", rutschte es Harry raus und sofort war er wieder mit Schmerzen erfüllt. Alle blickten ihn verwirrt an.
Hatte er das wirklich gerade laut gesagt?! „Schmerzen" murmelte Harry dann und fragte nach Draco.
„Naja....",Ron wirkte wütend, „ Snape hat ihn natürlich da raus geboxt und er muss nur nachsitzen", sagte Ron kühl.
Eine Weile redeten sie noch doch die Schmerzen wurden immer schmerzhafter als die Heilerin ihren Besuch auflöste und Harry noch ein Traumlose Nacht Trank gab.
Kurz blickte sie Harry an, dann sagte sie: „Morgen Abend wird Mr. Malfoy sie betreuen weil ich ins St. Mungo, wegen einem Muggel der- ach egal, auf jeden fall werde ich nicht hier sein und Mr. Malfoy muss hier nachsitzen." Dann losch sie die Lichter und ging.
Bevor Harry irgendwas sagen oder sich aufregen konnte schlief er ein.
Im Krankenflügel angekommen, instruierte Madam Pomfrey, Draco gleich mit allen wichtigen Dingen. Da Harry momentan der einzige Patient war, gab es nicht besonders viel. Er musst ihm lediglich seine Wunden mit Dipdam abtupfen und schauen dass er schläft.
Draco begrüsste Harry nicht sondern begann wortlos seine Wunden, erst auf den Armen, dan mit etwas Überwindung, auf seiner Brust zu betupfen.
Der Verletzte erkundigte sich ob Madam Pomfrey schon weg war und Draco sagte, ohne ihm in die Augen zu sehen, „Ja, sie wird irgendwann morgen zurück kommen.", während er die Wunden auf Dem blassen Oberkörper des Gryffendors mit einer stinkenden Flüssigkeit beträufelte.
„Warum hast du das getan?!", platzte es aus Harry heraus. Draco, der jetzt irgendwie nervös schien, schraubte schnell das Fläschchen zu, drehte sich abrupt um und war im Begriff zu gehen als Harry ihn, auch wenn mit viel Schmerzen, am Handgelenk zurück hielt.
Kurz starrte Draco ihn verwirrt an, dann sagte er mit bedrohlicher Stimme und fast schon flüsternd „ lass mich los Potter!"
„Draco, auch wenn du mich hier aufpäppeln musst, schuldest du mir eine Antwort!", fasste sich der schwarzhaarige wieder.
Plötzlich schien Dracos Fassade aus Stolz und Kälte zu verfallen.
Harry sah in seinen sturmgrauen Augen Angst und Verzweiflung als er sich neben ihn aufs Bett setzte und ebenfalls in den Augen des Gegenübers versank.
Harry konnte nicht sagen wie lange sie sich angeblickt hatten als Draco sich wieder zu fassen schien.
„Was wenn", begann er langsam, „wenn ich....." Draco kostete es offensichtlich grossen Überwindung weiter zu reden. „Ich dich nicht wegen dir, sondern wegen Cho angegriffen habe?"
Die Seifenblase um sie, war bei diesen Worten augenblicklich geplatzt.
Harry zog die Augenbrauen hoch.
„Du stehst auf Cho?!"
„Was? Nein Harry...."
Der Gryffindor zuckte zusammen als er seinen Namen aus Dracos Mund hörte, doch gerade als er weiter fahren wollte sprang die Tür des Krankenflügels auf und Snape trat ein.
Die beiden zuckten zusammen und ihre blicke fielen nach unten. Erst jetzt bemerkten sie, dass Harry Dracos Hand nie losgelassen hatte.
Schnell liessen sich die erschreckten Jungen los und sahen sich an bis sie von Snape unterbrochen wurden.
„Mr. Malfoy, mitkommen.", befahl der Professor ohne seinen Mund zu bewegen. Der Slytherin eilte raus zu seinem Hauslehrer und sie gingen.
Harry träumte von sturmgrauen Augen.
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Drarry
FanfictionDraco hat ein Geheimnis, dass hoffentlich nie jemand erfahren wird....
