Changkyun

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POV Kihyun

Im Normalfall besuche ich die Bibliothek in der Freistunde, um in Ruhe lernen zu können, da der Weg von der Uni bis zu mir, viel zu weit wäre, um dort hinzugehen.

Also schnappe ich mir meine Aufgaben und gehe in den eigentlichen ruhigsten Ort der Schule.

Warum ich das Wort eigentlich verwende?

Wäre diese Person nicht hier im Raum, die seit ungefähr fünf Minuten mit seinem Kugelschreiber klickt, um so wohl auf die Lösung zu kommen, wäre das eigentlich nicht vorhanden.

Genervt starrte ich meine Matheaufgabe an, die ich seit Anfang der Stunde versuchte zu lösen. Doch lenkte mich das Klicken heute so dermaßen ab, dass ich das Bedürfnis hatte diesen Jungen hochkant rauszuschmeißen.

Ich war kein Aggressiver Mensch, im Gegenteil, ich hasste Gewalt und alles was dazu gehörte. Man kann alles viel friedlicher lösen und muss nicht direkt draufhauen.

Leider war ich früher genauso wie viele andere und lies meine Wut oder ähnliches an andere, schwächere aus.

Kurz schloss ich die Augen, um mich zu beruhigen, ehe die Klingel den nächsten und zum glück Letzen Unterricht für heute ankündigte. Frustriert klappte ich Mathematik zu, steckte das Buch in meine Tasche und verlies die Bibliothek.

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„Schafft es dieser scheiß Laden es nicht endlich eine wieder richtig funktionierende Kaffeemaschine zu organisieren?!", fluchte ich leise, während ich auf das schwarze Teil schlug und endlich das heiße Getränk in die darunter stehende weiße Tasse lief.

„Ach Kihyunah~ Du musst das alles mit mehr Gefühl machen."

Eine kleine, zarte Hand wanderte in mein Blickfeld und nahm die nun voll Tasse, um sie den Kunden zu überreichen. Ich seufzte nur leise und schüttelte schmunzelnd den Kopf, was das kleine Mädchen nur erwidern konnte.

Lyn war meine Kollegin hier und ich bin so froh das sie existiert. Währe sie nicht hier, hätte ich diesen Job wohl schon längst geschmissen.

Sie gehörte mittlerweile zu meinem engsten Freundeskreis und war Minhyuk mal gerade nicht da, war sie die Person, die ich Volltexten konnte, ohne eine Beschwerde zu hören.

Trotz ihrer Größe lies sie sich nichts sagen und es gab auch viele die Angst vor ihr hatten, obwohl ihr niedlich, kindliches Aussehen dagegensprechen würden.

Zuckersüß lächelnd drehte sie sich wieder um, um den nächsten Kunden herzlich begrüßen zu können. Auch ich wendete mich wieder nach vorne, um den entsprechenden Becher nehmen zu können, während Lyn kassierte. Schnell schrieb ich den Namen der Person drauf und gab den Becher an einen weiteren Mitarbeiter weiter, der den Rest übernahm.

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es nur noch etwa eine Stunde war, ehe wir schließen und abschließend aufräumen mussten.

Durch den Blick zu Uhr konnte ich auch direkt sehen wer als nächstes zur Tür hineinkam.

Kurz weitete ich die Augen, da ich selbst von mir überrascht bin, dass ich mir diese Person überhaupt merken konnte, soviel Kontakt ich mit anderen, fremden hatte.

Doch viel er mir bei seinem ersten Besuch schon ins Auge. Nicht weil er die Begleitung von Chae Hyunwon war, sondern seine Ausstrahlung, die mich irgendwie faszinierte.

Changkyun.

𝕊𝕥𝕒𝕣𝕓𝕦𝕔𝕜𝕤 𝔹𝕠𝕪 ❦ 𝒞𝒽𝒶𝓃𝑔𝓀𝒾Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt