"Verdammt...hab ich etwa schon wieder im Schlaf geweint?"Müde strich ich mir eine zerzottelte Strähne aus meinem Gesicht, rieb den letzten Rest an Feuchtigkeit aus meinen Augen und ging ins Bad um mich für die Arbeit fertig zu machen.
Seit dem ich mich gestern von meinem Exverlorbten "Lucas" getrennt hatte, ging es mir nicht besonders gut.
Um es besser zu sagen: ich hätte nie gedacht, es könnte schlimmer sein, als das er mich mit einem One-Night-Stand Mädchen namens "Susi" betrogen hätte. Aber nein.
Es KONNTE wirklich NOCH SCHLIMMER sein.
Statt eines einfachen One-Night-Stands , hatte Lucas mich über mehrere Monate hinweg hinter meinem Rücken mit dieser Susi betrogen. Unzwar hieß sie wirklich Susi! Ich war für ihn also nicht mehr als nur ein Spielzeug gewesen, ein Gegenstand, eine Person ,bei der ihm Loyalität und Ehrlichkeit ein vollkommenes Fremdwort gewesen war. Und von alledem, hatte ich einfach nichts bemerkt.
Meine Nächte wurden immer länger und die Tage immer kürzer.
Ständig schossen mir grundlos die Tränen in die Augen und ich hatte das gefühl, als wäre ich mit diesem Gefügl ganz allein auf der Welt.
Die Tatsache, dass wir uns nur seinetwegen getrennt hatten und der Gedanke daran, dass er ein echtes Arschloch gewesen war, machten die Sache für mein Herz nicht unbedingt besser.
Mein Kopf schmiss mir andauernd schlechte Motivationsreden wie : "Du schaffst das schon" oder "Der Dreckskerl hat Jemanden wie dich nicht verdient!" an den Kopf, währenddessen mein Herz noch immer an Liebeskummer zu sterben schien und mein Bauch in dem ganzen Tumult andauernd das Bedürfnis zu haben schien, sich zu übergeben.
Mein ganzer Körper schien mit einem Mal nicht länger mir zu gehören und seinen ganz eigenes, verrücktes Orchester aufmachen zu wollen.
Doch ich war noch immer da.
Fragte mich, ob das ganze vielleicht nicht doch einfach nur meine Schuld gewesen war.
Vielleicht hätte ich einfach mehr für ihn da sein müssen?
Als ich mir auf dem Weg ins Bad machen wollte, hatte fiel mir auf, dass ich meine Klamotten und das, was ich sonst noch alles so besaß, bei Lucas zurückgelassen hatte. Immerhin hatten wir zusammen gewohnt. Lediglich meine Handtasche und mein Handy, hatte ich auf die Schnelle mitgenommen.
Mitsamt dem ,was ich an meinem Leibe trug, war ich in das nächstbeste Hotel gestapft, um mich nach unserer Trennung erst mal so richtig auszuheulen.
Es tat gut zu wissen , dass ich nicht neben ihm aufgewacht war. Doch das unwohle Gefühl, ich müsste noch einmal dorthin zurückkehren um meinen Kram abzuholen, gab meinem Körper ein Gefühl von Angst.---------------------------------------------------------
Im Bad angekommen , nahm ich mein Gesicht mal genauer unter die Lupe.Unter meinen geröteten Augen, hatten sich blaue Ringe gebildet und durch meine blasse Haut, sah ich nun aus wie ein Darsteller der Serie "The Walking Dead".
Nein aber mal im Ernst, ich hätte mich mit diesem Aussehen einfach ins Set schleichen können und es wäre hundertpro nicht aufgefallen. Aber genau das, wollte ich ja verhindern.
Also wühlte ich in meiner kleinen Handtasche herum, leider vergebens.
Mein Make-Up ,lag genauso noch bei Lucas, wie alles andere.
Glücklicherweise, übernahm ich heute die Nachmittagsschicht (von 10-18) und hatte daher noch genug Zeit, aus diesem Zombie wieder einen normalen Menschen zu machen!
Schlechter war jedoch, dass ich heute morgen meinen meinen Zahnarzttermin hatte.
Ein Rausgehen ließ sich also nicht vermeiden.
Verträumt schaute ich auf die Uhr.
Wie spät es wohl war?
....
.......
VERDAMMT!!!
Hektisch schnappte ich mir meine Tasche, schlüpfte in meine Sneakers und zog mir meine Jacke über, bevor ich die Tür des Hotelzimmers mit einem lauten Knall hinter mir zu schlug.
Ich kam zu spät!
Mir blieben nur noch 5 Minuten Zeit und die Praxis lag noch gut 10 Minuten Fußmarsch entfernt. Verdammt! Warum muss so was ausgerechnet immer nur mir passieren?!
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🐌💐Willst du mein Schneckchen sein?💐🐌 //Maudado x Reader Story [ABGEBROCHEN]
Fanfic(D/N) 's perfekte Welt wird mit einem einzigen Schlag in tausend Teile zerschmettert. Am Boden zerstört, gibt ihr eine einzige Sache noch genug Kraft zum Atmen: "Das Lächeln dieses einen Jungen".