Pov Lia
Sah ich da etwa Tränen und Schmerz in seinen Augen? Hatte er das ganze vielleicht doch noch nicht ganz verkraftet? Natürlich wussten wir alle,dass unser Beruf deutlich gefährlicher als alle anderen sind,aber trotzdem sind wir ja auch nur Menschen und ich konnte schwören,dass Moritz das ganze noch nicht verkraftete hatte. Ich entschied allerdings ihn nicht nochmal auf das Thema anzusprechen sondern trank einfach meinen Kaffee weiter. Plötzlich stand Stephan in der Tür und grinste uns an. ,,Was bist du denn so gut gelaunt?",fragte ich kichernd. ,,Ach einfach nur so. Heute ist einfach ein schöner Tag. Schön ruhig und kaum Einsätze.",meinte Stephan und hatte so eine Art triumphierendes Lächeln im Gesicht. ,,Pff du hast gut reden. Du musstest ja heute auch noch nicht raus.",murmelte Moritz etwas abwesend. Irgendwas bedrückte ihn doch. Das schien wohl auch Stephan zu bemerken ,denn er schaute mich fragend an. Ich zuckte nur mit den Schultern,da ich ja selber nicht wusste was los war. Stephan zog mich raus und fragte:,,War er gerade auch schon so?" ,,Sagen wir es Mal so. Im Verhör und alles nicht,aber als wir dann in die Küche sind hat sein lächeln nachgelassen. Ich habe ihn dann auf die Narbe aufmerksam gemacht und er hat mir die Story erzählt. Erst dachte ich er hatte alles gut verarbeitet,aber dann sah ich Trauer und ich glaube sogar Schmerz in seinen Augen.", erzählte ich. ,,Hmm das ist komisch. Er hatte das doch alles wirklich längst verkraftet. Er hat sogar eine Bestätigung vom Psychologen.",sagte Stephan und ich zuckte nur mit den Schultern. Ich kannte ihn ja noch nicht lange. ,,Du ich muss noch den Bericht schreiben.",meinte ich und ging ins Büro,damit ich den Papierkram erledigen konnte.
Pov Stephan
Da stand er immer noch. Irgendwie so verletzlich aber doch so stark. Ich ging in die Küche und legte Moritz meine Hand auf seine Schulter. ,,Hey kleiner was ist los?",fragte ich. ,,Ach nichts alles gut.",murmelte Moritz und schaute abwesend aus dem Fenster. ,,Das glaube ich dir nicht.",Wiedersprach ich. Er drehte sich zu mir und ich konnte tatsächlich Trauer und Schmerz in seinen Augen sehen. ,,Meine Mutter hatte gestern einen Unfall und ich habe gerade dich Nachricht bekommen,dass sie... Sie es nicht überlebt hat.",meinte Moritz und brach weinend auf dem Boden zusammen. Ich setzte mich neben ihn und nahm ihn in den Arm. ,,Ssschh ganz ruhig.",meinte ich und strich ihm über den Rücken. Er beruhigte sich allerdings nicht sondern weinte immer mehr und immer stärker. Ich zog ihn zu mir und er vergrub seinen Kopf in meiner Brust. Ich streichte ihm durch die Haare und über den Rücken. Ich konnte es nicht fassen,dass es meinem besten Freund so schlecht ging. Das tat mir in der Seele weh. Plötzlich standen auch noch andere Kollegen in der Tür ,aber Klaus scheuchte sie weg und schloss die Tür. Langsam beruhigte Moritz sich und schaute hoch. Seine Augen waren gerötete und geschwollen vom weinen und er war total blass. Ich stand kurz auf und machte ihm einen Tee. Den nahm er dankbar an und schaute gedankenverloren auf den Boden. ,,Was ist denn passiert?",fragte ich vorsichtig. ,,Sie war wohl einkaufen und dann hat irgendwer ihr die Vorfahrt genommen. Sie hat noch gebremst ,aber sie sind wohl trotzdem kolidiert,meinte ein Zeuge. Der Unfallverursacher ist einfach weg gefahren.",erzählte Moritz schluchzend. ,,Hat der Zeuge denn das Kennzeichen nicht gesehen?",fragte ich und Moritz schüttelte den Kopf. Er hatte seinen Tee ausgetrunken und die Tasse neben sich gestellt. Ich hatte seine Mutter nie kennengelernt,aber ich wusste aus Erzählungen,dass sie eine tolle Frau war und immer für Mo da war. Sie war wohl die perfekte Mutter. Moritz hatte sich langsam etwas beruhigt und ich zog ihn hoch. ,,Willst du lieber heim fahren?",fragte ich ihn. ,,Nein , ich kann jetzt nicht Zuhause rumsitzen und nichts tun. Ich brauche die Arbeit.",antwortete Moritz und ich nickte verstänisvoll. Arm in Arm traten wir auf den Flur raus,wo sich die Kollegen versammelt hatten.
,,Willst du es den anderen erzählen oder soll ich sie weg schicken ?",fragte ich. ,,Ich erzähle es ihnen.",meinte Moritz. ,,Okay im Besprechungsraum wäre es denke ich am besten.",meinte ich und Moritz nickte zustimmend. ,,Okay Leute alle die gerade hier auf der Wache sind einmal bitte in den Besprechungsraum. Moritz möchte euch was erzählen.",meinte ich.
Die Kollegen schauten erst leicht irritiert ,machten sich dann allerdings auf den Weg in den Besprechungsraum und sammelten dabei auch noch die anderen Kollegen aus den Büro etc. ein. Einige setzten sich hin und andere stellten sich an sie Wände. Moritz und ich traten nach vorne und unsere Kollegen schauten uns gespannt an. Moritz schaute mich an und ich nickte um ihm Mut zumachen. Er holte tief Luft und sagte dann:,,Also wie einige gemerkt oder auch gesehen haben ,geht es mir nicht so gut. Das liegt daran,dass... Dass meine Mutter gestern einen Autounfall hatte und gerade eben verstorben ist." Er drohte wieder zusammenzubrechen. Schnell hielt ich ihn fest und umarmte ihn. Ich sah,dass die Kollegen ziemlich geschockt waren und keiner wusste,wie sie sich verhalten sollten.
Moritz beruhigte sich wieder und die Kollegen nahmen ihn nacheinander in den Arm. Als alle draußen waren wollte Klaus gerade was sagen. Dazu kam es allerdings nicht mehr,da Moritz vor meinen Augen umkippte. Ich konnte ihn gerade noch auffangen und ihn behutsam auf den Boden legen. Wir lagerten seine Beine hoch und Hannah holte ein Wasser ,damit Mo was trinken konnte,wenn er zu sich kam . Zum Glück kam er auch nach etwa einer Minute wieder zu sich und wir gaben ihm direkt das Wasser. ,,Geht's wieder?",fragte ich nachdem er getrunken hatte. Er nickte und stand langsam auf. ,,Also Moritz wenn es nicht geht sag bitte bescheid,dann gebe ich dir frei.",meinte Klaus. ,,Ne danke es geht schon.",meinte Moritz und ging wieder ins Büro. ,,Hannah,Lia,Stephan und Robin ihr habt bitte ein Auge auf ihn.",meinte Klaus streng und ging. Auch wir gingen wieder ins Büro,wo Moritz an irgendeinem Bericht saß.
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Heroes
FanfictionHauptpersonen: Moritz ,Lia in dieser Geschichte wird es darum gehen,was sie alles leisten. Ich sage nur keinen Gewalt gegen Retter. Es soll eine Lustige und Spannende Geschichte mit Ernstem Hintergrund werden Mal schauen ob es mir gelingt. Als ich...
