Teil 16

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„Sie werden bewusstlos!", kreischt Penelope der armen Emily ins Ohr, da beide das Geschehen am Bildschirm beobachten. Sie haben Herzrasen während des Kampfes und sind unglaublich froh, als Spencer dann endlich die Schaltzentrale findet. Prentiss rennt zur Haustür und stellt sich hinter das Squad-Kommando. Sobald sich die Tür öffnet, stürmen sie das Haus. Jeder Raum wird gesichert und als sie den richtigen Raum finden, stürzen sich direkt mehrere Polizisten auf Johnson. „Bringt ihn nicht um!", ruft Emily, „Wir brauchen ihn noch." Dann fällt sie Hotch in die Arme. „Ich dachte, ich hätte euch verloren. Tut das nie wieder!" Erst als Aaron ihr vorsichtig mit seinem Daumen über die Wange streicht, fällt ihr auf, dass sie weint. Sie schauen sich in die Augen. In allen vieren strahlt Liebe, Freundschaft und vor allem Dankbarkeit. „Danke", murmelt Hotch nun auch endlich. Dann wird er von einem Polizisten gestützt, der auch die Handschellen löst und nach draußen zu den Sanitätern gebracht. Schnell umarmt sie auch die anderen. Sie hätte es nicht verkraftet, einen von ihnen zu verlieren. Nur, weil sie nicht schnell genug darauf gekommen ist, dass das Symbol für die BAU stand. Sie verlässt mit David das Haus, da er schon fast getragen werden muss.

Am nächsten Tag ist nur noch David im Krankenhaus. Das restliche Team will endlich Johnson befragen. „So, nun unterhalten wir uns mal!", sagt Derek und lässt die Akte auf den Tisch fallen, sodass sie mit einem Klatschen aufschlägt. Doch Johnson schüttelt lachend den Kopf. „Nein, werden wir nicht. Ich rede nur mit Agent Prentiss und Agent Jareau. Die anderen können gerne hinter der Scheibe stehen, aber ich will meine Ladies sehen." Agent Morgan schlägt wütend mit der Faust auf den Tisch und will den Officer zu recht weisen, da legt Hotch ihm seine Hand auf die Schulter. „Ist okay", murmelt er leise. Also verlassen sie den Raum, was Derek gar nicht gefällt und die beiden Frauen treten ein. JJ hat aus einem natürlichen Beschützerinstinkt ihre Hände auf den Bauch gelegt. „Keine Sorge, ich kann Ihnen nichts tun", meint Johnson schmunzelnd und hebt die Hände ein Stück, was die Handschellen zum Klimpern bringt. „Sie wissen, was Sie erwartet?", fragt Emily, um auf das Thema zu lenken. „Ja schon klar, aber wissen Sie überhaupt, was ich getan habe?", reagiert er mit einer Gegenfrage. „Sie haben vieles getan. Sie werden angeklagt, wegen des Mordes an Rachel Golding und-" „Sie haben ein junges Mädchen brutal erstochen und vorher noch misshandelt und ihr BAU in die Stirn geritzt.", unterbricht JJ ihre Kollegin. „Genau darauf wollte ich hinaus.", nickt Johnson ab und fordert sie auf, weiterzusprechen. „Danach haben Sie ein zweites Mädchen entführt und schlimm entstellt. Sie wird davon ewige traumatische Erinnerungen und vielleicht Psychosen davontragen.", führt Jennifer fort, „Die Mädchen sahen Ihrer Schwester ähnlich, als diese 16 war und verschwand. Mit ihrem Lover, der sie vergewaltigte und schlug. Da sie niemandem die Schuld geben konnten, gaben Sie sie uns, dabei war es die Entscheidung Ihrer Schwester. Die hat sich dann 10 Jahre später gemeldet, als ihr Lover verstorben und sie reich war. Weil sie schlimme Gewissensbisse hatte und sie es nur verschlimmert haben, hat sie Ihnen bei Ihren kranken Plänen geholfen. Sie hat uns gestalkt, Fotos von uns und unseren Familien gemacht. Nachdem Ihre Schwester angeblich Suizid begangen hat, wobei ich glaube, dass Sie sie ermordet haben, haben Sie Rachel entführt. Damit haben Sie uns in die Stadt gelockt. Sie haben vier meiner Kollegen und engsten Freunde entführt, schwer verletzt und kranke Spielchen mit uns getrieben. Addison, der Arzt, den Sie angeschossen haben, hat zwar überlebt und ist auch nicht querschnittsgelähmt, aber seine Nerven haben erhebliche Schäden genommen, sodass er nie wieder jemanden behandeln kann. Sie haben so viele Leben ruiniert! Und am Ende haben Sie sich doch so leicht überlisten lassen." JJ spricht voll Abscheu und der sorglose, ungerührte Ausdruck in seinem Gesicht, steigert ihre Wut ins Unermessliche. „Haben Sie schon mal daran gedacht, dass ich mich freiwillig habe schnappen lassen? Dass ich mit Absicht eine Lücke in meinem Abhörsystem hatte? Dass ich mich mit Absicht so früh zu erkennen gegeben habe?", sagt er und schaut sie an, als wäre sie ein dummes Kind. „Wozu hätten Sie das tun sollen? Sie werden die Todesstrafe bekommen, wir sind hier in Texas.", wendet Emily ein. „Aber davor werde ich als Held gefeiert. Ich habe Polizisten gefoltert." „Nachdem Sie Kinder ermordet haben und selbst einige Leute ins Gefängnis gebracht haben als Polizist. Das ist nicht der Grund." „Gut erfasst, meine liebe Prentiss. Ich wollte noch einmal Ihre leidenden Gesichter sehen, wenn Sie bemerken, dass Sie dem Unglück, mir, nicht entkommen können.", er lacht, wie ein Besessener, „Eine Sache haben Sie über meine Schwester nicht erwähnt, Agents. Sie war schwanger, aber ihr Kind wurde mit Tabletten ermordet. Wie geht es eigentlich Ihrem Kind, Agent Jareau? Soll ich Ihnen noch ein Glas Wasser holen?"

Mutprobe - Criminal Minds Fan FictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt