Noch immer etwas überfordert von den gestrigen Erlebnissen wachte ich heute auf. Gestern waren wir, nachdem wir noch eine Weile auf der Terrasse standen, wieder hinein gegangen und hatten uns noch eine Weile unterhalten. Außerdem hatte meine Mutter mir noch ein paar weitere Orte des Klosters gezeigt, während mein Vater und Saiana zurück in die Halle gegangen waren. Während wir also durch das Klosters gegangen waren hatte sie mir erzählt, das sie ebenfalls früher hier gewesen war und auch unterrichtet wurde. Dann erzählte sie mir ein bisschen von ihrer Zeit hier und eröffnete mir schließlich, dass ich ab sofort auch hier unterrichtet werden würde.
Wie zu erwarten war ich war ich erst mal überfordert von der Nachricht und hatte schließlich gefragt, warum ich hier unterrichtet werden sollte und was sie mein Vater und meine Schwester tun würden. Außerdem hatte ich gefragt, warum wir so überstürzt aufgebrochen waren und warum genau wir hierher gekommen waren.
Auf meine zweite Frage hatte sie geantwortet, dass sie unten ins Tal ziehen würden, da es nur für die Schüler, Lehrer und einige wenige andere Person erlaubt sei hier im Kloster zu wohnen. Auf die anderen Fragen hatte sie nur geantwortet, dass diese sich noch klären würden. Dann waren wir wieder zurück zu den anderen gegangen.
Den restlichen Abend hatte ich mich auf nichts mehr richtig konzentrieren können. Das war wohl auch den anderen aufgefallen, sodass sich unsere Gruppe bald aufgelöst hatte. Meine Familie begleitete mich noch auf mein Zimmer, doch auch nachdem sie gegangen waren lag ich noch lange wach. Schlussendlich hatte ich es trotzdem geschafft einzuschlafen.
Als ich dann heute morgen von einem energischen Klopfen an der Tür geweckt wurde fühlte es sich so an als hätte ich kaum geschlafen. Erneut klopfte es an der Tür.
„Ja ja ich komm' ja schon." nuschelte ich, zog mich hoch und schleppte mich zur Tür. Vor der Tür stand ein Junge, den ich etwa auf mein Alter schätzte im Gegensatz zu mir sah er jedoch ziemlich wach aus. „Ich soll dich abholen." Ich nickte nur verschlafen. „Das solltest du anziehen." sagte er und hielt mir einen Kleiderstapel hin. Ich nickte erneut, nahm der Stapel an mich und schloss die Tür hinter mir.
In dem Stapel befanden sich ein einfaches, hellbraunes Leinenhemd sowie eine Hose, ein paar Stiefel und ein Ledergürtel. Nachdem ich mich umgezogen hatte trat ich erneut vor die Tür. „Was soll ich mit meinen anderen Sachen machen?" „Lass sie einfach hier sie werden dir in dein neues Zimmer gebracht." Abermals nickte ich und folgte ihm. Er brachte mich zurück in die große Halle in der wir gestern schon waren. Diesmal war die Halle jedoch wesentlich gefüllter. Etwas mehr als 60 Jungen und Mädchen saßen in der Halle verteilt.
Der Junge führte mich durch die Halle und mehrere Gänge hindurch bis wir vor einer eher unscheinbaren Tür standen. Der Junge klopfte an und hinter der Tür waren Schritte zu hören. Die Tür öffnete sich und vor uns stand ebenjener alte Mann, den ich bereits gestern getroffen hatte. Der Junge verbeugte sich leicht „Ich habe ihn hergebracht wie Ihr wolltet, Meister." „Danke mein Junge." Der Junge verbeugte sich erneut, drehte sich dann um und ging zurück in Richtung der Halle. Dabei drehte er sich nochmal um rief mir ein „Bis Später." zu. Ich drehte mich wieder dem alten Meister zu, der mittlerweile ein paar Schritte auf den Gang hinaus gemacht hatte.
„Deine Mutter hat dich bereits ins Kenntnis darüber gesetzt, dass du ab sofort hier unterrichtet werden wirst?" Seine Frage war eher eine Aussage trotzdem nickte ich. Er fuhr fort
„Es gibt fünf Meister hier im Kloster. Jeder der Schüler wird einem der Meister zugeteilt. Sobald du einem der Meister zugeteilt wirst, bekommst du den Novizen Status und du wirst solange bei ihm lernen, bis er deine Ausbildung für abgeschlossen erklärt und du eine von deinem Meister ausgesuchte Abschlussprüfung abgelegt hast, die dein Können unter Beweis stellt. Je nachdem wie diese Prüfung ausfällt und dein Meister dich beurteilt, erhältst du danach deinen Rang." er machte eine kurze Pause, in der ich versuchte meine Gedanken zu ordnen und fuhr dann erneut fort „Bevor du allerdings einem der Meister zugeteilt wirst, wirst du eine Prüfung absolvieren, damit wir dich einschätzen können. Hast du bis hierhin alles verstanden?" ich nickte noch immer leicht überfordert „Ja ich denke schon." „Ah, noch eine Sache für den Anfang" fügte er hinzu, „du musst alle Meister auch mit dem Titel ‚Meister' anreden, verstanden?" fragte er mit einem leichten Lächeln aber auch einer gewissen Strenge in der Stimme.
DU LIEST GERADE
Die Schönheit der Magie
Fantasy"Lass mich dir eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte vom Anfang des Universums und dem Ursprung der Magie.[...] Lass mich dir eine Geschichte der Schönheit und des Lebens erzählen und dir eine neue Welt zeigen, eine wundervolle, magische Welt! "
