,,Hey, ich habe Dich lieb, das weißt Du, oder ?", ich antworte erstmal nicht um ihm klar zumachen das soetwas neu für mich ist, doch er will nicht verstehen. ,,Das ist ein neues Gebiet für mich." ,,Du willst mir ernsthaft erklären, das vereehrteste, schönste, schlauste, begehrteste und liebreitzenste Mädchen von unserer Schule, ach was red ich da von unserer Welt, hatte noch nie einen Freund ?" Ich werde rot und sage mit verschämter Stimme: ,,Ich hätte nie die Zeit dafür gehabt und es wäre auch immer eine Lüge zwischen meinem Freund und mir gewesen, über die ich nun mit Dir geredet habe." Er nimmt mich in den Arm und küsst mich noch mehr. Es ist noch immer zart, doch ich merke das er fordernder wird. Er wird doch nicht schon jetzt über mich herfallen wollen ? Als er merkt wie ich versteife, nimmt er mich in den Arm und frgt mich mit einem Blick, der Engel wiederbeleben könnte: ,,Wenn Du etwas nicht willst, dann kannst Du es mir sagen. Es ist nur ich warte schon so lange auf diesen Moment." Als sein Blick immer trauriger wird, kann ich ihm den Wunsch nicht mehr stehlen, ich will es ja auch schon lange, doch habe mich nie getraut. ,,Komm, aber wehe Du bist zu stürmisch." Als ob er mir irgendetwas antun könnte, er liebt mich. Mit Engelszarten Bewegungen schlingt er seinen Körper um Meinen. Wir befreien unsere Körper hastig von unseren Klamotten, die zuvor noch nie so lästig waren. Wir taumeln in den Armen aufs Bett. Wir schmiegen uns aneinander, irgendwann wird unser Atem einer und wir schlafen ein.
Am nächsten Morgen als ich aufwache, ist er weg. Ich laufe durch das Haus und öffne. Die Türen wo ich das Bad finden könnte. Nach einer Zeit möchte ich fast aufhören zu suchen, doch dann öffne ich eine Türe. Der Anblick auf mich muss Grauenvoll sein, ich stehe mit Wirren Haaren, einem viel zugroßen Shirt von Sven und zusammengekniffenen Beinen da, da ich aufs Klo muss. Am Tisch sitzt nicht wie erhofft Sven, sondern ein Junge, den ich nur vorübergehend kenne. Ich überlege woher ich ihn kenne, da beantwortet er mir die Frage die ich mir grade gestellt habe. ,,Krankenhaus",höre ich aus seinem Mund brüchig zu mir herüber. Wie eine Sterschnuppe vor den Augen, fällt es mir ein, er war im Krebsabteil im Krankenhaus. ,,Hey, bist Du schon wach?",ertönt Svens Stimme hinter mir. Ich drehe mich mit offenem Mund um und würde ihn am liebsten Ohrfeigen, dass er mir nicht erzählt hat, was mit einem Bekannten von ihm ist. Er nimmt mich in den Arm, bevor ich abwehren kann und küsst mich auf den Mund. ,,Dein Bekannter hier hat noch ein sehr gutes Gedächniss in Sachen Krebs.",als ich das sage schaut er an mir erstarrt vorbei. Als er anfängt durch das Zimmer auf und ab zu laufen, verstehe ich die Welt nicht mehr. ,,Robin, was machst Du hier ? Du würdest doch noch garnicht entlassen!", seine Stimme klingt hohl aber nicht wütend, trotzdem schafft er es eine schneidende Kälte hinein zu legen. ,,Möchtest Du mir nicht erstmal Deine Freundinn vorstellen ? Ich vermute Bruder, es ist die von der Du mir schon so lange erzählt hast. Aber irgendwie Krieg ich es nicht in meinen Kopf rein, dass ich nicht mehr lange am Leben bin und Du eine Freundin hast.",sagt. Robin sein Bruder. Mir spukt das Wort Bruder immer wieder durch den Kopf, nein er hat mir nie von ihm erzählt. Mir kommt etwas in den Sinn, sein immer Zuspätkommende kommen muss ja auch einen Grund gehabt haben. ,,Sven antworte mir ehrlich, ich habe Dir auch mein Geheimnis anvertraut. Bist Du wegen ihm immer Zuspät gekommen ?",frag ich ihn mit Hoffnung und zugleich Trauer in der Stimme. Bevor Sven mir antworten kann fragt sein Bruder: ,,Was für ein Geheimnis kannst Du denn schon haben, dass an Seins ran reicht?". Bevor ich Wiedersehen kann laufen mir die Tränen runter. ,,Das ich wahrscheinlich genauso zum Tode verurteilt bin wie Du und dass ich meine Oma und meine Mutter so verloren habe und die letzten Atemzüge mit Ihnen geteilt habe, das ich ihn erst jetzt mein Herz aussschütten konnte. Reicht Dir das?",meine Stimme ist schneidend doch trotzdem fest. Als ich nicht mehr die Last ertragen kann, das Sven so ein Leid wie mir wiederfahren ist erfahren wird, lässt mich umklappen. Nun liege ich heulend und mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. ,,Sven, ich möchte das Du weißt, das die Tränen nicht für mich sind, sondern für Dich. Ich. Habe Angst Dich so zu verletzen wie es meine Mutter und meine Oma taten. Ich habe Dich lieb."
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Schmerz lass nach
Teen FictionDas Leben von Anna wird jeden verdammten Tag aufs neue mit dem Thema ,,Krebs" durchkreuzt. Ihre Mutter starb vor ein paar Jahren. Zuvor hat sich ihr Vater von ihrer Mutter getrennt und als Arschloch erwiesen. Und nun ist ihre herzensgute Oma dran.
