Er trägt mich zu sich nach Hause, wo ich noch nie in meinem Leben war. Er hat einen Vater der trinkt und eine Mutter, die nie Zuhause ist. Er hat mir vor kurzem erzählt, dass er von seiner Mutter rausgeworfen wurde. Er öffnet die Tür. Obwohl ich seid über 5Jahren mit ihm befreundet bin war ich noch nie hier. Er trägt mich in sein Zimmer und legt mich auf sein Bett. Bei jedem anderen Jungen hätte ich das Betreten eines für mich fremden Hauses nicht einfach so zugestimmt. Bei jedem anderen Jungen würde ich auch irgend welche bösen Taten erwarten, doch bei ihm, nein, ich vertraue ihm und liebe ihn wie ein Teil meiner Familie.
Ich würde auch mit ihm zusammen sein, wenn ich nicht wüsste, das unsere Liebe hoffnungslos wäre und ich sowieso ihn nur Todtraurig zurücklassen könnte. Ich könnte es nicht ertragen ihm so einen Schmerz zuzufügen und ihn danach nicht trösten zu können.
Nach einer Zeit bin ich ausgeheult und schaue ihn an. Er schaut mich fragend und zugleich Hilflos an, diesen Blick kenne ich leider schon sehr gut. Es ist der Blick meines Vaters. So hatte er meine Mutter angeschaut wo er merkte, das sie ihm etwas wichtiges verheimlichte.
,,Kannst Du mich bitte anders anschauen Sven ?", sage ich zu ihm obwohl ich schon jetz weiß, dass er das erst machen wird, wenn ich ihm alles erzähle. ,,Welche Krankheit Anna, was meinte Deine Oma damit ?",der Blick von meinem Vater verschwand auf seiner Stirn, er wurde abgelöst von einem Liebevollen und zugleich ängstlichem Blick. ,,Ich habe es Die verschwiegen, da och Dich lieb habe und Dich nicht verletzen wollte. Also, Du weißt ja das meine Mom Krebs hatte und nun hatte meine Oma auch Krebs und beide sind daran gestorben. Was Du jedoch nicht weißt, meine Oma ist Väterlicherseits. Nun jetzt habe ich von beiden Elternseiten jemanden der Krebs hat. Das heißt für mich, meint mein Doc. Das es höchstwahrscheinlich ist, dass ich auch Krebs bekomme und daran sterbe." Bei dem letzten Satz kann er sich nicht mehr halten und heult los. Ich habe ihn noch nie weinen sehen. Zwischen einpaar Schluchzern sagt er: ,,Ich liebe Dich auch, schon sehr, sehr lange". Kurzdarauf nehme ich meinen Mut zusammen und nehme ihn in die Arme. Als er sich auch ausgeheult hat fragt er: ,, Willst Du mit mir Zusammen sein Anna ? Es ist die schöne Zeit die es ausmacht, nicht das voneinander abschiednehmen." Ich merke wie mir die Tränen langsam die Wngen runter laufen. Er wischt sie mir ab. ,, Natürlich würde ich ja sagen, doch ich möchte Dich doch nicht verletzten." Er sagt nichts mehr, sondern zieht mich nur zu sich und küsst mich sanft.
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Schmerz lass nach
Novela JuvenilDas Leben von Anna wird jeden verdammten Tag aufs neue mit dem Thema ,,Krebs" durchkreuzt. Ihre Mutter starb vor ein paar Jahren. Zuvor hat sich ihr Vater von ihrer Mutter getrennt und als Arschloch erwiesen. Und nun ist ihre herzensgute Oma dran.
