DrownedInStorys
Niemand zieht freiwillig nach Eldermere. Schon gar nicht, wenn dort jedes Jahr Kinder verschwinden.
Als Liora mit ihrer Mutter in das abgelegene Internat auf den sturmgepeitschten Klippen ziehen muss, lässt sie London, ihre Freunde und jedes Gefühl von Normalität hinter sich. Stattdessen warten ein zugiger Schlafsaal am Ende eines dunklen Ganges, heulender Wind, ein Meer, das zu flüstern scheint - und ein Junge, den sie in der Ankunftsnacht in den Wellen verschwinden sieht.
Je länger Liora in Eldermere bleibt, desto weniger kann sie den Stimmen entkommen, die aus dem Meer zu ihr dringen. In den Fluren kursieren Geschichten über „Gezeitenkinder", über Schüler, die einfach nicht mehr zum Unterricht erscheinen. Die Schulleitung spricht von Unfällen und Stürmen. Die Schüler reden leise. Oder gar nicht.
Nur Caelan - blass, misstrauisch, mit Narben, die mehr verraten als seine Worte - warnt Liora vor dem, was hier wirklich geschieht. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto deutlicher wird: Eldermere ist kein Neuanfang. Es ist ein Kreislauf.
Und irgendetwas im Meer hat ihren Namen schon viel länger gekannt, als sie es für möglich hält.