Teil 4

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Ich sah den Boden immer schneller auf mich zu kommen. Also naja eher anders herum. Ich kam dem Boden immer schneller entgegen. Ich hielt die Arme vor mein Gesicht, pff. Als ob das irgendwie helfen würde.
Kurz bevor ich auf dem Boden aufprallte, spürte ich Hände an meiner Hüfte, die meinen Sturz abbremsten. Huh? Durch den Druck der durch eine reisen Flame erzeugt wurde, verloren wir an Geschwindigkeit und fielen viel gedämpfter, als erwartet auf den Boden. Holy! Mit zitternden Armen stützte ich mich von Boden ab und atmete hektisch die Luft ein, die mir die vergangenen Momenten gefehlt hatten. "Alles okay?", fragte Julien mich leicht außer Atem und strich mir die Haare aus dem Gesicht. Ich nickte nur und atmete weiter den Sauerstoff ein, während er sich schon wieder aufstellte und sich den letzten Wachen stellte. Ich bekam nicht mal einen kleinen Kieselstein ab, so sehr bemühte er sich mich zu beschützen. Und irgendwie... war ich ihm nicht nur dankbar dafür. Nein, Ich verliebte mich dadurch nur noch mehr in ihn. Ich fühlte mich ihm immer mehr zu ihm hingezogen.
Es mag Kindisch klingen, aber er war. Einfach mein Retter in der Not. "Wir müssen hier weg!", meinte er dann plötzlich und nahm mich wieder im Brautstyle hoch. Mit kräftigen sprüngen gelangen wir schnell und sicher die Treppenebenen nach oben. Ich krallte mich währenddessen immer mehr an ihn und beobachtete die ganzen Feuerbälle, Wasserbomben und Erdbrocken, die immer an uns vorbei schossen. Und zu unserem Glück wurden wir nicht davon getroffen. "Okay, Kaji. Halt dich jetzt richtig fest!", meinte er, als er oben angekommen war und rannte durch den kurzen Tunnel, der kurz vor einem hellem Licht war. Hä? Waren wir etwa schon am Ausgang? Erst jetzt wurde mir klar, dass wir uns auf einer Insel befanden. "Warum soll ich mich de-", fing ich an, doch unterbrach mich selber, als Julien plötzlich ohne zu zögern von einer riesigen Klippe runter sprang. Laut fing ich an zu schreien, krallte mich feste an den Mann, der mich in den Armen hielt und ignorierte so gut es ging das ekelhafte Gefühl im Magen der Schwerelosigkeit. Warum sprang er denn einfach so runter?!?! Als plötzlich unter uns ein Felsvorsprung kam, bremste er sich wieder mit den Feuerbändigen ab, doch schaffte es nicht rechtzeitig uns abzubremsen. Weswegen wir mit einer schmerzhaften Geschwindigkeit auf den wie  Vorsprung aufkamen. ARHHG! Bevor wir uns aber etwas brachen, warf er mich ab so das wir uns abrollen konnten. Julien knallte viel heftiger auf, wahrscheinlich konnte er selber einfach nicht mehr. Was ja auch verständlich war. Er hatte viel zu viel Kraft verbraucht. "Tut dir was weh?", fragte er mich, wobei die Frage eher ihm gelten sollte. Wortlos schüttelte ich meinen Kopf und spürte dann, wie er mich wieder hoch nahm und mit mir weiter herunter sprang, was aber nur ein Minisprung war. "Du musst jetzt den Mund halten, damit uns niemand entdeckt, Okay?" "J-ja-", murmelte ich und hörte von oben dann die ganzen Wachen schreien, während wir durch die Bäume liefen und gar nicht mehr langsamer wurden. Im Gegenteil, ich hatte sogar das Gefühl, wir wurden immer schneller. "Werde ich dir nicht zu schwer, wenn ich." - "Pshhht!!", unterbrach er mich zischend und ließ mich damit auf die Lippe beißen.
Ach ja, ich sollte ja meinen Mund halten. Kurze Zeit später, in der er nur gerade aus gelaufen war, kam er an einem Strand an. "Hier findet uns niemand. Es ist den Wachen verboten, hier her zu kommen.", atmete er flach und setzte mich dann auf den Steg ab, bevor er meinen Fuß ins Wasser tauchte. Uff, tat das gut. "Geht's so?", fragte er mich und setzte sich neben mich, bevor er seine Kapuze von Kopf Strich. "Mhm, besser.", bejahte ich die Frage, doch achtete gar nicht richtig auf die Schmerzen, sondern sah ihm in seine Augen. Ohne ihn überhaupt zu fragen, nahm ich im die Maske vom Gesicht. Was er auch zuließ. Mit dem Fingern fuhr ich meinem Retter durch die Haare, die vom Kampf und dem Gerenne total Warm und verschwitzt waren. "Danke, dass du mich gerettet hast. Ich wüsste nicht was mich erwartet hätte. Die schmerzen. Ich hab früher immer nur grausame Geschichten von dem Ort gehört", lächelte ich und spürte dann, wie er seine Hand an meinen Nacken legte. Sofort bekam ich an der Stelle Gänsehaut und fing breiter an zu lächeln. "Glaub mir, für mich wäre es auch eine Qual gewesen, dich zu quälen.", Er strich mit seinem Daumen über meine Wange, wie ich es bei ihm tat. "Du bist, mein Lebensretter." Schmunzelte ich und bemerkte wie wir uns gegenseitig in den Augen verloren. Er hat wirklich verdammt intensive Augen. "Dafür hast du mich völlig um den Verstand gebracht. Ich glaube wir sind Quitte." Flüsterte er, langsam ging sein Blick auf meine Lippen was ich ihm gleich tat. Wieder schlug mein Herz schneller als normal, er kam mir immer näher und ich konnte seinen, immer noch schnellen, Atem auf meinen Lippen spüren. Ob es das richtige ist? Pff, keine Ahnung. Aber in diesem Moment. Fühlte es sich einfach gut an. Ehe ich weiter darüber nachdenken konnte lagen auch schon seine Lippen auf meinen. Sofort stockte mir wieder der Atem, es fing alles zu kribbeln an und ein wahres Feuerwerk entfachte ihn mir. Ich legte meine Hand an seinen Hals und zog ihn näher an mich. Es fühlte sich einfach perfekt an. Nach einem sehr intensiven und innigen Kuss, der sich viel zu kurz anfühlte, löste er sich langsam von mir. Bettelnd nach mehr, lehnte ich mich ein Stück vor und erhaschte noch einen, wenn auch nur kleinen, Kuss.
Julien legte jetzt beide Hände an meinem Hals und lehnte dann seine Stirn an meine und wir schlossen die Augen. Eine Hand legte ich an seinen Armbeuge. Ich spürte immer noch seine druck auf meinen Lippen. "Warte hier. Ich schaue nach deinem Bruder, und kümmere mich um ein Boot, von dem könnt ihr dann fliehen. Die Route stelle ich euch ein. Ihr braucht dann nur noch dem Navi folgen.", Oh verdammt. Mein Bruder. Den hatte ich glatt vergessen. Aber wart, etwas enttäuscht sah ich auf. "I-ihr? Heißt das, du kommst nicht mit?" Er sah mir erst eine Weile in die Augen Ehe er den Kopf schüttelte und von mir ab sah. "Ich muss hier blieben und mich darum kümmern das ihr nicht verfolgt werdet.", "Was? Nein du-du musst mit uns kommen. Lass das alles hinter dir.", Nach der ganzen Rettungsaktion will er einfach hier blieben? "So einfach ist das nicht. Glaub mir wenn ich könnte würde ich sofort mit kommen. D-denn ich-" er sah mir wieder in die Augen und fing breit an zu lächeln. "Ich hab mich in dich verliebt." So muss sich ein Perfekter Moment anfühlen. "I-ich mich auch. In dich." Gestand ich und zauberte damit ihm ein noch breites lächeln auf die Lippen. Bevor ich ihn wieder am Kragen zu mir zog und ihn Küsste. Diesmal gingen wir gleich in einen Z-Kuss über und vertieften ihn. Nur, diesmal zogen wir ihn noch etwas in die Länge. Er schlang seine starken Arme um mich und drückte mich ganz dicht an sich. Doch auch dieser Kuss ging einfach viel zu schnell zu Ende. "Ich werde dafür sorgen dass du mit deinem Bruder sorgenfrei Leben könnt. Ich werde eure Akten löschen, ihr werdet dann nicht mehr gesucht und braucht euch nicht mehr versteckten." Er sah mir die ganze Zeit in die Augen und strich mir die einzelnen Tränen von der Wange weg. "D-du musst wirklich hier blieben?" Stammelte ich und griff seine Hand, die er an meiner Wange liegen hatte. Ich merkte wie meine Augen anfingen Nass zu werden. „D-du darfst nicht hier bleiben. Was wenn die es raus kriegen, was wenn sie-“
Sofort wurde ich von ihm in den Arm genommen. "Du musst jetzt stark sein, hörst du? Wir haben leider nicht viel Zeit. Ich gehe deinem Bruder helfen. Ich bringe ihm zum Boot und führe ihn zu dir, zusammen müsst ihr dann sofort abbauen. Um die Wachen kümmere ich mich." Mit immer noch zusammen gekniffen Augen nickte ich, spürte dann einen Kuss auf den Kopf und wurde aus seinem Arm gelassen. Schon jetzt sehnte ich mich nach mehr. Es tat so weh. "Pass gut auf dich auf, Ja? Versprich es mir." Waren die letzten Worte die ich von Julien hörte. Er schnappe sich wieder die Maske setzte sie sich auf und verschwand in die Richtung aus der wir gekommen waren. Jetzt war ich zwar in Sicherheit, aber alleine. Meine nächste Sorgen kreisten sich gleich um Marco, und die Frage ob Julien ihm Rechtzeitig fand und helfen konnte. Doch die Frage wurde dann schneller als gedacht beantwortet. Ein leises wummern von einem Motor kam immer näher und sofort erkannte ich Marco am Steuer eines Motorbootes. Sofort fing ich wieder an zu lächeln und Marco kam zu mir auf den Steg gesprungen. "KAJI!" Er hockte sich zu mir und nahm mich fest in den Arm. "Marco! Oh mein Gott. Ich hatte solche Angst du hättest es nicht geschafft.", Marco merkte schnell warum ich meine Füße im Wasser hatten und hob mich vorsichtig hoch. "Scheiße, tut es noch sehr weh?" Ich schüttelte nur den Kopf und wurde auf dem Sitzt im Boot abgesetzt. "Ich bring uns jetzt von hier weg!", Er starrte gleich wieder den Motor und Ruckartig fuhren wir auch schon los. "Das Boot, stand einfach so da. Schon vorbereitet, und Start klar. Ist das nicht cool?", Sofort fing ich an zu lächeln, musste an Julien denken und nickte. "Mhm." Ich sah nochmal zurück und erkannte wie gerade jemand aus dem Wald lief und am Steg Ende stehen blieb. J-Julien? Ich presste die Lippen zusammen, kämpfte stark gegen die Tränen an und sah ihm noch lange hinterher. Julien hob die Arme in die Luft und schoß atemberaubende Flamen in den Himmel. Das er imme rnoch so viel Kraft übrig hatte. Bevor ich aber noch weiter stumm trauern konnte zog mich Marco aus den Gedanken. "Oh mein Gott! Endlich FREEEI! WUUHU!" Ich drehte mich zu ihm und sah Marco wie er es richtig genoss wie der Wind durch seine Haare wehte. "Ich wusste gar nicht dass du Jungs so gut um den Finger wickeln kannst. Der Plan lief einfach Perfekt! Omg, haha!", Ich nickte und stimmte ihm zu. "J-ja, hätte ich, auch nicht gedacht." Tja, wenn man die Gefühle nicht spielen muss, kommt es halt, besser rüber...

-uff...da sind wir endlich am Ende angekommen. War vllt etwas aufwendiger, und länger als gedacht xD
-lasst'n Feedback da^^?

Love out of controlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt