Neue Unterkunft

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Ari und Kiran warten schon auf uns, als wir näherkommen, entdecke ich eine weitere Gestalt die neben ihnen steht. Wer ist den das?, frage ich mich. Ich schaue noch einmal genauer hin und entdecke, dass die Person, genauer gesagt, der Junge keine normalen Ohren hat, sondern große Spitzige, mit Fell! Kennen tue ich den nicht. Da fällt mir ein, dass Ari ja letztens etwas von ihrem neuen Freund Luka, erzählt hat. Vieleicht ist er das. Wäre ja möglich, dass er auch so ein seltsames Wesen ist. Ich schaue zurück zu Ari. Kiran anzusehen vermeide ich mal lieber! Sonst mach ich mich wieder vor allen zum Affen, oder die Stimme in meinem Kopf kommt zurück. Ari sieht auch irgendwie anders aus. Ich glaube ihre Augen sind grüner und ihre Ohren länger und spitzer geworden. Aber nicht so groß wir die von dem Jungen. Genau kann ich das aber auf die Weite nicht sagen. Ari entdeckt uns, tippt die beiden Jungen an und nickt in unsere Richtung. Kirans dreht seinen Kopf ein bisschen und sieht mich direkt an. Schnell schaue ich auf den Boden. Ja nicht hinsehen!, sage ich mir in Gedanken immer wieder. "Was hast du denn? Ich tue dir doch nichts!", höre ich plötzlich. Ich schaue erschrocken auf, und sehe direkt in das amüsiert grinsende Gesicht von Kiran. "Kannst du das mal BITTE lassen?", rufe ich ihm genervt zu. Die anderen schauen mich alle erstaunt an. Ups, denke ich. Die haben ja gar nicht gehört was Kiran in Gedanken zu mir gesagt hat. Toll, jetzt stehe ich wegen ihm schon wieder sau blöd da. Ich funkle ihn böse an, was ihn nur noch mehr zum Lachen bringt. Inzwischen sind wir bei den dreien angekommen. Ich umarme Ari erst. Dann fällt mir wieder ein, dass sie mich ja auch die ganze Zeit angelogen hat. Ich schaue sie sauer an. "Warum hast du das gemacht?", motze ich sie an. Sie sieht mich verwirrt an: "Was gemacht?" "Du hast mich die ganze Zeit über angelogen! Warum??", frage ich sie wütend. "Sky, es tut mir leid, aber ich durfte dir nichts sagen! Sonst wärst du schon viel eher in so einer Gefahr gewesen, wie jetzt." "Wie meinst du das?", frage ich verwirrt. Warum wäre ich in Gefahr gewesen, wenn ich es gewusst hätte?" "Du hast doch sicherlich bemerk, dass ich und die anderen auf einmal anders aussehen. Wir habe eigentlich schon immer SO ausgesehen. Du hast es vorher nur nicht sehen können. Ein Zauber deiner Eltern hat, deine Sicht geblendet. So konntest du wenigstens ein paar Jahre normal Leben. Die meisten Menschen können unser wahres Aussehen nicht wahrnehmen. Manche Ausnahmen gibt es, wie zum Beispiel deine Oma, sie verfügt auch über eine ungeblendete Sicht. Deshalb weiß sie auch von uns", antworte sie. "Und warum wäre ich deshalb in Gefahr gewesen?", frage ich immer noch verwirrt. "Sobald du weißt, dass wir existieren, wird auch der Zauber gebrochen, der den Phönix zurückhält und unterdrückt. Sobald der Phönix aus dir herausbricht, also du dich in einen rießigen, drachenähnlichen, perlmutfarbenen Greiffogel verwandelst, erscheint ein perlmutfarbenes Zeichen auf deiner Stirn. Es besteht aus kleinen ineinander verschlungenen Sonnen und Monden. Jedes übernatürliche Wesen wird dann sofort wissen wer du bist, wenn sie es nicht zuvor an deiner mächtigen Aura erkennen. Die entwickelt sich aber auch erst nach der ersten Verwandlung. Davor bist du noch einigermaßen sicher. Aber lange wird es nicht mehr dauern. Außerdem kann der Phönix die Gedanken anderer Wesen hören, wenn sie ihn rufen. Du kannst diese Stimmen aber auch abblocken. Das musst du aber trainieren. Außerdem hat ein Phönix eine zweite Hälfte. Einen Seelenverwanden. Die Gedanken dieser Person kannst du immer hören. Außer die Person möchte es nicht. Du kannst auch mit anderen über deine Gedanken Kontakt aufnehmen. Du musst nur an den Namen der Person, mit der du reden willst denken. So baust du eine Gedankenbrücke. Deshalb hast du früher auch immer diese Stimmen gehört. Das waren die Nagaaŕ, als sie den Phönix gerufen haben. Aber du hast gelernt die anzublocken, denn du hast mir je erzählt, dass die Stimmen verschwunden sind." Ich schaue sie erstaunt an und nicke: "Stimmt! Das sind sie!" Ari lächelt mich leicht an. Ich schaue zu dem Jungen mit den Fellohren. "Und wer ist das?" "Das ist Luka, mein Freund. Ich hatte dir doch von ihm erzählt, oder?", antwortet sie. Wusste ich es doch! Ich unterdrücke mit Mühe ein Grinsen. "Ja, hast du", gebe ich zurück. "Was für ein Wesen bist du?", frage ich an Luka gewandt. Er sieht mich freundlich an und sagt: "Ein Kerox. Das sind Mischwesen aus Elfen und Wölfen. Deshalb die Ohren!" "Die hab ich schon bemerkt! Sie sind schwer zu übersehen!", sage ich und grinse ihn leicht an. Er lacht und schaut Charlie dann fragend an: "Eine Frage! Wohin gehen wir jetzt eigentlich?" Charlie mustert uns nachdenklich: "Zu einem Haus in den Bergen. Es ist auf keiner Karte zu finden und mit Versteck- und Schutzzaubern belegt. Wenn man das Passwort nicht kennt, dann ist es nicht zu sehen. Habt ihr alles zusammengepackt?", fragt sie Ari, Kiran und Luka. "Na klar", antwortet Kiran. Ich sehe kurz zu ihm hin und gleich wieder weg, als er mir direkt in die Augen starrt. "Gut, dann fliegen wir los, wenn es dunkel wird. Ich habe drei kleine Drachen organisiert. Sie bringen uns zu dem Haus." DRACHEN!, denke ich aufgeregt. Was es wohl noch alles so gibt! Grany sieht mich grinsend an, als sie sieht wie ich auf das Wort 'Drachen' reagiert habe. Sie kennt mich gut genug, um zu wissen, was in mir vorgeht. "Kommt! Wie suchen uns einen Platz zum Warten bis es Dunkel wird!", sagt Charlie und geht los, wieder in Richtung Wald. Wir folgen ihr schnell zu einer Lichtung im Norden des Waldes, weit entfernt von der Stelle mit dem bewusstlosen Wolf. Als wir ankommen beginnt es bereits zu dämmern. Lange würden wir also nicht mehr warten müssen. Ich behalte Recht. Ungefähr eine halbe Stunde später nachdem wir angekommen sind wird es dunkel. Kurz darauf ist ein leises Rauschen über uns zu hören. Aufgeregt springe ich auf. "Die Drachen sind da!", rufe ich leise. Die anderen sehen mich überrascht an. "Woher weißt du das? Drachen fliegen absolut lautlos! Niemand kann sie hören. Ich sehe sie verwirrt an: "Doch! Ich habe sie gehört. Ein leises Rauschen von Flügeln über uns." Charlie sieht mich stolz an: "Deine Sinne verbessern sich! Die Verwandlung rückt immer näher. In ein oder zwei Monaten. Vieleicht in sogar schon in ein paar Wochen!" Ich schaue sie erstaunt an: "So bald schon?" "Wer weiß!", sagt Grany und zwinkert mir zu. "Meine Kleine wird erwachsen." Ich verdrehe die Augen. Ich bin nicht klein! "Grany! Du ...", weiter komme ich nicht, ich werde durch ein lautes Schnauben unterbrochen. Die Drachen sind auf der Lichtung gelandet und sehen uns fordernd an. Charlie geht tu dem am weitesten vorne stehenden Drachen hin und legt ihm die Hand auf die Nase. "Sie zeigt ihm durch die Verbindung zwischen ihren Körpern in Gedanken den Weg zu unserer neuen Unterkunft", flüstert mir Ari von hinten ins Ohr. "Ach so!", flüstere ich zurück. Charlie tritt von dem Drachen zurück und fordert uns auf, aufzusteigen. "Luka, Arietta, ihr nehmt dem kleinen, grünen Drachen da drüben. Luisa, du und Kiran, ihr nehmt den blauen und ich und Skriana nehmen den roten hier." Sie legt den Drachen vor sich die Hand auf die Schnauze. Luisa ist der eigentliche Name von meiner Oma. Aber ich nenne sie nie so. Charlie sieht mich prüfend an und winkt mich mit ihrer freien Hand zu sich. "Skriana, du musst zuerst austeigen. In den hinteren Sattel bitte." Ich nicke und schwinge mich mit Hilfe von Grany auf den roten Drachen. Er fühlt sich ganz samtig und warm an. Ich streiche ihm ganz vorsichtig über die Schuppen. Er gibt ein tiefes Brummen von sich, wobei sein ganzer Körper vibriert. Ich schreie vor Schreck auf und zucke zusammen. Charlie lacht leise los und sieht mich belustigt an. "Er mag dich!", sagt sie und schwingt sich vor mich auf den roten Drachen. Bei ihr sieht das wesentlich eleganter aus als bei mir. Charlie dreht sich nach den anderen um und fragt, ob sie startklar sind. Alle nicken und Charlie treibt unseren Drachen an. Die kühle Nachtluft zischt an uns vorbei jnd wir steigen immer schneller in den tiefschwarzen Himmel auf. Nach ein paar Stunden kommen wir endlich an. Mein Körper fühlt sich an, als wäre eine Horde Elefanten darüber getrampelt. Ich glaube es gibt keine Stelle an meinem Körper, die nicht weh tut. Als wir landen schaue ich mich verwundert an. Die Bergwerke auf der wir gelandet sind ist komplett lehr. Da fällt mir ein, das Charlie gesagt hat, dass man das Haus ohne Passwort nich sehen kann. Charlie steigt von dem Drachen herunter uns geht ein paar Schritte von den Drachen weg. Sie flüstert irgendwas. Plötzlich taucht ein paar hundert Meter weiter ein großes, weißes Haus, mit einem dunkelgrauen Dach auf. (siehe Bild) Ich starre das Haus überrascht an. "Kommt! Wir gehen hinein", sagt Charlie von unten. Alle steigen von den Drachen. Ich rutsche auch irgendwie hinunter. Ich bin schon froh, wenn ich auf den Füßen lande. Als ich unten bin gehe ich mit den anderen ins Haus. Charlie bringt die Drachen währenddessen in einen Stall neben dem Haus und gibt ihnen Futter und Wasser. In Haus angekommen gehen wir gleich alle in den ersten Stock und suchen uns ein Zimmer aus. Ich nehme gleich das erste, das ich finde und wünsche den anderen noch schnell eine gute Nacht. Ich lasse mich gleich erschöpft ins Bett fallen. Das Zimmer schau ich mir morgen an!, denke ich und schon fallen mir die Augen zu.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Jul 08, 2015 ⏰

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