Und ich will für eine Woche zu meinen Eltern," sagte ich, obwohl ich wusste, dass die Idee Amo ganz und gar nicht gefallen würde.
„Eine Woche," sagte Amo, aber an seinem Gesichtsausdruck konnte man deutlich sehen, dass ihm das viel schwerer fiel als gedacht.
Ich nickte nur.
ZEITSPRUNG 2 TAGE BEI DEN ELTERN
Ich bin hier und fühle mich gut, aber etwas fehlt. Ich wusste, dass ich mich mehr nach Amo sehnte, als ich zugeben wollte. Meine Eltern habe ich sehr vermisst, genauso wie sie mich.
„SORAYA," schrie Baba von unten.
„ICH KOMME," schrie ich zurück. Ich lief die Treppe herunter und sah die besorgten und strengen Blicke meiner Eltern.
„Habe ich etwas gemacht?" fragte ich verwirrt.
„Wir möchten, dass du dich von diesem Amo fernhältst," sagte meine Mutter.
Was? Ich dachte, sie mögen ihn. Es sind meine Eltern. Die Menschen, die immer für mich da sind und der Grund dafür, wer ich heute bin.
„Ich dachte, ihr mögt ihn," sagte ich, während mein Kopf gesenkt war.
„Soraya, liebst du ihn?" schrie mein Vater mich an.
„Ich? Nein, niemals," sagte ich. Woher zum Teufel soll ich das wissen?
„Besser so. Wir verbieten dir jeglichen Kontakt zu ihm und zu Leuten, die auch nur das kleinste Wort mit ihm gesprochen haben. Haben wir uns verstanden?" fragte er mich.
Diese Worte hallten im Raum und ich konnte nichts anderes tun, als nur zu nicken. Ich rannte in mein Zimmer und unterdrückte meine Tränen.
Ich griff zu meinem Handy und suchte den Kontakt von Amo.
Ich wählte seine Nummer und es klingelte genau zweimal, bevor er ranging.
„Ja? Ist alles gut?", fragte mich Amo besorgt.
„Halt dich ab jetzt bitte von mir fern", sagte ich mit Tränen in den Augen, die drohten, ihren Lauf zu nehmen.
„Soraya, bitte rede mit mir. So kann es nicht enden, ich liebe dich", sagte er.
„Wenn du mich wirklich liebst, wirst du akzeptieren müssen, dass wir beide nicht zusammen sein können. Bitte such mich nicht, bitte, Amo", sagte ich weinend.
„Bitte, Soraya", hauchte er nur noch ins Handy.
„Wir haben keine Zukunft. Bitte mach es mir nicht noch schwerer, als es ist. Lebe wohl", sagte ich, als ich auflegte und zusammenbrach.
Ich weinte und weinte.
Zeitsprung 4 Wochen
Die nächsten Wochen hörte ich auf zu essen, rauszugehen, mit meinen Eltern zu sprechen oder irgendetwas anderes zu tun als in meinem Bett zu liegen. Ich war gebrochen, aber ich war mir sicher, dass ich Amo mehr verletzt hatte, als ich zugeben wollte, und das war das, was mir am meisten wehtat.
Ein paar Mal hatte er sich noch bei mir gemeldet und versucht, mir einzureden, dass er alles tun würde, um mich zurückzubekommen. Aber ich wusste es schon.
Die Einzige, die bis heute dafür sorgt, dass ich ab und zu wenigstens ein bisschen esse, ist meine gute Freundin Elif.
Ich kenne sie schon wirklich sehr lange. Seit der ersten Klasse, um genauer zu sein. Ihr hatte ich es als Einziger, außer meinen Eltern, erzählt - naja, das mit Amo. Heute sind wir in der 13. Klasse und machen aktuell unser Abi, beziehungsweise hatten es vor der ganzen Sache mit Amo abgeschlossen. Mein Ziel ist es jetzt, Medizin zu studieren, was aber aktuell nicht möglich ist, da ich einfach noch nicht in der Lage bin. Trotzdem bin ich stolz auf mich, dass ich trotz der ganzen Situation nicht zu jeglichen Substanzen gegriffen habe.
Jetzt liege ich hier und warte auf Elif, die mir heute Morgen geschrieben hat, dass sie vorbeikommen möchte.
Ich stand auf und betrachtete mich im Spiegel. Ich sah mich mit Augenringen, zerzausten Haaren, den Klamotten, die ich seit einer Woche trug, und komplett abgemagert. Es erschreckte mich, aber ich hatte es nicht anders verdient. Vom ganzen Weinen waren meine Augen komplett rot geworden.
Gerade als ich meinen Pullover hochziehen wollte, um nachzuschauen, ob ich wirklich schon so dünn geworden war, öffnete sich die Tür und Elif stand dort, mich besorgt ansehend.
Ich fing an zu weinen, weil ich mich selbst so nicht mehr sehen wollte. Elif umarmte mich sofort.
„Das muss aufhören, Schatz", sagte sie.
„Ich kann nicht mehr und ich will nicht ohne Amo", sagte ich heulend. „Außerdem bin ich hässlich geworden, Elif", sagte ich schluchzend.
„Sag sowas doch nicht. Du bist wunderschön, Soraya. Ich weiß, was wir jetzt machen", sagte sie entschlossen.
„Was denn?", fragte ich sie.
„Wir machen dich jetzt richtig schön fertig und dann gehen wir Eis essen. Danach habe ich noch etwas, das ich ansprechen möchte."
„Elif, ich möchte wirklich nicht."
„Das sagst du schon seit vier Wochen, und heute kommt das zu einem Ende. Aufstehen, los", sagte sie und zog mich vom Boden hoch.
„So, erstmal gehst du duschen, und in der Zeit räume ich hier kurz etwas auf", sagte sie, während sie sich umschaute und etwas verzweifelt aussah. Kann ich verstehen.
Ich nickte nur und ging ins Badezimmer, nachdem Elif mir etwas zum Anziehen gebracht hatte.
Endlich ging ich unter die Dusche und wusch sorgfältig meine Haare und meinen Körper.
Nachdem ich fertig war, zog ich das Outfit an und war schockiert: Das Kleid, das mir damals noch viel zu klein war und das ich nicht zurückgeben konnte, passte mir jetzt perfekt.
Es war komplett weiß und lang, ohne Ausschnitt oder irgendeinen anderen Schnickschnack.
Ich kam heraus, mit geföhnten Haaren, und sah in Elifs Augen einen gewissen Stolz, der mich unglaublich glücklich machte.
„Du siehst so schön aus", sagte sie.
„Mhm", antwortete ich nur.
„Okay, jetzt kann ich dich schminken. Yay!", freute sie sich und schob mich zu meinem Schminktisch, wo sie mir signalisierte, mich hinzusetzen.
...
Als sie fertig war, schien sie sehr zufrieden zu sein. Sie wedelte mit ihren Händen neben ihrem Gesicht und bekam Tränen in den Augen.
„Ich bin so stolz auf dich, wallah", sagte sie. Ich sah sie schwach an und bekam auch automatisch Tränen in den Augen.
„Nein, du darfst jetzt nicht weinen, dafür siehst du zu gut aus", sagte sie lachend, während sie sich mit einer Serviette, die sie Gott weiß woher genommen hatte, ihre leichten Tränen wegwischte.
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Also erstmal sorry das ich solange nd mehr da war.💕
Wie findet ihr Elif?
Ist es grade langweilig?
(Jeder Körper ist schön!)
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Amo - Wenn nicht du,wer dann?
FanfictionSoraya, eine 19-jährige junge Frau, führt ein ganz normales Leben - zumindest glaubt sie das. Doch bald wird sich alles ändern. Wird sie ihr neues Leben akzeptieren können, und wie wird sie mit den Herausforderungen umgehen?
