Soraya, eine 19-jährige junge Frau, führt ein ganz normales Leben - zumindest glaubt sie das. Doch bald wird sich alles ändern. Wird sie ihr neues Leben akzeptieren können, und wie wird sie mit den Herausforderungen umgehen?
Heute wurde ich von meinem Handyklingelton geweckt.
„Welcher Hund ruft dich bitte so früh an?" fragte Amo, der gerade erst aufgewacht war.
„Keine Ahnung," murmelte ich und schaute auf mein Handy, wo Kautis Name auf dem Display stand.
Ich ging ran.
„Ey Bruder, warum rufst du mich so früh morgens an?" sagte ich.
„Sei mir nicht böse, aber ich habe heute Morgen, als ich aufs Klo gegangen bin, Samis Gespräch mit Abija mitgehört," sagte sie.
„Aber Sami und Abija sind doch in der anderen Villa," antwortete ich verwundert.
„Ja, genau deswegen hat es mich auch gewundert. Naja, egal. Sami meinte, er will uns heute früh wecken, damit wir keine Zeit haben, uns fertig zu machen. Und weil ich weiß, dass du dann richtig sauer wärst, wollte ich dich warnen."
„Kauta, Vallah, danke dir," sagte ich erleichtert.
„Gerne, ich leg jetzt auf, okay?" fragte sie.
„Ja, danke nochmal," antwortete ich.
Nachdem ich aufgelegt hatte, drehte ich mich zu Amo um, der mich neugierig anschaute.
„Was wollte Kauta denn so früh, Canim?" fragte er noch leicht verschlafen.
„Bruder, die hat gehört, wie Sami und Abija planen, uns heute früh zu wecken, ohne dass wir Zeit haben, uns fertig zu machen", erklärte ich schnell.
Amo steufzte genervt und warf seinen Kopf zurück aufs Kissen. „Vallah, die wollen uns fertig machen, damit wir morgen wie Zombies aussehen."
„Deswegen steh ich jetzt auf", sagte ich und sprang aus dem Bett. „Die werden mich nicht unvorbereitet erwischen."
„Warte, warte", rief Amo und zog mich leicht zurück aufs Bett. „Chill mal, wir haben noch ein bisschen Zeit. Außerdem, was soll passieren, wenn du nicht perfekt geschminkt bist, hä? Ich find dich auch so schön."
Ich grinste und setzte mich neben ihn. „Ach, du Charmeur, versuchst mich zu beruhigen. Aber nein, heute nicht! Ich will nicht aussehen wie ein Penner in der Challenge."
Amo lachte und setzte sich auf. „Okay, okay, ich steh ja schon auf. Aber du machst mir auch nie 'nen ruhigen Morgen."
„Nö, nicht wenn's um Challenges geht!" Ich grinste frech, bevor ich ins Badezimmer verschwand, um mich fertig zu machen.
„Ich schwör, Soraya, du hast zu viel Energie morgens", rief Amo mir hinterher, während ich mich schon für den Tag bereit machte.
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„Siehst gut aus," sagte Amo zu mir.
„Danke, du auch," erwiderte ich.
„Weiß ich," meinte er provokant.
„Hmm?" fragte ich nochmal nach.
„Deswegen wollen mich ja auch die ganzen Weiber," sagte er grinsend.
„Was laberst du?" fragte ich, sichtlich gereizt.
„Nichts, ich sag ja nur," antwortete er.
„Ok," entgegnete ich trocken und verließ das Zimmer, um runterzugehen.
„Soraya, ey, chill mal," rief Amo mir hinterher, aber ich ging einfach weiter. Ich hatte gerade echt keine Lust auf so einen Dreck.
Amos Sicht
Ich wollte doch nur Spaß machen, und jetzt ist sie sauer. Hab ich vielleicht doch übertrieben?
Auf dem Weg in die Küche traf ich auf Aymen. Wir schlugen ein.
„Ey Bruder, du siehst etwas verwirrt aus," sagte Aymen.
„Ja, Vallah, ich check Frauen nicht. Ohne Spaß jetzt," antwortete ich.
„Warum, was los? Was hat deine Perle gemacht?" fragte Aymen, dabei lachte er bei dem Wort „Perle".
„Guck mal..." Ich erzählte ihm die ganze Geschichte.
„Amo, das ist eine Frau, natürlich reagiert sie so," sagte er, als wäre das das Normalste der Welt.
„Aller, wassss?" fragte ich ungläubig.
„Bestimmt hat sie ihre Tage oder so, vertrau," meinte Aymen lachend, weshalb ich mitlachen musste.
„Laber? Was soll ich machen?" fragte ich verwirrt.
„Hol ihr Binden oder Schokolade, keine Ahnung, Bruder, bin ich Google oder was?" sagte Aymen und lachte wieder.
„Tamam, mach ich direkt."
„Okay, viel Glück, ya."
Sorayas Sicht
Ich saß auf der Couch, einfach nur genervt. Es nervte mich, wie Amo über andere Frauen redet. Direkt zog ich mein Handy raus und scrollte durch TikTok, um mich abzulenken.
Ein paar Minuten später hörte ich die Haustür und dachte, es wäre Sami, aber ich lag falsch. Es war Amo, und er kam mit einer Tüte und einem Strauß Rosen rein. Ich schaute ihn verwirrt an.
Er kam auf mich zu und fing an zu reden: „Ey Soraya, sorry, ja? Hier, nimm das," sagte er und überreichte mir die Rosen.
„Ayyy, du bist so süß, du Esel. Die sind wunderschön," sagte ich, etwas besänftigt.
Dann schaute ich in die Tüte und fing lauthals an zu lachen.
„Was ist los? Hab ich was falsch gemacht?" fragte Amo unsicher.
„Amo, dachtest du echt, ich hab meine Tage, nur weil ich genervt war, dass du so über andere Frauen redest?" lachte ich, als ich sah, dass in der Tüte Binden, Schokolade und viele andere Süßigkeiten waren.
„Äh, nein, also, das war nur Spaß und so," sagte er und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
„Mein Problem war einfach, dass du so über andere Frauen geredet hast," erklärte ich ihm.
„Aber du durftest so über Juu reden?" fragte er.
„Okay, du hast recht. Es tut mir leid, ich hätte das nicht machen sollen," gab ich zu.