#4 Bist du real?

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Ich erstarre. Das kann nicht sein! Das kann doch gar nicht sein! Ausgeschlossen!
Aber wenn doch.....
Oh mein Gott!....
Nein, DAS KANN NICHT SEIN!
Verwirrt schüttle ich meinen Kopf. Ja ganz toll, jetzt leide ich schon unter Halluzinationen, und das nur, weil Phil mir meinen Geburtstag vermasselt hat.
Aber wenn ich mir das doch nicht eingebildet hätte.... Nein, ausgeschlossen!
Sollte ich mich umdrehen?
Nein! Da ist nämlich nichts.
Aber da war doch diese Stimme...
Also drehe ich mich jetzt gaaaaaaaaaaaanz langsam....
NEIN, DA IST NICHTS!!!

Irgendwann siegt meine Neugier dann doch. Die Hände am Beckenrand festgekrallt, drehe ich gaaanz langsam meinen Kopf.
"Aiiiiiiiiihhh!", quietsche ich.
Fast wäre ich untergegangen, da die Kraft in meinen Händen kurz versagt hat. Ich kralle mich wieder fest und starre erneut aufs Meer hinaus. Mein Atem geht stoßweise.
"Beruhig dich, Annie!", murmle ich. Ich muss dringend etwas essen. Bestimmt kommen die Halluzinationen von zu wenig Nahrung im Körper. Ja, das wird es sein. Langsam ziehe ich mich hoch und setze mich auf den Beckenrand, immer noch mit Blick Richtung Meer. Langsam drehe ich nicht wieder um und... Tatsächlich er ist es! OH MEIN GOTT!!! Das kann nicht wahr sein! Ich drehe mich nochmal weg und wieder zurück. Kein Zweifel, entweder ich bin psychisch am Ende und meine Augen lügen mein Gehirn an, oder er steht dort tatsächlich, Live und in Farbe. Ich tippe eher auf ersteres, denn zweiteres kann nicht sein, denn er ist ja tot, oder? Langsam gehe ich auf ihn zu, ich lasse ihn nicht aus den Augen und beobachte jede seiner Bewegungen.

Ich tippe ihn an und ...: "Ahhh! Wer bist du? Bist wirklich real? Bist du es wirklich? Nein, dass kann nicht sein, du bist doch tot!" "Ruhig Annie! Nein, ich bin nicht tot, aber ich muss jetzt gehen." Mit diesen Worten dreht er sich um und geht. Was?! Nein! Er darf nicht gehen! Doch er ist weg. Mist! Hoffentlich hat Phil mich nicht gehört, obwohl ihm ist es doch eh egal. Ich bleibe noch eine Weile hier oben, bis ich beschließe, dass ich an den Strand zu gehen. Ich überlege, ob ich Phil fragen soll mitzukommen, verwerfe diesen Gedanken aber schnell, weil er sich ja auch einen Dreck um mich schert . Ich nehme mein Handtuch, Sonnenbrille, Handy plus Ohrstöpsel und ziehe meine Flip Flops an. So ausgerüstet trete ich meinen Marsch zum Strand an. Bis mir auffällt, dass ich ja vielleicht noch Sonnencreme und ein Getränk bräuchte. Den Kopf über mich selbst schüttelnd drehe ich mich also wieder um und hole mir Sonnencreme, eine Wasserflasche und eine Tasche, worin ich mein gesamtes Zeug verstaue. Ich denke noch kurz darüber nach mir noch ein Kleid über zuschmeißen, da es aber ohne Kleid schon so warm ist, gehe ich nur in Bikini zum Strand.

Am Strand angekommen breite ich mein Handtuch aus, schüttele meine Haare und atme einmal ganz tief die salzige Meeresluft ein. Ich creme meine Haut mit der Sonnencreme ein und warte ein bisschen. Ich möchte ja nicht, dass sich die Creme sofort wieder herunter wäscht  wenn ich ins Wasser gehe. Ich warte und warte und warte, bis denke, dass die Creme so ungefähr eingezogen ist. Ich laufe in die Wellen hinein und spüre wie sehr ich das Meer vermisst habe. Das Wasser umschließt meine Beine und zieht sich wieder zurück. Es kommt und es geht. Kommt und geht. Kommt und geht. Kommen und gehen. Kommen und gehen. Der Lebenskreislauf. Ein kommen und gehen. Die Menschen kommen und gehen . Ersetzen und versetzen . Vergessen und verzeihen. Weinen und trauern. Sind wütend und besänftigen sich wieder.



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⏰ Letzte Aktualisierung: Jan 02, 2016 ⏰

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