Kapitel
Das Dorf Vistancia
Eine Mutter hat soeben ihren siebten Sohn geboren. Direkt nach seiner Geburt versucht sie ihm die Brust zu geben, wird jedoch von rasch herbei geeilten Männern des Dorfes daran gehindert, die den schreienden Säugling seiner Mutter entreissen. .
MEIN SOHN, Nein, Nein!
Sie weint und verliert jegliche Selbstkontrolle und ihr Ehemann eilt eifrig herbei um sie zu umarmen und sagt:
"Liebling, wir können dieses Kind nicht behalten"
"Er ist unser Sohn!" beharrt sie.
"Er ist verflucht!" beharrt ihr Ehemann.
Daraufhin wird der kleine Junge, der gerade erst das Licht der Welt erblickte zu einem Haus in dem Dorf getragen, wo eine Gruppe von zehn Männern bereits auf ihn wartet.
"Hier ist er," sagt ein grauhaariger Mann, der den kleinen Jungen in seinen Armen trägt.
"Setzt dem Leben dieses Kindes ein Ende! Er kann nicht unter uns bleiben," befiehlt der Anführer des Dorfes, während er den Zustand des Kindes prüft. "Aber zuallererst muss er das Zeichen erhalten."
"Dreh ihn um!" befiehlt ihm der Anführer.
Der Mann tut wie ihm geheissen und dreht das Kind auf den Bauch woraufhin die zarte Lunge des Kindes den Urgewalten der Elemente ausgeliefert ist, denn das Kind ist lediglich in einge alte Lumpen gehüllt.
Dann hört das gesamte Dorf das Schreien und Weinen des Jungen als der Anführer die glühende Stange auf die linke Brust des Jungen drückt um ihn mit dem Symbol des schwarzen Wolfes zu versehen.
Die Mutter des Jungens umarmt ihren Ehemann sobald sie das laute Schreien und Weinen ihres Sohnes fühlt und hört und sie nichts tun kann um ihn zu retten.
Im darauffolgenden Moment wird der Junge von dem grauhaarigen Mann davon getragen, dem die Aufgabe zufällt, den Jungen in einiger Entfernung zum Dorf zu töten.
Der Mann läuft mit dem Kind zum Rande eines Flusses wo er den Jungen in die dunklen Wasser des Flusses wirft und damit seiner Funktion im Dorf Ehre trägt.
Der Tod des Jungen ist dadurch unvermeidlich.
Bevor er jedoch den Mut hat, genau dies zu tun, hält er das Kind. als ob es sein eigener Sohn wäre und ein Gefühl der Schuld quält ihn. Er starrt in den Fluss und ist hin- und hergerissen. Als er noch vor sich hin grübelt, sieht er ein großes Holzstück am Boden liegen und er hat plötzlich eine Idee.
Der grauhaarige Mann bindet den Jungen auf das Holzstück und schaut auf ihn herab. "Ich überlasse dein Leben dem Schicksal. Wenn du das hier überlebst, dann ist es der Wunsch des Schicksals, dass du in dieser Welt verbleibst."
Mit diesen Worten nimmt er das Stück Holz mit dem Jungen darauf und setzt es vorsichtig in die Fluten des Flusses. Dessen dunkles Wasser fliesst immer weiter und reisst das Stück Holz mit dem Jungen in eine ungewisse Zukunft.
"Viel Glück, Junge!" sagt der Mann, während er dem Jungen nachsieht, der mit Hilfe der Fluten des Flusses immer weiter am Horizont verschwindet...
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Das Zeichen des schwarzen Wolfes
Hombres LoboDas Zeichen des schwarzen Wolfes Von Pet TorreS Von Pet TorreS Buch 1 In der "Das Zeichen des schwarzen Wolfes Serie" Copyright © 2013 by Pet Torres books Copyright © 2013 by Pet Torres Für weitere Informationen http://pettorres.blogspot.com Dieses...
