Wieder war sie in diesem Wald. Jenen den sie schon so oft gesehen hatte und sie wusste genau worauf sie gerade wie immer zu lief, ohne es zu wollen. Sie konnte schon von weiten die Riesen Steinfelsen sehen und als sie näher kam roch sie das Feuer was lodern dort brannte. Rechts davon stand eine Menschenmasse, die ihre Gesichter mit der Kaputze ihres schwarzen Umhanges verhüllten. Mitten aus der Masse ertönte ein betteln und ein Fehlen und auf einmal, wie als hätte sich von jetzt auf gleich ihr Blickfeld verändert stand sie mitten in der Masse und sah eine Frau gefesselt auf einem Steintisch liegen die um ihr Leben flehte und der die Todesangst ins Gesicht geschrieben stand. Riley kannte das Gesicht der Frau. Sie hatte es schon öfters gesehen in ihrem Traum. Sie wollte der Frau helfen aber Riley konnte sich nicht vom Fleck bewegen. Ein paar Personen der Masse lachten gehässig und ein paar andere flüsterten untereinander. Eine Person sprach laut vor dem Tisch auf dem die Frau lag etwas vor sich hin, was Riley nicht verstand und sah dann wie ein Messer aufblitze und runter sauste. Riley schrie auf, als sie den Schmerz des Einstich des Messer spürte und befand sich im nächsten Moment selbst gefesselt auf dem Tisch, wo eine teuflisch lachende Person weiter auf sie ein Sticht und schneidet und immer wieder etwas unverständliches wiederholte. Riley schrie wie an Spieß vor schmerzen und spürte wie ihr Blut sich über sie langsam mehr und mehr ergoss. Um sich hörte sie nur das Lachen der Masse, die sich daran ergötzen was mit ihr geschah. Ihr Körper brannte vor schmerzen und sie hielt es kaum noch aus. Sie wollte das es aufhört und in dem Moment stach die Person erneut auf Riley ein und sie schrie wieder auf. Die Person ließ irgendwas laut vernehmen und schaute dann auf Riley runter "Stirb" grinste sie begierdend danach Rileys Leben zu beenden und setze das Messer an ihrer Kehle an.
Riley schrie und merkte nicht das sie geschüttelt wurde. "Riley!" rief Kimy besorgt und hielt sie an den Schultern "Wach auf verdammt! Riley!" Langsam kam Riley zu sich und schaute sich verdutzt um "Was?" "Du hast geträumt" ließ sich Kimy seufzend neben ihr nieder "Und es scheint ganz danach das es "Der Traum" war. Hab ich recht?" Riley nickte langsam "Ja"
"Und? Was ist diesmal passiert?" fragte Kimy ungeduldig "Es war wieder diese Frau. Der selbe Ort. Nur diesmal lag ich dort und.." Riley erzählte ihr den Rest von ihrem Traum. Kimy lehnte sich am Ende der Erzählung zurück "Kein Wunder. Bei solchen Träumen würde ich auch schreien. Aber so heftig war es noch nie" "Tut mir leid" sagte Riley leise "Ach schon ok. Ich bin schon dran gewöhnt nach all den Jahren die wir befreundet sind" winkte Kimy ab, fühlte ein Glas mit Cola auf und gab es Riley "Hier zur Beruhigung. Zucker hilft da am besten" grinste sie etwas "Danke" Riley nahm es ihr ab und trank einen großen Schluck davon.
"Was ist denn mit euch los?" platzte Bonnie, Kimys ältere Schweter, ohne an zu klopfen ins Zimmer. "Statt so einen Radau hier zu veranstalten solltet ihr lieber euch das anschauen" und mit einem kräftigen schnellen Ruck zog Bonnie das Rollo an der Balkontür hoch "Nicht!" rief Kimy aufspringend und eilt zu ihr "Mach das sofort wieder runter!" "Warum? Davor muss man doch keine Angst haben" entgegnete ihr Bonnie "Weil.." Kimy schaut raus und ihre Augen wurden größer "Wow..ist das schön" war Kimy begeistert von der Mondfinsternis und schüttelte dann den Kopf "Nein Bonnie. Du weißt doch was mit Riley...Riley?" Sie schaute verwirrt als Riley auf einmal neben ihr stand "Riley?" sprach sie sie an, doch Riley griff nach der Balkontürklinke und öffnete die Tür ohne auf Kimy zu reagieren "Riley" versuchte sie es erneut "Siehst du. Riley hat es kapiert" lobte Bonnie Riley "Sowas sollte man halt nicht verpassen, denn oft werden wir so was nicht erleben" Riley bekam von den beiden nichts mit. Sie war wie gebannt von den Rot was die Himmel erhellte und wurde wie von Geisterhand von ihm angezogen. Sie ging auf den Balkon und starrte in den Himmel. Dort hin wo der Mond stand. Noch ein kurzer Augenblick und die Mondfinsternis war komplett. Als auch das letzte Stück des Mondes bedeckt war leuchtete er heller auf und das rot wurde fast Blutrot. Riley war gefesselt von seinem Anblick und fühlte wie ihr Herzschlag sich erhöhte und sie sein pochen in ihren Ohren immer lauter werdend hören konnte. Ihr Köper wurde wärmer und ihre Plus raste. Was war das? So hatte sie noch nie reagiert. Waren es noch Auswirkungen von ihrem Traum? Ihr wurde noch wärmer und es kribbelte sie über all. Nein das war nicht normal. War etwas in der Cola gewesen? Nein sowas würde Kimy niemals tun. Riley wollte wieder rein gehen aber sie konnte sich nicht vom Fleck bewegen. Geschweige etwas sagen. Durch die Hitze in ihrem Körper fing sie schwerer an zu atmen und in ihrem Kopf dröhnte es. Vor ihrem inneren Auge war es, als blitzen Blizte auf und sie nah ihre Umgebung verschwommen war, da das Dröhnen schlimmer wurde und sich den Kopf hielt vor Schmerz. Sie merkte nicht mal das Kimy an ihrer Seite geeilt war und zu ihr sprach. Die Hitze wurde langsam unerträglich und Riley keuchte auf. Was ging hier vor? Sie starrte zu dem Mond hinauf und vor ihren Augen blitzten weiter verschwommene Bilder auf. Von einem Ort, Personen und die Farbe rot, wie sich erahnen ließ und einem Zeichen. Für einen kurzen Moment dachte sie einen Wolfkopf mit leuchtenden Augen klar zusehen und dann verschwamm sofort wieder alles. Ihr Kopf dröhnte so laut, das sie leise und als wäre es weit weit weg Kim hörte die ihren Namen immer wieder rief. Riley wurde langsam schwindelig und wie als würde der Mond sie los lassen als das leuchten etwas abklingt, da der erste winzige Spalt vom Mond wieder frei wurde, schwankt Riley zur Seiten und plumst auf die Knie zu Boden. "Riley!" hörte sie nun wieder Kimy klar und deutlich "Riley" sie hockte sich neben ihr "Alles in Ordnungen? Was ist los mit dir?" war sie besorgt "Ich muss mich hin legen" antwortete Riley "Ist gut" Kimy legte einen Arm um sie und half ihr rein zu gehen und legte sie auf dem Sofa ab. Dann schloss sie schnell die Tür und ließ das Rollo runter "Das darf niemals wer erfahren. Mam bringt mich sonst um und deine erst" war sie leicht panisch und kehrte an Rileys Seite zurück "Geht es? Was war los mit dir?"
Riley legt ihren Arm auf die Stirn und atmet langsam wieder ruhiger und auch die Hitze verschwand wieder, als wäre sie nie da gewesen. "Mein Kreislauf hat wohl einfach schlapp gemacht" beruhigte sie Kimy, denn was genau mit ihr los gewesen war, wusste sie selber nicht. Und bevor sie Kimy nur mehr Sorgen bereitete, war diese Antwort besser als alles andere. "Oh man" stöhnte Kimy erleichtert "Du jagst einem auch einen Schrecken ein. Für einen Moment dachte ich der Mond hat nun wirklich dir was getan, wo vor deine Mam immer gewarnt hat" "Quatsch. Das kam bestimmt weil ich noch nicht ganz wach war und dann zu schnell aufgestanden bin. Da kann sowas schon mal passieren" erklärte sie und schaut Kimy dann an "Aber mal ganz ehrlich. Das war schon total schön das zusehen" "Stimmt. So eine Finsternis hab ich noch nie gesehn" stimmte Kimy ihr zu "Und es bleibt unser Geheimnis das wir sie gesehn haben. Versprochen?" Kimy hielt ihr den kleinen Finger hin "Versprochen" nickte Riley und hakte ihren kleinen Finger in Kimys ein.
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Blutmond
FantasyDie sechzehn jährige Riley ist ein ganz normales Mädchen, bis eine Nacht ihr Leben total auf den Kopf stellt und nichts mehr so wie früher sein wird. Denn als der Fremde Junge in ihrer Küche auftaucht beginnt für Riley ein neues Leben an einem unbek...
