Und dort bekam ich.... .... einen Schock!
Meine Mutter kam super duper gelaunt auf mich zu mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Ich konnte nur denken, was sie jetzt schon wieder angestellt hat.
Ihr musst wissen, dass meine Mum nur so auf mich zu kam, wenn sie unbedingt etwas wollte oder irgendwo hin wollte und das bekam sie leider auch.. immer! -.-
"Hallo?! Hörst du mich?" verwirrt schaute ich sie an. "ich habe dich was gefragt."
Peinlich betretend wurde ich ein wenig rot und schaute sie an.
"Ja! was war die Frage", versuchte ich so gut wie möglich heraus zu bekommen.
"Ich wollte dir etwas tolles mitteilen", strahlte sie über beide Häschenbacken.
"Und das wäre?" Ich versuchte nicht zu desinteressiert zu klingen, aber so was klappte bei mir leider nie, wenn ich es wollte...
"Ich glaube, du solltest dich eher hinsetzen, sonst passiert genau wieder das gleiche wie beim letzten mal", zwinkerte sie mir zu und ich ahnte schon das Schlimmste, wenn sie mit diesem Thema anfing.
Doch leider hat mich Gott nicht so lieb wie ich dachte, da mein Verdacht sich bestätigte.
"Wir werden umziehen!", verkündete sie freudestrahlend und so laut, dass man es zwei Blocks weiter bestimmt noch hören konnte.
Ich sprang auf. "Yeahy Mama, das ist sooo toll. Ich freue mich schon.. - nicht!! Wieso ausgerechnet jetzt und vor allem. schon wieder?" ich hoffe man konnte den Sarkasmus gut erkennen. Ich war davon überhaupt nicht amused...
"Wieso denn nicht Bärli? wir sind schon viel zu lange an diesem Ort und was hält uns hier denn noch? ich habe einen besseren Job gekommen in einem anderen Land. und er ist besser bezahlt. Sieh es doch als Chance, so siehst du die ganze Welt :D"
Ich verstand sie nicht, ich verstand sie wirklich nicht! Wie konnte man bloß so positiv durch die Gegend rennen?! Für mich unvorstellbar!
"Und, was sagst du?", unterbrach sie meine Gedankenflüsse.
"Ich... ähhm... ist schön, aber warum können wir denn nicht hierbleiben?" Ich hoffte auf keine Argumente, da ich sie dann vielleicht doch überzeugen konnte hier zu bleiben. Aber wie immer, wurde mir ein Strich durch die Rechnung gemacht.
"1. ich habe ein besseres Jobangebot 2. du siehst die Welt 3. mich hält hier nichts mehr und 4. sichtlich auch nicht, oder?"
Ich sah sie baff an. wie konnte bloß meine eigene Zeugerin sagen, dass ich hier niemanden hätte?! Okay, das stimmte vielleicht auch aber es geht ja ums Prinzip.
"Wir sind doch erst vor einem 3/4 Jahr hier her gezogen und ich wollte eigentlich mein Schuljahr noch zu Ende machen, HIER!"
"Aber das Jobangebot gilt nur noch eine Woche Schatz. Es tut mir leid, aber du kennst mich, ich habe bereits zugesagt."
"Hmpf!", ich grummelte vor mich hin.
Ich war es schon gewohnt, dass meine Mutter nichts mit mir besprach und einfach das machte, was ihr gefiel.
Miesepetrig stapfte ich die Treppe hoch in mein Zimmer und knallte die Tür zu auch auf den Verdacht, dass meine Mum gleich in mein Zimmer kommen würde und mich schimpfen, dass ich doch nicht so laut sein sollte, da ihre Ohren ja sehr empfindlich wären. Pahh, das ich nicht lache.
Aber es kam nichts. Kein Geräusch, kein Trampeln, gar nichts. sie glaubte bestimmt, dass ich erst mal meine neuen Erkenntnisse verdauen musste und mich mit ihnen auseinander setzen sollte...
Ich schmiss mich auf mein süßes kleines Sofa und dachte über die letzten Jahre nach, die ich so verbracht hatte.
Eigentlich war es schon cool, immer in andere Länder zu kommen und nach dieser Kultur zu leben, aber nie richtig Freunde finden, tat dann schon eher weh. ich genannt den Fehler, als wir das erste mal umzogen, dass ich mir gleich Freunde suchte was eigentlich sinnlos war, da ich nach einem halben Jahr wieder weg zog. Der Trennungsschmerz war natürlich nicht so groß wie bei dem ersten Umzug -den ich übrigens schon mit 6 Jahren hatte- aber es war doch schon eine Enttäuschung. Seit dem an, blieb ich lieber bei dem Wort 'Bekannte' oder vielleicht auch manchmal 'Freunde', aber beste Freunde gab es nicht mehr, da ich schon wusste dass ich wieder weg ziehen werde... und so war es jetzt wieder.
Bei den ganzen Gedanken schlief ich ein.
Nach einem lauten *Rums* wachte ich auf und musste mich erst an die neue Sicht gewöhnen, da anscheinend mein lieber Körper dieses tolle Geräusch von sich gegeben hat, als er Bekanntschaft mit dem Boden aufnahm. mein Zimmer war schon ein wenig hell, da ich vergessen hatte, meine Rollos runter zu lassen.
Ich streckte mich und sprang dann auf, was keine so gute Idee war, da mir sofort schwindelig wurde wie wenn ich Looping als ein Igel fahren würde.
Nach öfterem Augenauf- und Augenzuschlag stand ich endlich gerade und konnte runter in die Küche trotten. meine Mutter tanzte schon durch die Gegend, als gäbe es keinen Morgen mehr..
"Hallo mein Bärchen. Gut geschlafen? Ich habe für dich Frühstück gemacht", sah sie mich glücklich an.
Ich seufzte. "Oh danke Mum, is lieb von dir", und so drückte ich ihr einen Schmatzer auf die Häschenbacken und setzte mich an den Tisch.
Was mir jetzt erst einfiel war, dass ich gar nicht gefragt hatte, Wo wir überhaupt hinziehen.
"Mum, wo ziehen wir eigentlich hin. das hast du mir gestern gar nicht gesagt...", fragte ich sie mit vollem Mund und schaute ihr in die grauen liebevollen Augen.
"Oh, Entschuldigung. Es ist eine wunderschöne Stadt, vielleicht auch noch besser als München.. ;)"
"Waass?! München c'est le plus belle ville que je kenne. (an alle keine Franzosen ;) : die beste Stadt, die ich kenne) ich will hier nicht schon wieder weg. das Oktoberfest fängt doch in zwei Wochen an und da wollte ich unbedingt hin!" Ich schmollte, da ich zu diesem Fest wirklich gerne hinwollte. Meine Mitschüler erzählten mir schon viele Sachen davon, dass z.B. es dort ganz tolle Fahrgeschäfte gibt und Bierzelte, wo du dann dein Hendl essen koanst oder deinen Ochsen. ich hatte mich schon gefreut. Ich schaute traurig auf meinen Teller.
"Ach Bärchen, du wirst diese Stadt genau so lieben, vielleicht noch mehr und das Oktoberfest ist doch auch alle Jahre und du weißt eigentlich schon, was ich davon halte? - Nichts, genau! sehe es doch einfach als Chance..."
"...dass ich in ein neues Land komme und blablabla. das hast du die letzten Male auch schon immer gesagt. und ich habe die bereit gesagt, dass ich auf das Fest gehen werde, egal was du sagt, sonst wäre ich nämlich der totale Außenseiter in meiner Klasse!", schimpfte ich durch die Gegend.
"Okay okay. Wir machen einen Deal, wir ziehen dort hin in den nächsten Tagen und ich höre keinen Mucks mehr von dir, wegen, ich will das nicht, und ich bezahle dir ein Ticket nach Deutschland, dass du auf dein tolles Fest gehen kannst, in Ordnung?"
"Erst wenn du mir jetzt endlich verrätst, wo wir denn überhaupt hinziehen?!",fragte ich währenddessen ich von meiner Semmel abbiss.
"Wir ziehen nach ....."
Ich spuckte den Bissen wieder aus. das war doch nicht ihr Ernst?!
~~~~~|~~~~~~~~~~|~~~~~~||~~~~||~~~~~~~|~~||
So ein kleiner Lückenfüller wie manchen sagen...
Is jetzt nicht das Este und längste, aber ich hab gedacht (sowas kann ich auch :D) dass ich jetzt mal wieder was schreiben sollte.
Wie vorher schon erklärt, ich hab nicht sehr viel zeit zurzeit, aber ich strengen mich jetzt doch an, öfters zu updaten ;)
Kommis&Votes sind erwünscht (müssen aber nicht sein; ist bei mir so)
Liebe wundervolle Grüße
Eure trisha :) :*

DU LIEST GERADE
Nothing left to loose...
HumorLinnéa ist ein starkes, sehr selbstbewusstes Mädchen, das immer mit einem Grinsen durch die Welt schreitet. Und durch die Welt schreiten kann man auch wörtlich nehmen, denn ihre etwas durchgeknallte Mutter zieht um, wann sie will und wohin sie will...