«Schatz.. Aufwachen! Na los Shell wir kommen zu spät!» rief meine Mutter und weckte mich aus meinem Traum auf. «Oh Mum.. was ist denn?!» sagte ich mit einem lauten Gähnen.
«Willst du mich etwa auf den Arm nehmen?Heute steht die OP an»
Sofort setzte ich mich aufrecht hin und war wie gelähmt. Ich hätte das beinahe vergessen. «Shell wo warst du gestern so lange. Ich dachte du wolltest mit Hannah und Blair ins Timespace Café?!» sagte meine Mutter mit einer leichten ärgerlichen Miene. «Hä na klar waren wir da Mum» rechtfertigte ich mich schnell. «Hmm. komisch denn ich hab um 18 Uhr Hannah draussen gesehen. Sie saß allein in ihrwm Wagen.»
«Mom was willst du mir denn bitte unterstellen?» sagte ich.
«Hör mal Hannah wenn du dich mit einem Jungen oder so getroffen hast dann ist das völlig okay. Ich möchte aich dass du deine Freiheiten nutzt, aber du musst mir das auch sagen Schatz.»
Ich brachte kein Ton von mir und ich denke, dass sie es also verstand. Ich schämte mich zu Grund und Boden. Man war das peinlich.
«Mom es tut mir Leid.. ich wusste nicht wie du reagieren würdest.» stammelte ich vor Nervösität.
Sie sagte nichts sondern streichte mir mejne Strähne aus dem Gesicht. Als sie mein Zimmer verlies war mir Heulen zumute. Wenn meine Mutter das wüsste was gestern passiert ist würde sie wahrscheinlich total sauer sein. Sie würde mich für eine B***h halten, die schon beim 6. Treffen sofort ins Bett steigt.
Ich rappelte mich auf und ging ins Bad. «Schatz bist su bereit» fragte Dad mich. «Ja ich denke schon.. es kann los gehen.» rief ich nach unten.
Als wir im Auto saßen steckte ich mir meine Kopfhöhrer ins Ohr damit ich meine Eltern nicht hören musste. Sie würden wie immer eine Predigt vor der OP halten..
Ich hörte Diana auf voller Lautstärke bis Mum mir meinen linken Stöpsel aus dem Ohr zog. «Schatz kannst du das bitte zur Seite legen?» sagte sie.
ohh na toll musste das sein dachte ich als ich ohne zu sprechen meinen iPod zur Seite stellte. «Michelle.. » sagte mein Dad. Oh Gott ich kann mich gar nicht dran erinern wann er das letzte Mal meinen echten Namen ausgesprochen hatte. Das bedeutete nichts Gutes. «Michelle?» wiederholte er. «Ja was ist denn Dad ich bin ganz Ohr.»
«Was soll das denn jetzt heissen? Wir wollten dir nur sagen dass wir immer bei dir sein werden und dich mehr als alles andere lieben.»
Ich schämte mich irgendwie weil ich so scheisse zu ihnen war und sie so gutherzig. Womit habe ich das denn verdient? «Ich hab euch auch lieb Mom Dad..» Sie streichelte mir das Haar.. «Soo da sind wir nun. St. Lewis Krankenhaus.»
Mein zweites Zuhause dachte ich nur.. Als wir eintraten brachte man mich sofirt aufs Zimmer und ich durfte mich 10 Minuten vorher entspannen. Ich bekam eine SMS von Hannah. Toi Toi Toi Shelly. Ich hab dich lieb und wäre auch so gerne da.. <3<3<3
Wir simsten ein bisschen bis die Oberärztin kam. Wir mussten wieder einmal so ein Formular und eine Einverständnis erklärung ausfüllen und unterschreiben.
Nun lag ich auch der eiskalten Liege im OP Zimmer. Mein Dad hielt meine Hand ganz fest und beide gaben mir einen Kuss auf die Stirn. Jetzt ging es los. Ich rührte mich nicht von der Stelle sondern lag einfach so nur da. Die Ärzte sprachen mit mir und bereiteten mich auf die Mega Spritze. Langsam langsam spürte ich meinen Körper nicht mehr er war wie gelähmt und auch meine Gedanken hielten inne. Ich schlief jetzt tief und fest.
--Es kam mir vor wie eine Ewigkeit. Ich bekam nichts mehr mit. Plötzlich wachte ich auf. War es vorbei? Hatte ich es überstanden?
Doch in der nächsten Sekunde hörte ich das Schluchzen meiner Mom. Wie gerne würde ich sie jetzt auf den Arm nehmen. Die Ärzte sprachen alle durcheinander und warfen mit Fachbegriffen um sich. Ich verstand nur Bahnhof. «Mr. Scott bitte lassen sie mich das machen. Wir haben keine Wahl. Es ist hoffnungslos.» schrie ein Arzt auf.
«Bringen Sie die Eltern hier weg. Na los.» rief ein anderer. Was sollte das? Langsam bekam ich Panik.
Eine Arzthelferin strichelte meine Wangen und flüsterte mir irgendetwas ins Ohr. Ich konnte nichts verstehen. Es war zu laut.
Im nächsten Moment sah ich Grandpa. Träumte ich? Es erschien mir ao echt. Unfassbar. Ich sah ihn. Ich konnte sehen. War ich geheilt? «Da bist du Michelle.» sagte Grandpa.
Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Er hielt meine Hand ganz fest und lief mit mir in ein wunderschönes Tal. «Grandpa warum kann ich wieder sehen und wo sind wir hier? Wo sind Mum und Dad?» sagte ich.
«Liebling du hast sie verlasse.um bei mir zu sein. Sei nicht traurig hier ist es friedlich und schöner.» Ich verstand nicht ganz.
