What does she want?

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Kim, Jay und ich laufen mit den anderen Schülern aus dem Schulgebäude auf den Schulhof Richtung Schultor.

Am Schultor stand Konrad vor seinem BMW und spielte mit den Autoschlüsseln.
Ich verabschiedete mich von Jay und Kim, da sie zusammen essen gehen wollten (ohne mich).
Mir war das eigentlich relativ egal, denn ich freue mich riesig, dass zwischen ihnen es so gut läuft.

Ich bin da eher so ein hoffnungsloser Fall. Mit meinen 17 Jahren hatte ich noch nie die Ehre gehabt einen Patner an meiner Seite zu haben. Meinen ersten Kuss bekam ich von einem Vollidioten beim Flaschendrehen. Mit Liebe hatte ich einfach nichts zu tun.

Ich kann es mir bis heute nicht vorstellen wie das gehen soll. LIEBE. Was ist das?

Ich trabte also zu Konrad und stieg in ein. Während der Fahrt erzählte ich  Konrad stolz von meinem "kleinen Konzert" in der Musikstunde und von dem merkwürdigen Mädchen was  mich die ganze Zeit beobachtet hatte.

"Vielleicht will sie mit dir befreundet sein, da du ja ein sehr sympathisches und hübsches Mädchen bist", meinte Konrad zu mir.
"Du Schleimer. Ja gewiss findet sie mich richtig cool und voll sexy", antwortete ich sarkastisch.

Den Rest der Fahrt diskutierten wir ob es normal wäre, jemanden ununterbrochen an zu starren und ab was es bedeuten könnte. Normalerweise war ich für alle Schüler an der Schule - Jay, Kim, Konrad und die Schulmannschaft ausgeschlossen - unsichtbar.

Konrad hielt vor meinem Haus und fragte mich: " Was hast du heute noch vor außer um 20:00Uhr ins Training zu gehen?"

Ich überlegte nicht lange und antwortete: "Kim und Jay wollen unter sich sein. Mir bleib wohl nichts anderes übrig als zu Hause zu bleiben und zu lesen."

Konrad runzelte die Stirn und meinte, dass er sich eigentlich mit Niklas seinen Freund treffen wollte. "Wenn du willst können wir in die Stadt gehen bevor du ins Training gehst."

Ich musste grinsen. Konrad war wirklich der beste Freund den sich jemand wünschen konnte. Er ist immer für mich da und er lässt mich nie im Stich.
Ich könnte mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.

"Hole mich um 14:00Uhr ab, okay?"
"Okay kleine." Ich stieg aus und schritt Richtung Haustür.

Im Haus roch es nach gutem Essen. Ich ging in die Küche wo Mama bereits den Küchentisch gedeckt hatte und gerade eine große Platte Lasagne aus dem Ofen holte.

Jonas saß gespannt am Tisch. Benno bemerkte mich erst als ich ihn die Küche eingetreten bin.
Also als Wachhund konnte man ihn vergessen. Ein Eindringling müsste nur was leckeres zu Essen dabei haben und der Hund wäre außer Gefecht gewesen.

"Hallo Laura. Na wie war dein erster Schultag? Wie ist die neue Klasse?", fragte mich meine Mutter, als wir alle drei am Tisch saßen und die selbstgemachte Lasagne verzehrten.

Meine Antworten auf die Fragen waren kurz und knapp, da ich beim essen nicht unbedingt eine Person bin, die sich die ganze Zeit unterhalten will.
Es gibt ja nicht umsonst den Spruch: "Mit vollem Mund spricht man nicht."

Ich hatte schon das 3. Stück in mir als es plötzlich in meiner Hosentasche vibrierte. Bestimmt nichts wichtiges, dachte ich mir.

Ich hatte Recht. Nach dem Essen ging ich hoch in mein Zimmer, schmiss mich auf das Bett und zückte mein Handy aus der Hosentasche.

Sie wurden einer WhatsApp-Gruppe hinzugefügt.
Der Gruppenname lautete: "10A"
Ich scrollte durch die 23 Nummern und musste feststellen dass ich nur die aus meiner alten Klasse in meinen Kontakten eingespeichert hatte.
Der Rest blieb unbekannt.

Jemand hatte etwas in die Gruppe reingeschrieben.
Hallo Klasse. Schreibt mal bitte jeder seinen Namen hier rein, damit man sich die Nummern mit Namen speichern kann.

Es dauerte nicht lange. Alle paar Sekunden vibrierte mein Handy als nacheinander jeder seinen Namen in die Gruppe reingeschrieben hatte.
Schließlich schrieb ich auch meinen Namen rein.

Mein Handy vibrierte wieder und auf dem Display erschien eine Nummer die "Molly" in die Gruppe geschrieben hatte.

Ich weiß nicht wieso aber mir wurde sehr warm und ich spürte eine Art Kribbeln in der Schulter.
Ich schaltete den Display aus, legte das Handy neben mich auf das Bett und blickte an die Wand.

Was war mit mir los? Was haben diese "Symptome" zu bedeuten? Vor meinen Augen rauschten die Bilder von Molly an mir vorbei.

Wie sie mich anlächelt, als ich in das Klassenzimmer eingetreten bin, wie sie mir beim in die Pause gehen zuzwinkert, wie sich mich auf dem Pausenhof gemustert hatte und sich dabei auf die roten Lippen gebissen hatte und wie sie in der Musikstunde zu mir ans Klavier getreten ist.

Ich schüttelte meinen Kopf um die Bilder verschwinden zu lassen.
Erst jetzt bemerkte ich, dass mein Handy grün aufblinkte. Dies bedeutete das mir jemand eine Nachricht auf WhatsApp geschrieben hatte.

Schnell entsperrte ich mein Handy und es erschien der neu eingespeicherte Name Molly.
Ich öffnete den Chat.

M: Hey Laura ^-^

Völlig verwirrt starrte ich auf die Nachricht. Meine Finger begannen zu zittern. Ich tippte folgendes.

L: Hallo

Es dauerte keine zwei Sekunden als eine weitere Nachricht in den Chatverlauf einflog.

M: Wie geht's? Was machst du gerade? ;)

Was sollte dieser Zwinkersmiley bedeuten? Ohne zu zögern schrieb ich eine schnelle Antwort.

L: Mir geht es gut und dir? Ich sitze gerade auf meinem Bett.

M: Mir geht es auch gut, danke der Nachfrage. Dein Profilbild ist voll schön btw ;)

Schon wieder dieser Zwinkersmiley...

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Hey Zusammen! Hier mal wieder ein neues Kapitel für euch. Hab ich erzählt, dass ich mit dieser Geschichte eine sehr gute Freundin von mir unterstützen will? Sie hat - wenn ich das so ausdrücken darf -  Schwierigkeiten sich selbst zu finden. Ich glaub sie weiß was ich damit sagen will.
"Es ist egal in wen du dich verliebst. Ich werde immer hinter dir stehen und dich unterstützen!"

Ich finde es schon voll toll, dass es einige gibt, die diese Story wirklich lesen. Vielen Dank:* ihr seid die besten!
Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen :)

True or False?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt