Kalt, kälter, eiskalt, ich. So denkt jeder, dass ich bin. Dabei bin ich doch auch nur ein weiterer verbitterter Mensch auf dieser grausamen Welt.

Was für einen Unterschied macht es da, ob man ein wenig verbitterter und verschlossener ist als ein anderer? Am Ende kommt es doch wieder auf das selbe heraus. Wir alle hassen die Welt aus irgendwelchen Gründen, nur das die einen den Hass auf die Welt zeigen und andere versuchen, so zu tun, als wäre nichts, also es zu ignorieren.

Ich gehöre zu den Personen, die gar nicht erst versuchen, sich alles schön zu reden. Und so gehört man dann auch schon ganz schnell zu den Griesgramen, die nur pessimistisch denken und nie an das Positive im Leben denken. Dabei tue ich das ja auch. Nur wenn ich das Schlechte gegen das Gute auswiege, kommt halt wieder das Schlechte heraus. das ist, wie wenn ich fünf minus sechs zähle. Es kommt dabei immer etwas negatives heraus, auch wenn es nicht sehr weit vom positiven entfernt liegt.

Und mit der Zeit und einigen Geschehnissen wurde ich dann auch zu Ms.Icecold. Die, die nie spricht, die nie lacht, nie einen Funken der Freude im Gesicht stehen hat, nichts. Dabei ist das völliger Unsinn. Nur weil ich wenig rede, da das völlige Kraftverschwendung ist, heißt das noch lange nicht, dass ich gar nichts rede.

Wieder etwas negatives in dieser Welt mehr. Die meisten Menschen machen sich ein Bild von etwas oder jemanden, bevor sie denjenigen oder diese Sache kennen. Auch wenn es Menschen gibt, die sagen, dass sie sich nie ein Bild von etwas Unbekannten machen, wir machen es doch alle. Jedoch gibt es diejenigen, die Versuchen, dieses Bild zu ignorieren und das Neue zuerst kennen zu lernen, bevor sie urteilen.

Und wegen solchen Sachen werde ich verurteilt kein Herz oder Funken Güte zu besitzen. Wegen dieser Lebenseinstellung machen sich alle ein Bild von mir, obwohl sie mich im Endeffekt doch nicht kennen. Die meisten zumindest.

Schließlich gibt es ja Gründe, warum man zum eiskalten Realist wird, sodass man schon wieder Icecold genannt wird. Bestimmte Personen wissen immer, warum zu einem bestimmten Teil so geworden ist wie man ist. Doch diese Menschen verschwinden zu über fünfzig Prozent von der Bildfläche, sobald man sich verändert oder man unbliebt wird wegen der Veränderung. Wieder ein Makel der Menschheit. Obwohl doch jeder weiß, dass Menschen keine dauerhaften Einzelgänger sind und man treu zu den Menschen, die einem Nahe stehen, sein sollte, wenden sie sich schnell ab, nur um selber ein leichteres Leben zu haben oder weil sie schwach sind und dem Gruppenzwang unterlegen sind.

Und mitten in diesen verurteilenden Menschen stehe ich, Carlotta mit meinen fünfzehn Jahren und hoffe darauf, dass sich dieser dämliche Abschaum von Mensch irgendwann doch noch weiterentwickelt und etwas an Intelligenz zunimmt.

Ich kann ja schließlich nicht für die ganze Welt mitdenken.

IcecoldWo Geschichten leben. Entdecke jetzt