Oneshot Nr. 7

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P.o.V. Harry

Es ist schon mehrere Jahre her, dass der Krieg vorbei ist. Es ist schon zu lange her, dass all die Menschen gestorben sind, die mir wichtig waren.
Okay, es sind nicht alle gestorben, die mir wichtig waren, jedoch waren es viel zu viele tote Menschen für meine angeknackste Psyche.
Ich frage mich ziemlich oft, warum gerade ich noch lebe, und nicht jemand anderes an meiner Stelle Voldemort überleben konnte. Zum Beispiel meine Eltern. Oder Sirius und Remus. Tonks. Mad Eye. Fred. Cedric. Sogar Hedwig war meinetwegen gestorben.
Ich denke jeden Tag an all diese Menschen (und Hedwig), und jeden Tag aufs neue macht es mich fertig. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder glücklich sein werde.
Meine Beziehung zu Ginny ist gescheitert, weil ich zu oft in Muggel Clubs feiern gehe, in der Hoffnung, wenigstens für den Abend nicht in Traurigkeit zu ersticken. Diese Abende haben mich ein wenig abgehärtet. Trotzdem werde ich all diese Gefühle nicht los.
Manche sagen, es sei albern, um all die Menschen zu trauern, anstatt sich zu freuen, keiner der Toten zu sein.
Ron und Hermine versuchen, mir zu helfen, und ich wünschte sie könnten es. Doch mein Kopf ist wie ein Karussell, das seine Kreise zieht. Ich komme immer wieder an dem Punkt ganz unten an, genau dort wo ich schon oft war; Und ich bekomme es nicht hin, aus dem verdammten Karussell auszusteigen, wegen dem mir schon ganz schlecht ist.
Das feiern mir den Muggeln, die von all dem nie etwas mitbekommen haben, lässt das Karussell sich etwas langsamer drehen.
Gerade wollten sich Hermine und Ron ankündigen, bei mir vorbei zu kommen. Sie wollten 'feiern', dass ich jetzt schon eine Weile nicht mehr in Muggel Clubs war – welch eine Ironie.
Und so sehr ich die Beiden auch liebte für alles was sie taten – ich weiss ja, dass sie mir bloß aus meiner beschissenen Situation raus helfen wollen –, manchmal störte das einfach nur. Gerade heute, als die Beiden meinten wegen meiner 'längeren' Pause vom Muggelfeiern stolz auf mich seien zu können, hatte ich vorgehabt, diese Pause zu beenden.
Ich sagte also den Beiden Bescheid, dass mir fürchterlich schlecht sei, und dass ich unser Treffen gerne auf wenigstens ein Frühstück morgen früh verschieben wolle, denn da würde es mir bestimmt besser gehen.
Ich belog meine Freunde nicht gerne, aber ich hatte das Gefühl, diesen Abend so zu brauchen, wie ich ihn geplant hatte.
Also ging ich schließlich Abends in einen der Londoner Muggel Clubs, und setzte mich an die Bar. Auf der Tanzfläche war es mir im nüchternen Zustand zu voll, also musste daran etwas geändert werden.
Ich saß eine Weile dort an der Bar, und kippte einen Shot nach dem andern. Die Tanzfläche war immernoch gleich voll, jedoch war mir das mit der Menge Alkohol, die ich im Blut hatte, egal.
Eine Zeit lang tanzte ich alleine in der Menge, bis ein blonder Junge anfing, mich anzutanzen. Er kam mir bekannt vor, jedoch konnte ich sein Gesicht nicht einordnen. War er ein Freund gewesen, den ich vergessen hatte? Ein Mitschüler? Ein Feind? Ich wusste es nicht mehr, und es war mir egal, denn -hands down- er war heiß. Als wir so eng zusammen tanzten, dass man reden konnte ohne schreien zu müssen, wisperte er mir ein "Na, Potter?" in mein Ohr. Malfoy.
Er war tatsächlich noch heißer geworden als er damals in Hogwarts gewesen war, unfassbar.
Wir hatten vor ein paar Jahren in Hogwarts mal was miteinander gehabt. Das war im vierten Jahr gewesen, nach dem Weihnachtsball. Wir waren dezent angetrunken gewesen, als er mich aus der großen Halle zog, bis in den Gemeinschaftsraum der Slytherins, wo wir es dann auf der Couch trieben. Niemand hatte es wissen dürfen, das wusste ich. Also vergaß ich es. Bis jetzt.
Jetzt war er mir beinahe so nah wie damals, und ich hatte wieder das gleiche Gefühl wie damals. Verdammte Schmetterlinge. Richtig. Seit langem mal wieder etwas gutes, was nicht nur wegen dem Alkohol da war.
Dass ich mit Malfoy tanzte fühlte sich gut an. Und was wäre denn dabei? Wir waren beide erwachsen, es würde wahrscheinlich nicht einmal jemand etwas mitbekommen, genauso wie damals.
Und ich brauchte das Gefühl des Geliebtseins, der Lust und der Erregung. Und Malfoy wäre mal jemand besonderes, im Vergleich zu den Menschen die ich sonst manchmal mit zu mir nahm.
"Sprachlos?" So holte Malfoy mich aus meinen Gedanken zurück zu sich, in den Club.
"Ehrlich gesagt, ja. Du weißt schon, dass das hier ein Muggel Club ist? Wo bleibt denn da der Malfoy'sche Familienstolz?" Und das war eine ernste Frage. Wieso war er hier?
"Potter, ich bin gerade nicht hier, um zu reden, okay? Meine Familie, wie du es nennst, ist mich los, seitdem der Krieg vorbei ist. Ich dachte das hätte der Junge, der lebt, mitbekommen."
Nein, hatte ich nicht. Es interessierte mich zwar, aber ich beschloss, dieses Gespräch auf ein ander Mal zu verschieben.
"Eigentlich hab ich auch nicht ans Reden gedacht, als ich dich gesehen hab, Malfoy." Antwortete ich ihm also und grinste ihn an. Er grinste zurück, nahm mein Gesicht in seine Hände und küsste mich. Und Gott, er küsste besser als damals.
Im Laufe des Abends, nach sehr vielen Küssen, die Malfoy und ich teilten, gingen wir zu mir nach Hause.
Nachdem wir wieder miteinander geschlafen hatten, schlief er auf mir ein. Es störte mich nicht. Mit ihm ging es mir gut.

Als morgens Hermine und Ron an meiner Tür klingelten und hinter mir ein verschlafener Draco, der eins meiner Band-shirts trug, auftauchte und meinen Nacken küsste, war das für alle in gewisser Weise eine unangenehme Situation.

{ Hey Leute✌️💛
Riesige Entschuldigung an der Stelle mal dafür, dass ich ewig nichts mehr geschrieben habe. Ich versuch's wieder gut zu machen😶🙈

Ich hoffe der Oneshot hat euch gefallen, Kommentare und Kritik sehe ich immernoch gern. Danke fürs Lesen btw 😄
Bis zum nächsten Oneshot, Bye👋💛}

Drarry OneshotsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt