Kaffee und Verspätungen

34 3 1
                                    

Es war noch früh am Morgen und ich war noch gar nicht richtig wach.
Als mein Wecker klingelte stellte ich ihn total müde aus. 5 Uhr. Warum klingelt der so früh? Und warum war ich schon vorher wach? Ich wusste es nicht. Aber die Uhrzeit erklärte meine krasse Müdigkeit. Also legte ich mich einfach wieder hin und kuschelte mich in meine Decke. Es dauerte nicht lange und ich war wieder eingeschlafen.

2 Stunden später...
,,ALINA!...ALINA!...STEH ENDLICH AUF!" Meine Mutter schrie durchs ganze Haus. Sie wiederholte dies alle 5 Minuten; Ihre Lieblingsbeschäftigung am Morgen.
Ein paar mal überhörte ich ihre Rufe, bis ich dann wirklich aufstand und merkte, dass ich viel zu spät dran war.
Diesmal schrie ich. Während ich mich so schnell wie möglich fertig machte flizte ich durch die ganze obere Etage.
Ins Bad, wieder zurück, zu meinem Kleiderschrank und wieder zurück.

Dann war ich fertig. Es änderte aber nichts. Ich war zwar schnell, aber die Zeit konnte ich nicht einholen. Ich fragte also schnell ob mein Vater mich fahren könnte und er willigte ein. Also stürmte ich fertig angezogen nach unten und wollte mir nur noch schnell einen Kaffee machen.
Ich warf meinen Thermosbecher fast in die Maschine rein und drückte dann auf die Sorte, die ich wollte.
Die Maschine begann zu arbeiten und schäumte erst mal leckere Milch auf. Dann folgte der leckere schwarze Kaffee drauf. Als er fertig war wollte ich den Becher zuschrauben und mitnehmen. Aber ich war in Eile und warf ihn natürlich um. Die heiße Flüssigkeit verbreitete sich auf dem Boden und auf meinem Fuß. Ich schrie.

Meine Mutter war längst weg und mein Vater motzte mich an.
,,Wir wollen los! Ich habe extra auf dich gewartet und ich will jetzt los!"
Ich schrie zurück: ,,Ja warte, ich muss das hier noch sauber machen."
Ich wischte den Kaffee auf und stellte meinen Becher gleich wieder unter die Maschine. Ich konnte nicht ohne meinen Kaffee am Morgen.

Als Kaffee nummer zwei endlich fertig war, schlüpfte ich halb in meine Schuhe hinein und warf mir meine Sport- und meine Schultasche über.
,,Bist du jetzt endlich so weit?"
Ich starrte meinen Vater kurz genervt an und verdrehte die Augen.
,,Ja doch. Jetzt komm." Ich ging an ihm vorbei nach draußen. Blitzschnell steckte ich meine Sachen in den Kofferraum und stieg ein.

Im Auto atmete ich auf. Wenigstens hab ich es bis hierhin geschafft. Ich schaute auf die Uhr. Ich war wieder in der Zeit. Dadurch das mein Vater mich fuhr. Dieser stieg dann endlich ein und es ging los. Ich strahlte neben ihm im Auto. Doch mit der voranschreitenden Zeit fiel mir bald auf, dass ich es doch nicht rechtzeitig schaffen würde. Und als könnte es nicht schlimmer werden sagte plötzlich Mr.Radio:,,...Das bedeutet wohl nen ordentlichen Stau im gesamten Bezirk..." GEIL! ICH HASSE MEIN LEBEN. NA TOLL! SCHEIß STAU!

Da saß ich also, ein Mädchen von 19 Jahren, welches immer noch nicht fähig war ihr Leben auf die Reihe zu kriegen, mit meinen blonden langen Haaren die mir ständig ins Gesicht fielen und meinen Lieblingsklamotten an, auf dem Beifahrersitz des roten Mercedes meines Vaters.
Ich starrte nach draußen auf die mit Regenwasser bedeckte Straße und schaute den Regentropfen am Fenster bei ihrem Wettrennen zu.
Es war für mich nicht leicht mein Leben in den Griff zu kriegen, zumal ich ziemlich faul und dennoch ehrgeizig war. Ich stand mir manchmal selber im Weg und führte einen Kampf gegen mich. Ich konnte, wenn ich wollte, alles erreichen was ich mir in den Kopf gesetzt hatte.

Aber jetzt gerade saß ich einfach nur im Auto und kam nicht weiter. Ich war also gezwungen meiner Klasse zu schreiben, dass ich mich verspäte. Nachdem dies erledigt war lehnte ich mich zurück und nahm einen großzügigen Schluck von meinem Kaffee, welcher blitzschnell aus dem schnell runtergekurbelten Fenster gespuckt wurde. Der restliche Inhalt des Bechers folgte.

,,Baah! Die Milch ist schlecht!", platzte ich wütend und angewidert raus.
Mein Vater lachte. Natürlich fand er das wieder witzig. Er findet es immer witzig, wenn mein Leben mich für etwas bestraft. Manchmal glaube ich er hasst mich. Natürlich geht das nicht, weil ein Vater seine Tochter ja selbstverständlich liebt, aber ich bin sehr überzeugt, dass es bei ihm manchmal nicht stimmt.

Nun denn. So begann ein weiterer Morgen dieser Woche. Um genauer zu sein Donnerstag. Also hatte ich nur noch einen Tag bis zum Wochenende. Es dauerte dann auch nicht mehr lange und mein Vater setzte mich bei meiner Schule ab. Oberstufe, Abschlusssemester. Ich war so froh, es bis hierhin geschafft zu haben. 13 Jahre Schule ist ne lange Zeit.

,,Alina? Hallo? Bist du noch bei uns?"
Meine Lehrerin stand direkt vor mir.
Ich hatte den Kopf auf den Tisch gelegt und hob ihn jetzt an. ,,J-ja bin ich." Sie schüttelte nur den Kopf und ging zurück an die Tafel.

,,So geht's nicht weiter. Du kannst nicht immer so müde zum Unterricht erscheinen. Dann geh früher schlafen. Und die häufigeren Verspätungen sind auch nicht mehr witzig", meinte sie nach der Stunde zu mir. Ich nickte, hörte ihr aufmerksam zu und verschwand nachdem sie ihren letzten Satz beendete. Gefühlte ewigkeiten später klingelte es zum Schulschluss und ich beeilte mich nach Hause zu kommen. Freunde hatte ich in der Schule keine. Wieso auch? Außerhalb hatte ich genug und in der Schule war ich zu allen neutral. Somit funktionierten Gruppenarbeiten wenigstens.

Zuhause angekommen begann mein Tag erst richtig. Direkt schwang ich mich vor meinen Pc und erledigte die Hausaufgaben. Danach öffnete ich Twitter, las Tweets, antwortete auch auf einige und versank komplett in meiner Welt.

Dann checkte ich hier und da Snapchat und auf einmal ging da diese Benachrichtigung ein. Ich konnte erst nicht glauben was ich da las. Stegi hatte mir einen Snap geschickt! Ich drehte komplett durch, schrieb meine beste Freundin an und spammte sie solange zu, bis sie online kam. Diese rief mich wiederum sofort an und wir kreischten um die Wette. Dann öffnete ich den Snap um vor ihr live darauf zu reagieren.

,,Hi. Danke für deine netten Komplimente. Ich habe alle deine Spammsnaps gelesen und es waren ja echt viele. Du scheinst ein sehr nettes Mädchen zu sein. Wenn du Bock hast Flammen aufzubauen, weißt du ja-" Der Snap schloss sich. Stegi hatte nur eine bestimmte Zeit eingestellt um mir den Snap zu zeigen. Ich hätte ihn natürlich wiederholen können, aber ich wusste auch so, was er sagen wollte. Also schickte ich schnell ein Dankeschön zurück und kreischte dann wie verrückt los.

,,Stegi hat meinen Snap gesehen! Und ich denke wir werden jetzt wohl Flammen aufbauen!!!"
,,Herzlichen Glückwunsch Alina!"
Die Eifersucht in der Stimme meiner Freundin war deutlich rauszuhören. Ich entschuldigte mich bei ihr und versprach ihr, wenn Stegi und ich Freunde werden würden, dass ich sie mit Stegi vermittel. Sie war der größere Fan von uns beiden. Ich mochte ihn soweit, aber mein Herz gehörte Tim. Tim oder auch McExpert. Beim Gedanken an Tim öffnete ich blitzschnell meine Galerie und schaute mir mit einem lächeln im Gesicht das einzige existierende reallife Bild von ihm an. Er war so ein toller Typ...

Hallo Leute! Wisst ihr was ich hier gerade tue? Nein? Ich veröffentliche den ersten Teil von meiner McExpertFF. Ich mache das als ansporn für mich endlich wieder meine Bücher weiterzuschreiben. Die GlpFF wird pausiert, weil ich Manu momentan irgendwie nichts abgewinnen kann und da auch keine Ideen habe. Timi's FF wird jetzt allerdings regelmäßig aktualisiert. Einmal pro Woche am Sonntag kommt ein neues Kapitel. Ist in meinem Kalender notiert und ich habe auch richtig Bock das durchzuziehen. Danke an alle die nach meiner harten Zeit immer noch hier sind und meine Bücher lesen! Hab euch lieb😘

Timina - Mit Dir An Meiner SeiteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt