A.N. Eigentlich ist diese Geschichte ebenfalls auf on hold, da ich bis Dezember ausschließlich an Seraphim schreiben werde, da ich die Geschichte bis zum 15. dezember aufgrund des Piper Awards nicht rechtzeitig beenden würde. Doch da ich dieses Kapitel schon fast fertig hatte und das letzte Mal im Mai oder Juni idk geupdatet habe, wollte ich euch nicht noch länger warten lassen, obwohl ihr das so oder so musstet. Es tut mir ehrlich leid, ich bin einfach nicht dazu gekommen und mir hat auch lange Zeit die nötige Motivation gefehlt.
Wie gesagt, dieses Kapitel wird bis Dezember erst einmal das Letzte bleiben. Ich werde Cannibal weder löschen, noch sonstiges. Sobald Seraphim beendet ist, werde ich mich mehr auf diese konzentrieren, da ich noch sehr viele Ideen habe und mir diese Geschichte auch sehr viel bedeutet. Ich hoffe, dass ihr bis dahin nicht die Lust am Lesen verliert und dieses Kapitel hier eine kleine Entschädigung ist, emelie x
Cannibal / harry styles
Vier
Lacey's Pov
Es gibt Augenblicke, in denen der Tod näher scheint, als das Leben. Man kann sich den kalten Fingern des Todes nicht entwinden, niemand hat die Kontrolle darüber. Man lebt und man stirbt, dieses Prinzip existiert seit Urbeginn. Jedes Leben ist unweigerlich mit dem Sterben verbunden. Das Leben ist wie eine blühende Blüte, voller Schönheit und Vergänglichkeit. Niemand kann kontrollieren, wie lange das eigene Herz schlägt und wann sich die Brust ein letztes Mal mit Sauerstoff füllt, bevor man seinen letzten Atemzug entweichen lässt. Der Tod kann vorhersehbar sein, oder sich einem schweigend annähern. Er kann voller Schmerz sein, er kann aber auch eine Erlösung sein. Der Tod kann vieles sein und doch ist er gleichzeitig immer gleich. Er beendet ein Leben, er lässt Herzschläge verklingen und Atemzüge stocken. Er ist die Vergänglichkeit, in der man verblüht und stirbt.
Lacey hat diese Vergänglichkeit bereits zweimal kennengelernt. Sie war dem Tod nah genug, um seine kalten Finger zu spüren, die an ihren Körper gezerrt und sie an den Rand einer Klippe getrieben haben. Sie hat die Dunkelheit gesehen und tote Gesichter, Niall's totes Gesicht. Seine blauen Augen waren dunkler als der Abgrund gewesen, in dem sie gezogen wurde. Sterben ist etwas, dass Lacey nicht länger fremd ist.
Zweimal wäre Lacey beinahe ertrunken und trotzdem liegt sie nun hier und lauscht ihrem unregelmäßigen Atem. Ihr Herzschlag donnert schmerzhaft gegen ihren Brustkorb, als wolle er ihr deutlich machen, noch am Leben zu sein. Ihre Muskeln fühlen sich schlaff an und ihr Körper scheint nicht zu Lacey zu gehören. Sie kann noch immer das Salzwasser in ihrem Mund schmecken und das eiskalte Wasser auf ihrer Haut spüren. Nichts könnte annähernd beschreiben, was in diesen Augenblick in ihr vorgeht.
Lacey lebt, aber wieso fühlt es sich nicht so an? In ihren Kopf wiederholen sich die Szenen in einer Endlosschleife, als ihr Gesicht mit der Wasseroberfläche kollabiert. Lacey sollte dankbar sein, noch am Leben zu sein. Sie atmet noch und außer der Unterkühlung, dem Schock und der Taubheit ihrer Glieder, geht es ihr gut. Ihrem Körper geht es gut soweit, ihren Herz dagegen nicht. Es schlägt, aber wofür es schlägt weiß Lacey nicht. Lacey hätte bereits in der Kiste sterben sollen, als sie vom Schiff geworfen wurde. Sie hätte mit Niall in der Gasse gemeinsam erschossen werden sollen, anstatt zu sehen zu müssen, wie er vor ihren Augen getötet wurde. Lacey hätte gerade eben sterben müssen, von dem gleichen Mann ertränkt, der sie beinahe in den Tod getrieben hätte, als sie stürzte.
Wenn es einen Gott gibt, dann muss dieser Gott Gefallen an Lacey gefunden haben. Wohin sie auch blickt, der Tod starrt ihr mit kalten Augen entgegen. Niemand würde all das überleben können, was Lacey überlebt hat. Entweder liebt Gott Lacey zu sehr, um sie in den Armen eines kranken Mannes sterben zu lassen oder er liebt das Vergnügen, ihr zu zusehen, wie sie langsam in seinen schützenden Händen zerbricht.
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Cannibal » h.s (on hold)
Romance'Sie war das Lamm; naiv und zum Sterben schön.' Lacey muss dabei zusehen, wie ihr Freund Niall von Menschenhändlern erschossen und sie entführt wird. Kurz darauf findet sie sich auf einer Insel wieder, abgeschottet von jeglicher Zivilisation und all...
