Ein kleines, lebendiges Wunder

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,,Awwwwwww",murmelte ich in Gedanken.Meine etwas depressive Laune hatte sich mittlerweile gebessert.Wie könnte ich denn auch länger traurig sein,wenn um mich herum sich solch winzigen Schönheiten befanden?Ich mochte mein Leben nicht, vielleicht hasste ich es sogar.Aber es gab immer wieder  etwas,was meine Stimmung doch irgendwie verbesserte:Kleine,für andere Menschen nicht wichtig erscheinende Dinge.Andere Leute folgten ihren alltäglichen Aufgaben wie Aufstehen,zur Arbeit gehen, vielleicht Sport treiben,sich und in einigen Fällen seine Familie versorgen,und wieder schlafen gehen um diesen Teufelskreis weiterzuführen.Doch ich war nicht so jemand, und das lag nicht daran,dass meine Familie relativ unglücklich war und mein Alltag anders aussah.Nein.Es war weil ich wusste,dass ich mich in einem solchen Teufelskreis befand und immer wieder versuchte,ihm zu entfliehen.Ich hatte nicht die Möglichkeit und/oder den Mut etwas an meinem Leben richtig zu ändern,aber ich versuchte  wenigstens,mich irgendwie einzigartig zu fühlen.Solche ,, Kleinigkeiten",wie die,die mich glücklich machten waren nicht so schwer zu finden wie es für einige Menschen schien.Alles was man tun musste,war auf sie zu achten.Ja, einfach Mal seine Augen aufmachen und seine Emotion wenigstens etwas  kontrollieren.Nicht kontrollieren im Sinne von sich in sich selbst einschließen und alles akzeptieren wie es ist, sondern einfach Mal stolz auf seine Gefühle sein.Es ist vollkommen okay etwas zu empfinden,denn das macht einen erst lebendich.Ob Trauer,oder Freude,ob Angst,oder Hoffnung,ob Liebe,oder Hass:Man muss stolz auf seine Gefühle sein um man selbst sein zu können.Und wenn man man selbst ist,dann beschäftigen einen solche Gedanken wie Sorge um sein Aussehen oder Angst um das Nicht- dazuzugehören nicht.Und schon dann,achtet man mehr auf seine Umgebung und nicht auf sich selbst,so wie es eigentlich auch sein sollte.Meine Gedanken wurden von einem zwitscherndem,kleinen Geschöpf,was sich neben mir auf einer Stange platzierte,unterbrochen.Ich lächelte den kleinen Vogel an.Egal,was für schreckliche Gefühle ich schon empfunden hatte,egal,was für furchtbare Menschen ich schon getroffen hatte,egal,wie schrecklich unsere Gesellschaft doch war:Die Natur faszinierte mich immer wieder.Diese kleinen und unschuldigen Geschöpfe hatten das wahre Gute in ihren kleinen, glänzenden,runden Augen.Die Natur,alle nicht-menschlichen Lebewesen dieser Welt,waren viel intelegenter als die Menschen selbst,denn sie zeigten es nicht.Sie verbergen ihre wirkliche Intelegentz und bringen einander auch nicht um,nur um Macht zu haben.Ein seltsames Gefühl umrang mich.Es war ein Gemisch aus Erleichterung,Hoffnung und Trauer.Plötzlich lief mir eine Träne die Wange herunter.

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