Kapitel 7

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Im Hotel angekommen gingen wir direkt in Harrys Zimmer. Auch wenn es ein Hotelzimmer war, dachte ich das er ziemlich unordentlich sei und seine Sachen überall rumflogen, aber das war nicht der Fall. Vor seinem Bett stand sein geöffneter Koffer, in dem die Sachen ordentlich gefaltet waren und generell sah sein Zimmer aus als hätte er nichts berührt.

"Sollen wir einen Film gucken?", unterbrach Harry die Stille und zog sich die Schuhe aus.

Ich nickte nur und setzte mich unsicher auf die Bettkante. Harry folgte mir, lehnte sich aber am Kopf des Bettes an und klopfte mit seiner linken Hand auf den freien Platz neben ihn. Ich zog mir langsam die Schuhe aus und bewegte mich schüchtern in seine Nähe. Neben ihm fühlte ich mich wohl, jedoch immernoch unsicher.

"Was sollen wir gucken? Du kannst den Film aussuchen."

"Hm.", machte ich unentschlossen. "Wie wäre es mit '3 Meter über dem Himmel'?", schlug ich vor, als ich den Film in der Liste entdeckte.

"Okay.", sagte Harry erfreut und startete ihn. "Willst du Popcorn? Ich kann welches bestellen."

"N-nein danke.", stotterte ich unsicher.

Mir war es ein Rätsel weshalb ich aufeinmal auf so eine simple Frage von ihm schüchtern reagierte, aber komischerweise brachte seine Nähe mein Herz zum rasen.

Stumm sahen wir uns beide den Film an. Er handelte von einem ruhigen Mädchen, die sich in einen Bad Boy verliebte. Normalerweise mag ich diese Art von Filmen nicht, aber dieser war wirklich gut.

"Ist dir kalt?", holte Harry mich aus meinen Gedanken.

Verwirrt sah ich ihn an. Er deutete mit einer kleinen Kopfbewegung auf meine Oberarme, auf denen sich eine leichte Gänsehaut ausbreitete.

"Oh.", machte ich. "E-ein wenig."

"Komm her.", antwortete er locker und zog mich in seine Arme.

Unsicher wie ich liegen sollte, behielt ich meinen einen Arm angewinkelt und den anderen legte ich sachte auf Harrys Oberkörper. Meine Hand traf auf die Stelle wo sein Herz sich befand und wie meins, schlug seins erstaunlich schnell.

"Dein Herz rast."

"Ich weiß.", erwiderte er und gab mir einen kurzen Kuss auf den Kopf.

Zum Glück konnte Harry von dieser Position mein Gesicht nicht sehen, denn ich war mir ganz sicher das meine Wangen sich knallrot färbten.

Je länger der Film sich zog, umso müder wurde ich. Immer wieder musste ich damit kämpfen die Augen aufzubehalten. Erneut konnte ich mir ein Gähnen nicht verkneifen, was Harry zum lachen brachte.

"Der Film müsste gleich zuende sein, das hältst du durch.", flüsterte er.

"Hmm.", gab ich von mir und vergrub mein Gesicht weiter in seinen Armen. "Bleibst du die Nacht?"

Oh mein Gott. Hab ich das gerade wirklich gefragt? Natürlich bleibt er, das ist sein Zimmer. Sofort bereute ich es diese Frage ausgesprochen zu haben, da immernoch keine Antwort von ihm kam. Nervös biss ich mir auf meine Unterlippe und drehte meinen Kopf in seine Richtung. Was ich dann sah hätte ich nicht erwartet. Harry ist ernsthaft eingeschlafen. Ich verkniff mir mein Lachen und überlegte was ich jetzt machen sollte. Ohne groß weiter darüber nachzudenken, legte ich meinen Kopf auf seine Brust und schloss die Augen. Sofort bemerkte ich wie er mich näher an sich ranzog und leicht anfing zu schnarchen. Mit einem lächeln flüsterte ich ein leises "Gute Nacht" und verfiel in einen tiefen Schlaf.

Am Morgen

Die Sonnenstrahlen die durch das Fenster strahlten, kitzelten meine Nase, wodurch ich das Gefühl hatte jeden Moment niesen zu müssen. Genervt davon drehte ich mich um, stieß aber auf etwas hartes. Langsam öffnete ich meine Augen und sah, das ich gegen einen Oberkörper gestoßen bin. Harrys Oberkörper. Komischerweise hatte ich freien Blick auf seine Tattoos, da er nun ohne Hemd neben mir lag. Hat er sich die Nacht ausgezogen? Leicht hob ich meinen Kopf und sah ihn nun an. Seine Augen waren immernoch geschlossen. Seine Wangen waren leicht rosa, da es hier im Zimmer ziemlich warm war und sein Mund war leicht geöffnet. Seine Haare standen in alle Richtungen, was ziemlich süß war. Auf eine komische Art und Weise erinnerte er mich an den jungen Tarzan. Da ich nicht wollte das Harry mich beim starren erwischt, beschloss ich aufzustehen, jedoch stellte sich das schwieriger heraus als gedacht. Er hatte den Arm fest um meine Taille geschlungen, wodurch ich mich nur drehen konnte. Würde ich jetzt versuchen seinen Arm zu lösen, würde er mit Sicherheit aufwachen. Langsam rückte ich ans Bettende, jedoch bewirkte das nur, dass Harry mich enger an sich zog. Sein Arm erdrückte beinahe meine Blase, wodurch ich nur noch dringender als vorher auf die Toilette musste.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Jan 11, 2015 ⏰

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