Nach dem Essen, sagte ich Jason bescheid dass ich zu Mr Saliru muss und ging. Ich stand vor der Tür und klopfte, ein 'Herein' ertönte und ich betrat den Raum. „Guten Morgen, Avery. Setz' dich.“ begrüßte er mich und ich setzte mich mit einem 'Guten Morgen'. „Also, es geht um deine Familie!“ fing er an „Ist etwas passiert?“ fragte ich direkt, er schmunzelte „Nein, ihnen geht es super. Ich soll dir etwas von deinen Eltern ausrichten.“ erklärte er. Ich nickte „Ja!?“ „Okay. Als erstes: Dein Bruder, Christian, ist nach Hause gekommen. Nachdem er einige Jahre bei Lucifer gelernt hat, wollte er, nachdem er dich gesehen hat, wieder nach Hause.“ er lächelte und auch ich lächelte. Er ist zu Hause! „Und wegen deinen Eltern, sie wollten dass ich dir sage dass sie sich nicht getrennt haben. Als du deine Kräfte entdeckt hast, hatten sie Angst vor deiner Reaktion. Sie haben sich nicht getraut es dir zu sagen und brauchten deshalb einen Grund um dich hierher zu schicken. Es tut mir leid für dich. Wenn du bei ihnen bist, bitte denk' an dein Training. Du willst sie nicht verletzen stimmt's?!“ ich war erst geschockt, dann wütend und dann traurig. Vorsichtig nickte ich, unser Direktor hat mich in Sachen Blutmagie trainiert und mir einiges beigebracht was ich kann. „Gut. Aufjedenfall haben sie mich gebeten, dass du über die Ferien nach Hause kommst! Da ich jedoch von deinen Plänen, zu Lucifer zu gehen, weiß, habe ich ihnen erzählt du würdest gerne mit deinem Mate gehen. Damit du in den Ferien nicht alleine bist, wenn du es möchtest dann sollst du deinen Eltern selbst sagen dass du zu Lucifer willst. Ich bin auch noch etwas skeptisch, aber ich vertraue deinen Gefühlen!“ er lächelte wieder kurz und fuhr dann fort: „Du sollst morgen zu ihnen gehen! Also, pack deinen Koffer. Wir sehen uns nach den Ferien hoffentlich wieder!“ beendete er seine lange Rede die ich kein Einziges mal unterbrochen habe. „Danke Mr Saliru. Ich freue mich nach den Ferien wieder zu kommen!“ lächelnd stand ich auf und verließ den Raum. Ich lief direkt in mein Zimmer um zu packen. Mein Koffer, der auf dem Schrank lag, wird total verstaubt sein! Ich habe ihn schließlich schon seit einem Jahr und ein paar Monaten da oben liegen. Seit Jason ihn da hoch gelegt hat. Und ich bin immer noch zu klein! Ich zog meinen Stuhl zum Schrank und stieg drauf um den Koffer zu holen. Als ich ihn dann, ohne halt, alleine in der Hand hatte, wollte ich vom Stuhl runter. Ich rutschte an der Kante des Stuhls aus und der Koffer flog davon und landete auf dem Boden. Genau wie ich! Ich fiel vom Stuhl, verknickte mir den Fuß und knallte mit dem Kopf an die Stuhlkante. Das passierte alles so schnell, dass ich nur, wie ein Wolf, laut aufjaulte. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Jason kam rein. „Mist!“ murmelte er und kam zu mir und nahm mich im Brautstil hoch. „Ich bring dich zu Mary, sogar mir tun der Kopf und der Fuß verdammt weh und ich spüre nur die Hälfte von deinem Schmerz!“ murmelte er schmunzelnd „Dann trag' mich nicht!“ sagte ich und hielt mir eine Hand an den Kopf. „Nein, das geht schon!“ „Nein, eben nicht Jason! Du bist zu gut für mich! Du bist immer da, wenn mir etwas passiert, aber ich kann dir nichts zurück geben!“ beschwerte ich mich. Ich fühlte mich immer so schlecht wenn er so etwas für mich tut. Er blieb plötzlich stehen und ich dachte er lässt mich runter aber er fing an zu reden: „Sag sowas nie wieder! Verstanden? Ich bin nicht zu gut für dich! Wenn ich etwas bin, dann perfekt für dich!“ ermahnte er mich. „Aber du tust alles für mich und ich kann es nicht zurück geben! Jetzt lass mich runter!“ „Du bist oft genug für mich da! Aber wenn du meinst, dass du mir was zurück geben willst, dann bleib hier, bei mir! Außerdem ist es zu spät wir sind schon da!“ ich boxte ihm gegen die Brust und er setzte mich auf eines der Betten. „Du weißt dass ich gehen muss!“ „Ja und ich habe es akzeptiert aber wozu brauchst du denn den Koffer?“ fragte er und ging dann Mary holen. „Was ist denn mit dir passiert?“ fragte die Erdbändigerin als sie meinen, mittlerweile leicht bläulich gefärbten Knöchel untersuchte „Ich wollte meinen Koffer vom Schrank holen und bin dann vom Stuhl gefallen, hab mir den Fuß verknickt und den Kopf gestoßen.“ erklärte ich ihr kurz. Als sie den Bereich kurz verließ, wandte ich mich an Jason „Meine Eltern wollen dass ich morgen bei ihnen bin! Hat mir Mr Saliru gesagt.“ mein Freund nickte. Mary kam wieder mit ein paar frischen Kräutern und einem Verband. Sie gab die Kräuter, mit einer Schüssel und einem komischen zermalm Dingens, Jason: „Zermalm die Kräuter. Frische Kräuter helfen bei sowas am besten!“ er machte was sie sagte und schaute sie meinen Hinterkopf an. „Das ist nicht so schlimm!“ meinte sie dazu nur und nahm dann Jason die Sachen ab. Sie verteilte die Kräuter auf einem Teil des Verbandes und Band ihn dann um mein Gelenk. „Du musst dich ausruhen und solltest deinen Knöchel die nächsten Tage nicht belasten.“ erklärte mir Mary und gab mir ein paar Krücken „Und du hast gesagt es wäre nicht so schlimm.“ erwiederte Jason, ich ignorierte ihn „Aber ich muss morgen nach Hause!“ „Dann darfst du dich aber nicht viel bewegen ja!? Ich will nur nicht dass es schlimmer wird!“ meinte sie. Ich nickte „Danke Mary. Für jedes mal wenn du meine Tollpatschigkeit wieder ausgleichst“, grinste ich und stand mit Hilfe der Krücken auf. „Pass auf deine Mate auf, Alpha!“ wandte sie sich an Jason er antwortete: „Ja würde ich, wenn sie mich lassen würde.“ Mary lachte leise. „Wenn du auf mich aufpassen willst, dann komm!“ rief ich über meine Schulter, als ich schon bei der Tür stand. Mary ging wieder und Jason kam zu mir und öffnete die Tür. Als die Tür zufiel, hupelte ich weiter, Jason kam zu mir und nahm mir die Krücken ab. „Hey!“ rief ich und versuchte nicht umzufallen „Du kannst ja gut aufpassen!“ beschwerte ich mich. Er verwandelte sich ihn einen Wolf und nahm die Krücken in die Schnauze.
Steig auf! Hörte ich die Stimme des Alpha's in meinem Kopf. Mate's konnten sich gegenseitig Gedanken 'schicken' und ich erschrak immer wieder. Ich kletterte, so gut es auf einem Bein ging, auf seinen Rücken. Dann hielt ich mich in seinem weichen Fell fest und er lief los und brachte mich in mein Zimmer. Vor der Tür stieg ich ab, nahm die Krücken, öffnete die Tür und ging rein um mich auf mein Bett zu werfen. Jason kam rein, verwandelte sich zurück und setzte sich zu mir aufs Bett „Du brauchst bestimmt Hilfe beim packen oder?“. „Können wir das später machen?“ fragte ich müde und er nickte. Er legte sich neben mich an die Wand. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust und schlang meine Arme um ihn. Er ist ein super Kuscheltier! „Bin ich jetzt dein Kuscheltier?“ sprach er meinen Gedanken aus ich nickte und schloss meine Augen. Ich konzentrierte mich auf seine Atmung, seine Brust die gleichmäßig auf und ab sank, und auf seinen gleichmäßigen Herzschlag. Nach einigen Sekunden schlief ich ruhig ein und hatte zum ersten Mal seit Wochen keinen Alptraum.
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Lead
Paranormal2. Teil (1. Teil: Fly) Avery, möchte mehr über ihre Familie herausfinden. Da Lucifer scheinbar von Anfang an wusste dass sie Adoptiert war, geht sie zu ihm. Und sie möchte es alleine schaffen und kann auch ihren besten Freund, Simon, davon überzeuge...