Im Jahr 2359 sorgt die steigende Erderwärmung
dafür, dass die Erde aus vielen kleinen Inseln besteht.
Fast jede hat ihre eigenen Verteidiger, welche ihre
Insel vor dem Bösen beschützen,
auch genannt "DOTI".
Ryan, ein Bewohner der Insel Inea, hat de...
Alles ist...weiß? Ist das Erste was Ryan denken kann. Allmählich wird seine Sicht schärfer und er sieht Oscar auf einem Stuhl sitzen.
„O...Oscar?" ,sagt er verwirrt und ist überrasch über seine schwache Stimme.
Daraufhin blickt Oscar zu Ryan und wirkt erfreut.
„Du bist wach! Ich bin so erleichtert." ,ruft er, während er aufsteht und Ryan umarmt.
„Oh, äh... tut mir leid, ich sollte dich in Ruhe lassen, bestimmt hast du noch Schmerzen..." ,sagt er auf einmal besorgt.
„Ist schon gut. Ist das ein Krankenzimmer?" ,will Ryan wissen.
„Ja. Myra kommt dich später besuchen. Aber Ryan! Du hast es geschafft, nun gehörst du zu den DOTI!" ,versucht Oscar ihn aufzumuntern.
„Ich weiß..." ,meint Ryan und spürt dabei überraschender Weise kein bisschen Freude.
Oscar bemerkt sein merkwürdiges Verhalten und fragt: „Was ist mit dir? Ist nicht dein größter Traum in Erfüllung gegangen?"
Darauf weiß Ryan selber keine Antwort.
„Was ist mit dem Mädchen?" ,fragt er stattdessen.
„Meinst du die, mit dem silbernen Haar? Das weiß ich leider nicht... Aber ist selber schuld an ihren Verletzungen..." ,antwortet Oscar mit einem gleichgültigen Blick.
„Nein, ist sie nicht!" ,sagt Ryan aufgebracht.
„Hätte ich sie nicht aufgehalten und stattdessen gewinnen lassen, wäre es nie dazu gekommen..."
„Ryan, du darfst so nicht denken! Als DOTI haben wir die Aufgabe unsere Insel zu beschützen, da muss man auch mit Opfern rechnen" Oscar wird wieder unterbrochen: „Dann sind wir doch nicht besser als Mörder!" ,versucht Ryan seinem Freund klarzumachen.
„Du musst dich ausruhen. Ich lasse dich jetzt allein." ,meint Oscar und geht.
Mittags, trifft Ryan sich mit seinen zwei Teamkameraden beim Essen im Gebäude der DOTI Organisation. Myra erzählt, dass sie bei ihrem Vater war, außerdem erfährt Ryan, dass ihre Mutter und ihr älterer Bruder, Jay, schon vor einiger Zeit verstorben sind.
„Meine Mutter hatte eine Lebensgefährliche Krankheit, als ich noch klein war. Mein Bruder..." ,weiter spricht Myra nicht, ihr schein es sehr schwer zu fallen.
Oscar merkt es ebenfalls und meint: „Du musst es uns nicht erzählen, Myra. Ich kann versteh-"
„Nein es geht nicht darum, dass er gestorben ist, sondern wie!" ,unterbricht sie und wirkt plötzlich sehr verzweifelt.
Ryan versteht ihre Reaktion nicht und fragt: „Was geht uns das denn an? Wir kannten Jay doch nicht..."
„Oh, glaubt mir, es geht euch sehr wohl was an!" ,schreit sie Ryan ins Gesicht.
Oscar und Ryan schauen sich beide verwundert an, doch plötzlich pack Myra sie an den Händen und zerrt sie aus dem Essenssaal. Sie beobachtet genau die Umgebung und bringt sie an einen unauffälligen Platz in der Nähe von einem Trainingsraum.
„Ryan überprüf, ob hier irgendwo versteckte Kameras angebracht sind." ,sagt sie leise.
„Warum sollte-" ,will Ryan einwenden, aber Myra ignoriert ihn: „Tu's einfach!"
Nachdem er fertig mit Überprüfen ist und keine Bedrohung findet macht Myra weiter:" Ihr müsst wissen, diese Prüfung die wir gemacht haben... ist bedeutungslos."
Ryan versteht nicht was sie meint: „Bedeutungslos? Aber wir haben unser Leben riskiert!"
„Na und? Das ist doch das mindeste was du als DOTI machen musst. Die echte Prüfung wird noch kommen, sie entscheidet letztendlich über alles." ,erklärt Myra.
„Eine zweite Prüfung?!" ,sagt Oscar schockiert.
Myra nickt. „Sie wird jedoch streng geheim gehalten, nur die DOTI Organisation weiß davon. Sobald jemand etwas darüber äußert, wir derjenige von der Organisation verhaftet und sein Gedächtnis ausgelöscht."
„Woher weißt du das so genau?" ,fragt Ryan skeptisch.
„Mein Vater war früher mal DOTI. Davon wusste ich überhaupt nicht, er sprach auch nie davon. Doch eines Tages fand ich durch Zufall ein altes Scheiben mit dem Namen meines Vaters, welches nur DOTI Teilnehmer erhalten können und zeigte es ihm. Vater fragte mich wo ich den Zettel her habe und hielt mich für verrückt als ich behauptete, er sei von ihm."
„Das heißt, er war tatsächlich mal bei den DOTI, aber hat alles vergessen?!" ,meint Ryan fassungslos über Myras Erzählung.
„Ja..." ,sagt sie mit trauriger Stimme.
„Was hat das mit deinem Bruder zu tun?" ,will Oscar nun wissen.
Sie antwortet mit zitternder Stimme: „Er... ist bei der zweiten Prüfung gestorben."
„Wie bitte?!" ,platzt es aus Ryan heraus, doch dann merkt er, dass er zu laut gesprochen hat.
Ein gerade vorbeikommender Trainer bemerkt die drei dadurch.
„Hey, was macht ihr hier so alleine?" ,fragt er neugierig.
„Denkt an die Versammlung aller Sieger der Prüfung, sie findet am Abend statt!" ,erwähnt er.
„Ja wissen wir." ,sagt Oscar und lächelt.
Wie macht er das nur?
Ryan bewundert die guten Schauspielkünste seines Freundes. Selbst nach so einer schlimmen Erkenntnis kann er noch lächeln. Der Trainer lächelt zurück und verschwindet wieder.
„Eine Frage habe ich noch. Warum bist du zu den DOTI gegangen, wenn du weißt, dass du möglicherweise bei der Aufnahmeprüfung sterben kannst?" ,fragt Oscar mit einem düsteren Blick.
„Wenn wir zu den DOTI gehören, müssen wir sowieso jeden Tag unser Leben riskieren. Und... ich will das, was mein Bruder nicht geschafft hat, für ihn erreichen." ,antwortet Myra während sie bedrückt auf den Boden schaut.
Ryan kann das alles nicht fassen. Alles was er sich vorgestellt hatte, er selbst als Beschützer der Menschen vor dem Bösen... war bloß eine Illusion gewesen. Nichts entspricht der Wahrheit.
Das einzige was Ryan sich nun wünscht, ist es gemütlich bei seinen Eltern und seiner Oma zu sitzen und das alles hier zu vergessen. Doch das ist nicht mehr möglich.
„Ich begleite dich." ,sagt Oscar mit entschlossener Stimme.
„Bevor ich nicht DOTI geworden bin, kehre ich nicht nach Hause zurück!"
Ryan hat ihn noch nie so selbstsicher gesehen und schaut ihn erschrocken an.
„Ich auch." ,sagt Ryan dann selbst, was ihm unendlich viel Überwindung kostet. Myra schaut die beiden überrascht aber auch dankbar an. „Danke..." ,meint sie erleichtert.
Ryan weiß selbst nicht, warum er so geantwortet hatte und fragt sich, ob er es bereuen sollte.
Nein, es ist die richtige Entscheidung! Stellt er für sich fest.
Aber tief im Inneren weiß er, dass ihn in seiner Zukunft vieles, was er nicht mal zu denken vermag, erwarten wird.
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