Wehmut

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Wehmut tut weh.
Und wie.
Ich schließe meine Augen
Und was ich sehe, ist Vergangenheit.
Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit.
Diverse Emotionen wallen in mir auf
Sie stauen sich
Und ich kann nichts dagegen tun.
Denn sie treiben mir die Tränen in die Augen
Und rauben mir nachts den Schlaf.

Darf ich überhaupt zulassen
Dass mich die Erinnerungen an das Vergangene so sehr einnehmen?
Denn in mancher Hinsicht
Führt meine Wehmut zu Problemen.
Konstant vergleiche ich das „Ist" mit dem „War"
Das „Heute" mit dem „Gestern"
Und wenn ich daran denke
Dann hör ich's leise flüstern:
„In der Vergangenheit war alles besser!"
Und ich vergesse
Die schönen Dinge im Jetzt zu sehen
Sondern bleibe stetig
Mit einem Bein im Gestern stehen.

Was soll ich tun?
Lass ich die Vergangenheit lieber ruhen?
Verbanne sie aus meinen Gedanken
Verbarrikadiere mein Herz
Mit unbezwingbaren Schranken
Damit der Schmerz
Mich nicht mehr innerlich zerreißt?

Ich weiß
Ich sollte das Gestern loslassen
Um nicht die Glücksmomente
Des Heute zu verpassen.
Ich will mir den Schmerz
Der Wehmut ersparen
Aber die Erinnerungen trotzdem
In meinem Herzen verwahren.
Es ist okay zu trauern
Solange ich keine Mauer
Um mich herum aufbaue.
Meine Wehmut zeigt doch nur
Dass ich in der Vergangenheit
Echt gesegnet war
Und dafür bin ich mehr als dankbar.
Vielleicht werde ich in der Zukunft
Auf das Heute zurücksehen
Und das Gefühl einer gesunden
Wehmut verspüren
Dann werde ich wissen:
Ich habe alles richtig gemacht.

Worte des Herzens - eine Gedichtsammlung Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt