5. Fortsetzung-Zouis-sweet-I'm here

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Zayn Pov

In dieser Nacht hatte ich ziemlich schlecht geschlafen, weshalb ich am nächsten Morgen schon wieder früh auf den Beinen war. Alle schliefen noch und da Liam gestern einen anstrengenden Tag hatte und alle anderen nicht kochen konnten, beschloss ich Frühstück zu machen.

Gerade stand ich unten und schnitt Paprika für einen lustigen Gemüsesalat, als ein panischer Schrei mich zusammen zucken ließ. Fast hätte ich mich geschnitten, weshalb ich das lange Küchenmesser schnell beiseite legte und mich zu dem Geräusch umdrehte.

Unser Bandältester stand dort, nur in Boxershorts und totenbleichen Gesicht. Was war denn los?

"Louis? Alles okay?", wollte ich besorgt wissen, während ich auf ihn zu ging. Er jedoch wich vor mir zurück, was mir einen Stich ins Herz versetzte. Warum fürchtete er sich vor mir? Noch einmal versuchte ich es. "Louis." Wieder kam ich näher, aber er stolperte weiter rückwärts, bis er gegen die Flurwand stieß. Hilflos wollte ich mit ihm reden.

"Louis. Was ist denn?", murmelte ich sanft. "B-bleib weg.", verlangte er mit zitternder Stimme. Oben wurde Gepolter laut. Kurz darauf kamen Harry, Liam und Niall die Treppe heruntergetrampelt.

Liam sah uns kurz an, erfasste die Situation, ging schnell zu Louis und schloss ihn in die arme. Der kleinere zitterte stark und drückte sein Gesicht in Liams Brust. Zusätzlich weinte er.

"Euch...  Euch g-geht's gut.", schluchzte er gedämpft und beobachtete die drei aus glasigen Augen.

"Oh, Gott. Louis was ist denn passiert? Was macht dir solche Angst?", fragte Harry den Älteren der zitterte wie Espenlaub. "Z-zayn... e-er...", weinte Louis, doch seine Stimme brach.

Niall und Harry durchbohrten mich mit Blicken, woraufhin ich beruhigend die Hände hob. "Ich habe nichts getan.", bestand ich auf meiner Unschuld. "Aber was hat er denn dann?" Liam strich Louis die Tränen von der Wange und schaute in seine großen, angsterfüllten Augen. Behutsam strich er ihm die verschwitzten Haare aus der Stirn.

"Louis du hast starkes Fieber. Du solltest dich wieder hinlegen.", stellte er besorgt fest. Louis' ängstlicher Blick flog zu mir und schutzsuchend presste er sich enger an Liam, der ihm beruhigend durch die Haare fuhr.

Nun packte Niall mich am Arm und zerrte mich in die Küche. "Was hast du mit ihm gemacht?!", zischte er. "Verdammt so viel Angst hatte Lou noch nie!" Er wurde immer lauter.

"Niall. Ich schwöre, ich habe nichts getan. Er war schon in diesem Zustand, als er die Treppe runtergekommen ist.", erklärte ich mühsam. Der Ire funkelte mich nur an und verließ dann die Küche.

Erschöpft ließ ich mich auf einen Stuhl fallen und stützte den Kopf in der Rechten auf. Was war gerade nur los? Verzweifelt grübelte ich vor mich hin, bis eine Hand an meiner Schulter mich aufschrecken ließ. Liam drückte meine Schulter beruhigend. "Zayn, ich glaube dir, dass du nichts gemacht hast, okay? Beruhig dich.", meinte er. Dankend nickte ich ihm zu.

"Meinst du du könntest ihn ein wenig betreuen? Er braucht Ruhe und viel Vitamine." Langsam stand ich auf. "Klar. Ich mach ihm was zu futtern." Mein Gegenüber sah sehr erleichtert aus. "Danke. Ich muss in die Stadt ein paar Sachen kaufen gehen.", stieß er beschäftigt hervor. Grinsend zwinkerte ich ihm zu und widmete mich wieder meinem Frühstück zu.

Louis Pov

Ausgelaugt und erschöpft vom schlechten Schlafen lag ich auf der Couch und zitterte vor Kälte. Gleichzeitig war mir unter der Decke die Harry über mir ausgebreitet hatte brennend heiß. Unkomfortabel wälzte ich mich herum und versuchte eine bequeme Position zu finden.

"Lou?", fragte jemand leise. Ohne die Augen zu öffnen hmmte ich als Zeichen, dass ich zuhörte. "Gemma hat mich angerufen. Sie hat Ärger mit ihrem Freund und war total aufgelöst. Niall soll mitkommen - keine Ahnung warum - hälst du es auch ohne uns aus?"

Ich hörte wie Harry seine Jacke anzog. Klar, es war ja auch kalt draußen. "Klar, sag ihr viel Glück von mir.", nuschelte ich. Die beiden sagten mir noch Ciao und Gute Besserung, dann waren sie weg. Naja, ich hatte ja noch Liam. Für die nächste halbe Stunde fiel ich in einen unruhigen Dämmerschlaf.

\(^_^)/

Durch ein zurückhaltendes, leises Klopfen am Türrahmen wachte ich auf. "Lou, ich hab was zu essen für dich. K-kann ich reinkommen?", murmelte eine raue Stimme behutsam. Warte! Die Stimme kannte ich doch!

Kurz aufschreiend strampelte ich die Decke von mir, krabbelte über die Couch und kauerte mich in der Ecke zusammen. War Zayn gekommen um mir den Garaus zu machen? "Liam!", hallte meine hohe Stimme im nächsten Moment durchs Haus. "LIAM!!!"

Zayn sah mich traurig an. "Lou.", sagte er sanft. "Er wird nicht antworten." Nun erstarrte ich erst völlig, dann keuchte ich: "H-Hast du hast ihn ge-getötet?"

Mein Freund musterte mich verwirrt. Währenddessen beobachtete ich ihn. In seinen Händen hielt er ein Tablett mit mehreren Schüsseln und einem Teller drauf. Die Schüsseln waren gefüllt mit Sachen wie Gemüse, Wurst und Käse, Obst und Brot.

"Warum sollte ich Liam umbringen?", brachte er entsetzt hervor. Aus Angst dass er wütend wurde, drückte ich mich näher in die Couch. Zayn lief nun langsame Schrittes auf mich zu. Sein Gesicht spiegelte verschiedene Emotionen wieder. Verwirren, Hilflosigkeit und tiefe Trauer.

Immer noch kam er näher. "Z-Zayn, bleib w-weg.", wimmerte ich. Was wenn er plötzlich wütend würde und mich angreifen?

Zayn Pov

Ich konnte mir einfach nicht zusammen reimen warum er solche Panik hatte. Aber ich wollte, dass es ihm besser ging. Deshalb hörte ich auf seine Bitte. Vorsichtig stellte ich das Tablett auf den Boden und stieß es leicht auf ihn zu.

"Louis. Liam ist einkaufen und kommt bald wieder. Bitte iss etwas. Wenn du mir das versprichst, dann bleibe ich von dir weg.", sagte ich ruhig. Schüchtern nickte er.

Ihm vertrauend ging ich wieder in die Küche um das Chaos das ich in meiner Eile angerichtet hatte zu beseitigen. Hastig pfefferte ich das Messer in die Spüle.

Noch eine halbe Stunde lang räumte ich auf. Nicht nur meinen Kram, sondern die ganze Küche. Mir war langweilig. Im Anschluss hatte ich nichts zu tun und beschloss nach Louis zu sehen. Immerhin war er krank und ich sollte ihn nicht einfach so allein lassen.

Leise schlich ich zum Wohnzimmer und schielte am Türrahmen vorbei. Louis schlief. Das Tablett stand halb aufgegessen neben ihm. Wenigstens traute er mir zu, dass ich ihn vergiftete. Er selbst wälzte sich unruhig hin und her und murmelte im Fieberwahn.

Behutsam beugte ich mich zu ihm und hob ihn auf meine Arme. Sein Körper war glühend heiß, obwohl er nur eine Jogginghose trug. Außerdem kuschelte er sich nicht an mich wie er es den Tag zuvor getan hätte, sondern hing nur schlaff in meinen Armen. Seine Augenlider flatterten leicht, doch er wachte nicht auf.

Ruhig trug ich ihn die Treppe hinauf und legte ihn vorsichtig auf seinem Bett ab. Gerade versuchte ich wieder aufzustehen und ihn in Ruhe zu lassen, als Louis nach meinem Arm griff. "Zayn. Warte.", hauchte er schwach. Sofort verharrte ich und blieb sitzen.

"Z-Zayn." "Lou? Was ist?", wollte ich besorgt wissen. Hatte er Schmerzen? Tränen kullerten über seine Wangen und er schluchzte herzzerreissend. Erschüttert strich ich ihm die Tränen weg. "Psssh, was ist denn?", beruhigte ich ihn.

Louis Pov

"Z-Zayn es tut mir so l-leid.", heulte ich. Warum hab ich das nicht vorher schon gemerkt? Zayn könnte nie so grausam sein wie in meinem Traum. Mit meiner Ablehnung habe ich ihn tief gekränkt. Sein Vertrauen auf eine harte Probe gestellt.

"Shh. Ich bin da für dich Lou. Ich bin da.", murmelte er. "Lass mich niemals alleine, Zayn." Er zog mich in eine feste Umarmung.

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Hier ist mein Nikolaus Geschenk für euch. :) xx

One Direction-One Shots-BoyxBoyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt