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Gelangweilt aktualisierte ich nun schon gefühlt zum tausendsten Mal mein Instagram Feed, doch immer noch kamen keine neuen Posts. Den ganzen Vormittag liege ich, wenn überrascht es, in mein Bett, gucke Serie und scrolle neben bei durch Instagram.

Zwar musste ich immer noch an Chris denken, jedoch war ich wenigstens ein wenig abgelenkt und die Zeit verging schneller. Ich weiß echt nicht wie ich die Sommerferien überstehen soll.

"Hallo Schwesterchen!" kam Edward in mein Zimmer rein geplatzt. "Was willst du?" fragte ich genervt. "Pack deine Schwimmsachen ein. Wir fahren an den Badesee!" sagte er und warf mich mit einem Handtuch ab.

Ganz bestimmt werde ich jetzt nicht an den Badesee fahren. Zu hundert Prozent werden dort auch seine Freunde sein und ich habe jetzt echt nicht die Nerven dafür ganze Zeit angebaggert zu werden.

"Ich hab echt kein Bock gerade raus zu gehen." versuchte ich mich heraus zu reden. "Das ist mir egal. Komm schon, Pia, Frank und Bonny haben schon zugesagt!" Überrascht guckte ich ihn an.

"Du willst dich dort nicht mit deinen Freunden treffen?" fragte ich überrascht. "Ne, also komm, ich warte in der Garage auf dich." sagte er und verschwand so schnell wie er auch gekommen ist.

Genervt rappelte ich mich auf. Zwar freue ich mich die anderen zu sehen, doch eigentlich würde ich lieber weiter im Bett liegen. Schnell zog ich mir ein Bikini an und darüber ein lockeres Sommer Kleid. In einer Handtasche packte ich noch schnell eine Decke, das Handtuch mit dem Edward mich abgeworfen hat, Sonnencreme und eine Flasche Wasser.

Mit dem Auto fuhren Edward ich zu dem Badesee zu dem wir schon seit dem wir klein sind immer Hinfahren, da er auch mit dem Fahrrad gut und schnell zu erreichen ist. Ich muss zugeben das jetzt doch ein bisschen Bade Laune in mir hoch kam.

Als wir ankamen waren Bonny, Pia und Frank schon da und lagen in Schwimmsachen in der Sonne. Sofort sprang Pia glücklich auf als sie uns sah.

"Ashley!" glücklich kam sie auf mich zu und zog mich sofort in eine Umarmung. "Edward, es freut mich auch dich zu sehen." sagte Edward darauf beleidigt in einer hohen Stimme und Pia zu imitieren.

Nun guckte Bonny auch hoch und fing sofort an breit zu lächeln. Zu gerne würde ich wissen was in der einen Nacht bei uns zuhause zwischen ihr und Edward passiert ist. Ok, vielleicht nicht alles, aber zumindest ein Teil.

"Ich schwöre die beiden haben in der Nacht bei dir gevögelt." flüsterte Pia mir ins Ohr und setzte sich wieder auf ihren Platz. Sofort breitete ich meine Decke neben Pia aus und legte mich hin. Edward legte sich natürlich neben Bonny. Die beiden geben sich ja nicht mal Mühe, das, was zwischen den ist, geheim zu halten.

Der Tag am See war genau die Ablenkung die ich brauchte und Pia, Bonny, Frank und Edward haben es geschafft, dass ich mal wenigstens für einen kurzen Zeitraum nicht nur an Chris dachte. Für diesen kleinen Zeitraum schien alles so einfach zu sein, doch schnell war ich zurück in der Realität, als ich mich mit Edward Abends wieder auf den Weg nach Hause machte.

"Dank Edward, das habe ich heute echt gebraucht." sagte ich als wir in Auto saßen. "Dafür brauchst du nicht danken. Für mich gibt es nichts schlimmeres als meine kleine Schwester unglücklich zu sehen." sagte er darauf und lächelte mich kurz an.

Wie viel einfacher wäre es nur gewesen hätte ich Edward schon früher von Chris erzählt. Er hätte mir so oft weiter helfen können in dem er mit mir darüber geredet hätte oder er mich abgelenkt hätte.

Zuhause angekommen waren erstaunlicherweise beide unserer Eltern da und sie wollten mit uns allen zusammen Abendbrot essen. Das letzte Mal haben wir vollzählig zusammen vor mindestens fünf Jahren Abendbrot gegessen. Es ist einfach einer Ereignis was nie stattfindet da immer Mum oder eben Dad wegen ihrer Firma unterwegs sind.

"Ich hab mir heute eure Zeugnisse angeguckt. Ich bin sehr stolz auf euch." unterbrach unser Vater die komische Stille die schon seit Anfang an herrschte. Es fühlte sich einfach an als wären meine Eltern fremd für mich. Wir nickten alle nur als Antwort darauf woraufhin sich unsere Eltern leicht ratlos anguckten.

"Wie wars eigentlich am See und mit wem ward ihr beiden dort?" versuchte unsere Mutter nun ein Gesprächsthema zu finden. "Wir waren mit den üblichen Leuten dort." sagte Edward.

In dem Moment war ich froh das Edward antwortete, denn ich selber saß nur da mit den Blick auf den Essen.  Ich glaube ich wäre jetzt nicht im Stande auf die schnelle mir Antworten auszudenken.

"Wie geht es eigentlich Nate? Wir haben ihn schon so lange nicht mehr gesehen." wurde ich nun von unserer Mutter gefragt. Leicht panisch guckte ich zu Edward. Er jedoch lächelte mich leicht an und nickte nur. Vielleicht ist jetzt wirklich die Zeit gekommen wo ich ihn ein bisschen der Wahrheit erzähle.

"Ich habe mit ihn Schluss gemacht." Sofort ging mein Blick zurück auf mein Teller. Zu sehr Angst hatte ich die Reaktion meiner Eltern zu sehen.

Meine beiden Eltern haben Nate mehr als nur gemocht. Für sie war es eigentlich schon eingeplant das er ihr Schwiegersohn wird. Das wird alles nur noch schwerer machen wenn ich ihnen von Chris erzähle. Schließlich ist er das komplette Gegenteil von Nate. Eindeutig werde ich meinen Eltern heute noch nicht von Chris erzählen. Sie müssen erstmal die Nachricht mit Nate realisieren und außerdem muss ich Chris erstmal aus dem Knast bekommen.

"Das ist aber schade. Er war sich so ein lieber junger Mann." sagte meine Mum enttäuscht. Wenn sie nur wüsste. "Und ein guter Geschäftsmann noch obendrein. Er wird sicherlich mit großen Erfolg die Firma seines Vaters übernehmen." fügte Dad  noch hinzu.

"Es hat einfach nicht mehr zwischen uns gepasst." sagte immer noch verunsichert. "Mach dir kein Kopf. Du bist eine hübsche und intelligente junge Frau. Du wirst schnell wenn neues finden. Vielleicht schon diese Sommerferien."

Mein Blick ging wieder hoch zu meiner Mum. Niemals hätte ich mit so einer Antwort von ihr gerechnet. Sie lächelte mich nun aufmunternd an und guckte dann erwartungsvoll zu Dad. "Los, erzähl es ihnen."

"Na gut. Eure Mutter und ich hatten dieses Jahr kaum Zeit für euch und das wird sich auch erstmal nicht groß ändern des es passieren wichtige Sachen in unserer Firma. Dafür haben wir jetzt jedoch ein zweiwöchigen Urlaub auf Bali geplant. Nur wir sechs."

Sofort waren alle begeistert, bis auf ich. Zwei Wochen ist eine verdammt lange Zeit in der viel passieren kann. Ich kann Chris doch jetzt nicht so in Stich lassen. Ich muss für ihn hier bleiben!

Hey

Ich hoffe euch gehts allen gut und dass euch das Kapitel gefallen hat :)

Like We Used To DoWo Geschichten leben. Entdecke jetzt