EINS

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P.o.V. Noa
Skeptisch starrte ich Ally an, während ich meinen mittlerweile zweiten Cappuccino trank. „Eine WG.“, wiederholte ich ihre Antwort auf die Frage wo wir nun wohnen. „Warum nicht?“, unschuldig lächelte sie. „Lass mich nachdenken, ah, vergessen. Ich hasse Menschen.“, nörgelte ich wie ein kleines Kind meinte es aber nicht ernst. „Jap, ich weiß. Und du kommst trotzdem mit.“ „Ich hasse dich.“ Ein schnauben verließ meine Lippen. Kurz beäugte sie mich. „Du hattest eindeutig zu viel Kaffee.“, ich wiederholte meine Geste. Pah, zu viel Kaffe. Was glaubt sie eigentlich wer sie ist? „Und wie gehts dir, also nach der Sache mit Ben...?“, lenkte ich gekonnt wie immer vom Thema ab. „Wie wohl...“, ihr Blick verdunkelte sich, bei dem Gedanken an ihren Ex. „Du bist glücklich, dass du ihn endlich los bist? Du bist erleichtert, dass du nicht weiter mit so einem Arsch zusammen bist? Du gibst mir recht, dass ich von anfang an recht hatte?“, ich versuchte sie aufzuheitern. Was auch für den Hauch einer Sekunde funktionierte. „Du bist so lustig nh?! Lass den scheiß" zischte sie "Aber er, er geht nicht mehr aus meinem Kopf.“, flüsterte sie im Anschluss. Ich wollte gerade etwas sagen, als Evee, meine Katze, welche angeleint an dem Tisch war, über diesen Rannte und dabei die schon dabei gestellten servierten runter warf. „Was zur Hölle..?!“, rief ich lachend auf und auch Ally schaute erschrocken. Mies gelaunt legte sie sich auf meinem Schoß nieder und starrte den Hund meiner Cousine drohend an. Die komischen Blicke der anderen Gäste des Cafés ignorierten wir gekonnt, schließlich war es nicht das erste mal, dass uns etwas so merkwürdiges passierte. Schmunzelnd strich ich durch Evee‘s Fell und versuchte sie zu beruhigen. Der Flug scheint sie etwas aufgewühlt zu haben. Der Tag könnte nicht besser beginnen. Nach einiger Zeit hatten wir unsere Bestellung erhalten und genossen die Stille etwas.

P.o.V. Ally

Ich nippte hin und wieder an meinem Getränk. Ich hatte mein iPad auf dem Tisch und Arbeitete wieder and einigen Dingen für die UNI. Travis an meinem Fuß lag da und sah zu mir hoch. Ich kannte diesen Blick. Er hatte Langeweile und wollte Bewegung. "Noa?", Unterbrach ich die Stille der letzten 30 Minuten. "Ja?", Kam es von ihr und sie sah zu mir. Ich blickte kurz zu Travis und dann wieder in Noas Richtung. "Ich denke wir sollten mal los Travis will Bewegung und wir müssen auch irgendwann mal ankommen.", sagte ich und steckte mein iPad in meinen Rucksack zurück, welchen ich soeben vom Boden aufgehoben hatte. "Taxi?" Fragte sie mich voller Hoffnung nicht die letzten 40 km laufen zu müssen. "Okay" sagte ich wusste aber das ich nur 35 km mit fahren würde, da ich die letzten 5 mit Travis laufen würde. Logisch, schließlich mussten wir deswegen los. Wir packten unsere Sachen und Noa bezahlte schnell, allein. Es sah ihr nicht ähnlich, klar sie kann für andere zahlen, aber ich hatte ihr eine WG aufgezwungen also wurde ich misstrauisch. „Entspann dich,“, meinte sie auf meinen Blick. „Ich habe mehr bestellt als du, so ist es nur fair. Dich vergiften werden ich wann anders.“, lächelte sie gespielt bescheiden. Kopfschüttelnd wirkten wir zur Straße und nahmen das erste freie Taxi das wir fanden. Die Fahrt verlief schweigend. "Können sie mich hier raus lassen?", Fragte ich 6 km von unserem Ziel entfernt. Der Fahrer nickte und hielt an. "Was hast du vor?", Fragte Noa verwirrt "ich laufe die letzten Kilometer mit Travis er braucht die Bewegung und ich auch.", Lächelte ich sie an und stieg aus. "Wir sehen uns dann da", rief ich und machte die Tür zu. Ein gemurmeltes „Hast du eine Ahnung wie teuer Taxis in London sind?“, und ein verzweifelter Blick auf ihr Portmonee folgten. Das Taxi mit Noa fuhr weiter und ich und Travis liefen gemütlich die Straßen entlang.

P.o.V. Perrie

Wir alle saßen im Wohnzimmer und warteten auf die 2 Neuen die heute kommen sollen. Wir 4 kuschelten auf dem Sofa und lachten. Jesy, Jade, Leigh und ich. Wir 4 sind die besten Freundinnen überhaupt die 3 sind wie meine Schwestern. Wir sind eine Familie. Mit einem Mal klopfte es laut an der Scheibe und begann fürchterlich zu Regnen. 5 Minuten später klingelte es an der Tür und ich stand auf, um wen auch immer aus dem Regen zu holen. Es war ein Blondes Mädchen mit 2 Koffern und einer Katze, welche sich in der Jacke ihrer Besitzerin vor dem Regen versteckte. "Hi, ich bin Noa, bin ich hier richtig wegen der WG?", Fragte sie leise, aber laut genug um den Regen zu übertönen. "Ja komm rein", sagte ich schmunzelnd über die sich gegen die plötzliche Bewegung sträuben Katze. "Solltet ihr nicht 2 sein? Ich dachte?..", fing ich verwundert einen Satz an. Ich hätte wetten können es waren 2 Mädchen. "Ja meine Liebste Cousine läuft die letzten 6 km mit ihrem Hund was in Anbetracht des Regens wohl keine schlaue Idee war" lachte Noa leicht schadenfroh. Ich lachte mit ihr. Leigh kam schnell in den Flur und lächelte uns an. "Ich bin Leigh-Anne aber Leigh reicht aus. Komm ich zeig dir dein Zimmer", sagte sie und nahm das Gepäck von Noa, welche gerade versuchte ihre Schuhe loszuwerden ohne dabei ihre Katze auf den Boden zu werfen. „Danke- Evee geh runter von meinem Rücken sofort, oder du schläfst heute draußen.“, meckerte sie die schwarz getigerte Katze an und schien davon auszugehen, dass diese verstand was sie wollte. Und zu meiner Verwunderung leistete das kleine Geschöpf ihr beleidigt folge. Damit zog Leigh sie hinter sich her und schien nun etwas überfordert zu sein. Ich hatte etwas Sorge das dem zweiten  Mädchen etwas zustößt. Ein 20 Jähriges Mädchen, alleine in einem fremden Land, bei Gewitter draußen unterwegs. Ob das so gut ist?

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