Kapitel 5 - Julia Thompson

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Ich lag in meiner Zelle und starrte an die Decke, dachte nach, was ich machen sollte, was alles passiert war, nur konnte ich mich nicht erinnern. Ich wusste nur noch, dass ich Amy und Felix nachgerannt war, weil die beiden ausgebüxt sind, dann war dieses Licht und um mich herum wurde es schwarz. Als ich wieder aufgewacht war, hatten mich diese Leute gefunden, nachdem ich ihnen meinem Namen gesagt hatte, brachte sie mich zur Polizei und dann ins Irrenhaus. Wieso passierte mir das, wieso ging man davon aus, das ich verrückt war, warum meinten die Beamten ich würde nicht existieren, ich war doch hier also existiere ich auch.
Ich seufzte auf, sich weiter den Kopf darüber zu zerbrechen brachte nichts. Ich streichelte meine Kater Felix, Amy lag bei meinen Füßen, es klopfte an der Tür und ich sah zu dieser.
„Hier ist ihr Essen, und sie haben dann einen Anruf frei.“
Ich stand auf, wobei ich Amy unsanft auf den Boden beförderte, sie sah mich an und maunzte empört, ich seufzte und ging zur Tür, klappte das kleine Fenster auf, mir wurde das Essen durchgegeben und ein Handy.
„Ein Anruf und geben sie mal die richtige Nummer ein“, hörte ich den Wärter gereizt sagen. Ich nickte und fing eine Nummer einzutippen, ich hatte schon die Nummer meiner Mutter und die meines Vaters versucht, bei beide kein Anschluss unter dieser Nummer. Als ich die Nummer fertig eingetippt hatte und auf den grünen Hörer drückte, fiel mir auf, dass es die Nummer von Heike Denvers war. Ich hoffte so sehr, das es diesmal funktionierte, dann tütet es, ich war so erleichtert, dass mir die Tränen kamen. Ich hoffte nur noch das abgenommen wurde, ich hörte dann eine männliche Stimme, die fragte, wer dran sei.

„Ja hallo hier spricht Julia Thompson, kann ich bitte Heike Denvers sprechen, es ist wichtig“, antwortete ich und war der Panik nahe, die Stimme war kurz still.
„J… Julia bis du es wirklich?“, hörte ich plötzlich Heike, ich schniefte.
„Ja ich bin es Heike, bitte du musst mir helfen, ich bin in einer psychiatrischen Anstalt, die alle glauben, dass ich nicht existiere. Du bist die Erste, die ich erreiche, bitte hilf mir, hol mich hier raus.“ Ich weinte nun und hoffte, dass mich Heike verstand, der Empfang war auch schlecht, ich grübelte immer noch, wer diese männliche Stimme war, sie kam mir bekannt vor. Heike war still auf der anderen Leitung.
„Heike?“, fragte ich ängstlich.

„Ja ich bin noch dran, in welchen psychiatrischen Anstalt bist du, ich hole dich da raus“, hörte ich sie sagen. Ich sah zu dem Wärter, las den Namen der Anstalt und gab Heike den Namen durch und dass es mir leidtat, dass ich nicht mehr wusste.
„Ist schon okay Julia, ich finde die Adresse raus, halte bitte durch, ich werde dich so schnell es geht, da herausholen“, hörte ich sie noch sagen. Und wie jemand mit ihr sprach, anscheinend die männliche Stimme, das jemanden, das nicht gefallen wird, wobei ich hörte, wie Heike sauer sagte, dass es ihr egal war. Ich wusste nicht, wenn sie meinte und was vor sich ging, ich war nur froh, dass sie mich da herausholte, ich hoffte nur es ging.
„Wie willst du das mit der Vormundschaft machen?“, fragte ich sie noch, es war wieder still.
„Ich wert mir was einfallen lassen, ich bin bald da halte durch“, hörte ich sie noch sagen, ehe sie auflegte. Ich gab dem Wärter das Handy.
„Danke, und mich wird, wer holen kommen.“ Der Wärter sah mich an, schloss dann die Klappe des kleinen Fensters und ging. Ich nahm das Essen und stellte es auf den Nachttisch, setzte mich auf das Bett, Appetit hatte ich keinen mehr. Ich hoffte nur, dass Heike mich, so schnell es ging, herausholte, sie war wie eine große Schwester für mich, nun umso mehr.


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