1. OS Teil 2

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Filch stand vor mir und grinste mich gehässig an: „Na kleine Brooks, ganz allein hier draußen unterwegs nach Sperrstunde? Oder sind deine kleinen Freunde noch irgendwo hier?" Das Blut gefror mir in den Adern. Normalerweise hatte ich keine Angst vor Filch. Er und ich waren schon seit meinem ersten Jahr miteinander auf Kriegsfuß. Was auch immer ich ihm getan hatte, er hasste mich bis aufs Blut. Wäre ich nicht so aufgewühlt wegen dem zuvor Geschehenen gewesen, hätte ich nur eine patzige Bemerkung von mir gegeben und wäre weitergegangen, doch ich brachte keinen Ton raus. Wie erstarrt stand ich vor ihm und Mrs Norris, die mich wie ein Raubtier ansah und bösartig fauchte. „Wo bleiben denn deine Beleidigungen Brooks? Sind sie dir etwa im Hals steckengeblieben? Macht nichts, es ist mir natürlich eine Freude dich an Professor McGonagall auszuliefern." Mit diesen Worten packte er mich am Arm und wollte mich soeben hinter sich herschleifen, als Draco plötzlich aus dem Schatten hinter mir trat und mit bestimmten Ton rief: „Lass sie los Filch!" Sofort drehten wir beide uns um, ich mehr geschockt, Filch nur genervt und etwas verwundert. „Und wieso sollte ich das tun Malfoy?" „Ich soll sie auf Geheiß von Professor Snape in den Kerker zu ihm bringen. Und du willst doch bestimmt keinen Stress mit ihm, oder?" Auf der Stelle lockerte Filch seinen Griff, ich riss mich los und stolperte, als ich von ihm weg wollte, über meine eigenen Füße. Ich versuchte mich zu fangen und flog prompt in Dracos Richtung, der mich reflexartig auffing. Erschrocken über die Tatsache, dass ich in Dracos Armen lag, rappelte ich mich augenblicklich auf und senkte beschämt meinen Kopf. Draco betrachtete Filch mit einem letzten warnenden Blick und nahm meine Hand, an der er mich hinter sich herzuziehen begann. Nachdem wir um die nächste Ecke gebogen waren, zog mich Draco in eine Nische und drückte mich gegen die kalte Steinmauer. Seine Arme stemmte er links und rechts neben meinen Kopf, es gab kein Entkommen. Mein Herzschlag beschleunigte sich auf das fünffache, während ich starr an seine Brust sah, seine Blicke auf mir spürend. Kurz schloss ich meine Augen, um meine viel zu schnelle Atmung zu kontrollieren. Als ich sie wieder öffnete trafen sich unsere Blicke. Seine eisgrauen Augen schienen tief in meine Seele zu sehen, während auch sein Atem stoßweise ging. Einige Sekunden verstrichen, in denen absolute Stille herrschte. Irgendwann beschloss ich das Schweigen zu brechen. "Wieso?" Meine Stimme hörte sich dabei viel leiser an, als ich eigentlich beabsichtigte. Nun sah er mich mit einem fragenden Blick an. "Wieso hast du mir geholfen?", hauchte ich. "Ich denke diese Frage habe ich schon beantwortet, bevor du den Raum der Wünsche verlassen hast", flüsterte auch er. "Ich... habe mich verdammt nochmal in dich verliebt Claire Brooks." Mein Herz setzte einen Schlag aus. Und bevor ich etwas erwidern konnte, lehnte er sich vor. Unsere Lippen war nur noch einige wenige Millimeter von einander entfernt. Ein leises "darf ich?" verließ seine Lippen, woraufhin ich nur nickte und er das restliche Stück zwischen uns überbrückte und seine Lippen endgültig auf meinen lagen. Wie schon bei unserem ersten Kuss harmonierten sie perfekt miteinander und das Kribbeln in meiner Magengegend zerriss mich erneut beinahe. Immer fordernder bewegten sich unsere Lippen gegeneinander, an Luft holen war kein Denken. Ich spürte, wie seine Zunge immer wieder sanft gegen meine noch halb verschlossenen Lippen stieß, weshalb ich sie öffnete und sich seine Zunge sofort ihren Weg zu meiner bahnte. Inzwischen hatte ich meine Arme um seinen Nacken geschlungen und Draco hatte seine Hände auf meine Taille gelegt, womit er mich jetzt noch näher an sich drückte. Mein Herz schlug inzwischen so schnell, als würde es einen Sprint gewinnen müssen. So hatte ich mich noch nie bei einem Kuss gefühlt. Unzubändigende Hitze stieg in mir auf und ich hatte das Gefühl in mir würde ein Feuer lodern, das mich mehr und mehr ausfüllte. Nach ungefähr zwei Minuten lösten wir uns keuchend voneinander und er lehnte seine Stirn gegen meine. Ich spürte seinen heißen Atem auf meinen leicht geschwollenen Lippen und schloss völlig fertig meine Augen. Keiner sagte ein Wort, doch wir wussten was das alles zu bedeuten hatte. Eine Reihe an Hindernissen würde mit dieser Beziehung auf uns zukommen, doch ich war zuversichtlich und vereinte unsere Lippen schon nach kurzer Zeit zu einem gefühlvollen Kuss. Nie wieder würde ich diesen Jungen gehen lassen.

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Soo, damit wär auch mein erster Oneshot fertig (der immernoch nicht wirklich einer ist aber egal hahah). Ich hoffe er hat euch gefallen, falls ja dann zeigt mir das doch gerne, indem ihr Feedback hinterlasst oder die Kapitel bewertet. Ich wünsche euch noch einen schönen Mittwoch und ihr hört bestimmt schon ganz bald wieder von mir.☺️

Draco Malfoy {Oneshots}Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt