Lucien ist mein Mate. Das geht einfach nicht. Wieso hat die Mondgöttin genau ihn ausgewählt? Ich schubse ihn von mir weg, da er wieder näher gekommen ist, und renne weg einfach raus. Weg von meinem Mate, weg von Luna und Simon, weg von den verdutzten Leuten, welche das ganze Spektakel gespannt beobachtet haben, weg von der Schule. An meinem Motorrad angekommen schmeiße ich den Helm runter und setzte mich einfach drauf. Den Helm lasse ich liegen und meine Lederjacke habe ich in der Cafeteria bei meinen anderen Sachen gelassen. Luna und Simon werden sie schon mitnehmen, dass weiß ich. Ich fahre los, quer durch die Stadt. Ampeln, Schilder oder Geschwindigkeitsbegrenzung interessieren mich nicht. Hauptsache so schnell wie möglich weg von IHM. Manchmal höre ich ein paar empörte Autofahrer hupen, doch auch das interessiert mich einen Scheiß. Ich weiß nicht wo ich gerade bin, es ist irgendwo außerorts auf einer Landstraße. Schnell fahre ich an den Straßenrand um auf mein Handy zu schauen. Von Luna habe ich unzählige Nachrichten sowie Anrufe. Von Simon jedoch nur eine. Pass auf dich auf! Er kennt mich. Er weiß dass ich in diesem Moment nicht rangehen werde oder sonstiges machen werde. Eigentlich weiß Luna dass auch, aber sie macht sich sehr schnell große Sorgen. Dass war auch am Internat so wenn ich scheiße gebaut habe. Ich muss bei dem Gedanken an das Internat lächeln. Wie gerne wäre ich jetzt noch dort, dann hätte ich meinen Mate nicht gefunden. Dann könnte ich auch weiterhin bei Luna und Simon bleiben. Fahr bitte wieder zurück. jaulte Alaska in meinem Kopf. Ich kann nicht. Es tut mir leid. So fuhr ich auch wieder weiter.
Nachdem ich 3 Stunden irgendwo rumgefahren bin und jetzt keine Ahnung mehr hatte wo ich bin, fuhr ich erneut an den Straßenrand und stieg von meinem Motorrad. Dann setzte ich mich an die Planke und ließ den Tränen freien lauf. Nicht dass ihr denkt, mir würde es nicht weh tun, nicht bei meinem Mate zu sein. Nein, es schmerzt mir genauso wie auch Alaska. Wölfe können nicht ohne ihren Mate. Wenn man ihn einmal gesehen hat, hat man keine Chance, ohne ihn weiterzuleben. Man kann ihn zwar ablehnen, aber hat dann keine Freude mehr am Leben. Und zwar beide. Außerdem kann man sich dann nicht mehr verwandeln, weil sich dein innerer Wolf zurück zieht, vor Schmerz. Ich heulte mittlerweile Sturzbäche. Dass erste mal seit Jahren weinte ich. Ich weinte, weil ich Luna und Simon irgendwann gehen lassen muss. Sie müssen nach einiger Zeit wieder zu ihrem Rudel. Ich weinte, weil Ace mich nicht mehr erkennt. Mein eigener Zwillingsbruder! Ich weinte, weil ich gehen musste, vor 3 Jahren. Wegen Lucien. Ich weinte, weil ich meinen Mate gefunden hatte, was ich nie wollte, und deshalb Luna und Simon gehen lassen muss. Ich weinte, weil er mein Mate ist. Lucien. Welcher mich immer gemobbt hat. Weswegen ich meine Familie zurück lassen musste. Nach einiger Zeit hielt ein Auto neben mir an. Ein junger, gutaussehender Kerl stieg aus. ,,Miss, geht es ihnen gut, kann ich ihnen helfen?" Er beugt sich zu mir runter. ,,Hallo, können sie mir sagen, wo ich hier bin?" Bringe ich unter meinen Schluchzern hervor. ,,Hey, alles ist gut. Beruhigen sie sich. Wir sind hier in Fort Wayne." Was? Wie bin ich denn hier hingekommen? ,,Wissen sie wie weit dass von Detroit entfernt ist?" ,,Ich kann es nicht genau sagen, aber ich schätze mal 130 Meilen." Oh. ,,Okay, vielen Dank." Mist, ich muss wieder nach Hause, ich habe doch morgen Schule! Aber ich möchte Lucien nicht begegnen. Vielleicht sollte ich wenigstens eine Nacht hier bleiben. Während ich so überlege, fange ich unbemerkt an zu zittern. Der Autofahrer bemerkte dies und legte mir meine Jacke um. ,,Vielen Dank." Presste ich unter meinen nun auch klappernden Zähnen hervor. ,,Wollen sie heute noch nach hause fahren?" Ja, genau darüber denke ich doch gerade nach! ,,Ich weiß es nicht. Eigentlich sollte ich, aber ich fühle ich noch nicht bereit dazu. Ich werde mir ein Hotel suchen und erst morgen wieder Heim fahren." Skeptisch betrachtete er mich, was ich mit einem fragenden Blick erwiderte.
Dann mach ich mich mal wieder auf den Weg. Am besten ich fahr mit Google Maps, alleine würde ich dass nie finden. Also, dann mal schau- och nee, oder? Sowas kann auch nur mir passieren. ,,Scheiße!" fluche ich. Mein Handy ist leer. ,,Oh, ist ihr Handy leer?" ,,Ja, leider. Könnte ich vielleicht kurz mit ihrem telefonieren?" Er nickt mir freundlich zu und drückt mir seines in die Hand. Nach kurzem überlegen gab ich es ihm jedoch wieder, ohne angerufen zu haben. Vielleicht tut mir ein ein bisschen Auszeit ganz gut. "Willst du bei mir schlafen? Ich ohne eh alleine und du hättest auch ein eigenes Zimmer." Soll ich es machen? Ich kenne ihn doch nicht einmal?! Aber andererseits wäre es doch eh egal, ich bin ein Wolf, er hätte keine Chance gegen mich! Also: No risk, no fun! "Das wäre echt nett, weil so viel Geld hätte ich gar nicht dabei." "Super, dann fahr mir einfach hinter her, wir brauchen ca. 10 Minuten." Schnell schwinge ich mich auf mein Motorrad und fahre ihm hinterher. Wie heißt er eigentlich?
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Mobber...MATE?!?!
Serigala JadianLucy Rave. Ein süßes Mädchen was keiner Fliege was zu Leide tut. Sie war 13 Jahre alt, als sie auf ein Internat ging. Der Grund? Sie wurde gemobbt. Von Lucien Carter. Kurz und von allen seinen Freunden genannt Luke. Jetzt ist sie 16, und bereit wied...
