Ein fremdes Mädchen stand in meinem Haus und schaute mich verachtend an. Keine Traumvorstellung von meinem Freitagabend. Ihre Augen waren die einer Schlange. Sie war Medusa nur in noch viel hässlicher. Und während meine Gedanken in Endlosschleife weiter liefen, redete Medusa... ich meine Jessy, auf mich ein. ,,Ok, ich mag dich nicht, und du magst mich nicht. Also werden wir in die Stadt fahren und unsere Eltern belauschen. Wir werden versuchen sie auseinander zu bringen! Bist du dabei?'' Ihre kleinen Schweinsaugen durchbohrten mich, sodass ich gar nicht "nein" sagen konnte. ,,Okay, bin dabei! Wir müssen schnell sein.'' Sie grinste. ,,Ich rufe Daniel. Meinen Butler. Er wird uns bis in die Innenstadt kutschieren.'' Da schien wieder die FDH-Tussi zu erscheinen. Aber ein Butler klang gut. Der Butler war ungefähr nach 10min. da. Er kam in einer schwarzen Limousine. Innen drinne gab es eine Bar und es war super bequem. Für ein paar Minuten konnte ich alles vergessen was passiert war. Bis wir schließlich (leider) ankamen. ,,Dad hat gesagt er wäre im Restaurant Florenz.'' Suchend schaute sie sich um. ,,Ähh... das Restaurant ist übrigens da vorne.'' Ich deutete auf ein kleines Restaurant das eher einem Café ähnelte. Es war ziemlich weit weg von allen anderen Geschäften in der Innenstadt. Direkt daneben war ein Skaterpark, wo die Jungs einen auf cool machten, obwohl sie jetzt lieber ganz wo anders wären. Jessy hockte sich hinter eine Mülltonne bei der wir eine gute Sicht auf Mom und Tobi hatten. ,,Sieh sie dir an. Wie sie da sitzen und Händchen halten. Da krieg ich das kotzen.'', redete ich auf Jessy ein. ,,Was meinst du was sie sagen? Vielleicht reden sie gerade von einem vierten Kind.'' Ich redete einfach. Schließlich bemerkte ich das Jessy auf dem Mars gelandet war. ,,Jessy!? Achtest du überhaupt auf unsere Eltern? HALLO?'' Ich wedelte mit meinen Händen vor ihrem Gesicht. Doch sie reagierte nicht. Bis ihre Augen plötzlich immer größer wurden. ,,Alex wir müssen sofort hier weg!'' , brüllte sie. Jessy nahm mich an meinem Arm und zog mich hinter sich her. ,,Warte was ist denn los?'' Meine versuche sie zu stoppen schlugen fehl. Ich riss mich los, stolperte dabei aber nach vorne. Mein Kopf schlug auf den Boden auf und meine Knie waren aufgeschürft. Aber Jessy kümmerte sich nicht. Sie fuhr einfach los. Ich hatte keine Lust aufzustehen. Also lag ich da, als auf einmal ein Gestalt vor mir auftauchte. Ich sah zuerst nur die Beine. Sie waren dreckig. Das Ende eines Skateboards war zu sehen. ,,Hey, du bist echt fies gestürzt. Komm ich helfe dir auf.'' Der Junge gab mir seine Hand. Sofort als ich stand viel mein Blick direkt in seine Augen. Natürlich! Peinlich! Als er mit seiner Hand durch seine blonden Haare fuhr, war es endgültig um mich geschehen. Mein Herz raste und ich begann zu schwitzen. Er schaute mich nur an und lächelte. ,,Soll ich dich zu dir begleiten?'' Ich musste den Kloß in meinem Hals runter schlucken. Ich wurde rot wie sonst was. Und es kam etwas raus wie: ,,Du... Ich... Ja... Wenn du willst.'' Er lachte (zum Glück). Also brachte er mich nach Hause.
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Stiefschwester Chaos
РазноеWenn Alex mit Chaos und Stress umgehen soll hat sie nie ein Problem. Ihr Bruder ist vermutlich der Teufel selbst also... Doch wenn es um liebe geht... seht einfach selbst.