Bitches are everywhere

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Ich ging mit Tracy aus dem Klassenzimmer raus, weil wir zu Hope wollte. Dann kam mir Rose, ein Directioner aus meiner anderen Parallelklasse entgegen und umarmte mich. Ihre Umarmung war warm und es tat gut. Wirklich. Wir gingen Hand in Hand nach oben und dann wieder runter, weil die Pause schon wieder fast vorbei war. Sie kam noch mit bis zu meinem Klassenzimmer und wir blieben vorne dran stehen und warteten, bis mein Lehrer wieder kam. Als er da war, setzte ich mich ins Klassenzimmer.

Der Unterricht verflog so was von gar nicht schnell. Ich rannte wie immer zur Bushaltestelle, um den Bus zu kriegen, der immer drei Minuten nach Unterrichtsschluss ankam. Im Bus setzte ich mich wieder mit Tracy und Hope auf unseren Stammplatz und steckte mir wieder meine Kopfhörer in die Ohren. Diesmal beließ ich es nicht bei einem Lied, sondern ließ meine Musikbibliothek in Zufallswiedergabe durchlaufen. Mir kam es so vor, als würde mein Handy wissen, dass es mir scheiße ging, denn es kamen nur traurige Lieder. Beziehungsweise Lieder bei denen man richtig gut nachdenken konnte, wie zum Beispiel 'Little Things'.

Als die ersten Töne von diesem Lied ertönten, traten mir wieder Tränen in die Augen. Die werde ich wohl nie los... Wenigstens saß mein Crush nicht im Bus.

Zu Hause angekommen schmiss ich meine Tasche auf den Boden, ging in die Küche, um mir was zum Essen zu holen, um darauf mich auf mein Bett zu meinen Zayn Postern zu gesellen, um dort dann vor seinen Augen zu weinen. Ich kam einfach nicht darauf klar, dass er jetzt nicht mehr zu One Direction gehörte. Die Tränen rollten in Strömen meine Wangen runter und mein Kissen, in das ich mein Gesicht stopfte, war schon total nass. Wieso musste ausgerechnet er der Erste sein? Wieso konnte es nicht einer der Anderen sein? Oder am Besten keiner? Wieso war das Leben nur so unfair?

Irgendwann schaute ich auf die Uhr und merkte, dass bald mein Vater nach Hause kommen würde. Also stemmte ich mich auf und schaute in den Spiegel. Es war wirklich nicht beschreibbar, wie hässlich ich aussah. Meine braun- grünen Augen waren blutunterlaufen und ich hatte schrecklich dunkle Augenringe. Meine Haut spürte sich durch die getrockneten Tränen komisch an. Ich hasste dieses Gefühl so sehr. Mein Gesicht war blass. Was hatte diese Nachricht nur mit mir gemacht? Ich ging zu dem Schrank, wo ich meine Schminksachen aufbewahrte und nahm mir einen Concealer raus, den ich relativ gut fand. Damit versuchte ich meine Augenringe zu bedecken, aber irgendwie brachte es fast nichts, also beschloss ich wie ein Monster rum zu laufen. Ich mein mich musste ja niemand anschauen. Außer meine Familie halt. Aber vor denen sollte ich mich nicht schämen, denn sie kennen mein Ich.

Als ich mich fertig abgeschminkt hatte, setzte ich mich auf mein Bett und nahm das erste Mal am Tag mein Handy in Anspruch. Ich hatte es zwar vorhin im Bus zum Musik hören benutzt, aber hatte mein Internet aus. Jetzt schaltete ich es an. Ich hatte paar hunderte Nachrichten in 6 Chats. Ich hasste es wenn sie immer alle spamen... aber irgendwie liebte ich es auch. Wieso auch immer. Ich ging in meine One Direction Gruppe und las grob alle Nachrichten durch. Sie handelten alle über Zayn. Okay zumindest der größte Teil. Besonders Mandy, das andere Zayn Girl in der Gruppe hatte bisschen gespamt, weil sie genauso wie ich verletzt war.

Verletzt. Ja. So fühlte ich mich. Nein. Ich fühlte mich einfach noch schlimmer. Einfach nichts konnte meinen Schmerz beschreiben. Nichts. Niemand würde je verstehen, wie ich litt. Ich litt bis zum geht nicht mehr... Ich war mehr als verzweifelt.

Ich scrollte nun durch meine Twitter Timeline und sah die ganze Zeit krasse Bilder mit dazu passenden Hashtags. z.B.: #Kill4Zayn oder #Cut4Zayn. Noch nicht einmal ich war so verzweifelt, dass ich so etwas tat. Ich mein wozu war das gut? Es führte doch eh zu nichts. Außer zu Narben. Aber vor allem: Was sollte Zayn sich dabei denken, wenn er das sah? Er würde endlose Schuldgefühle bekommen und es würde sich nichts an der jetzigen Situation ändern. Nichts könnte seine Entscheidung ändern. Es war immerhin seine Entscheidungen und die sollten wir akzeptieren, auch wenn es uns alle verletzte.

Kurz darauf kam auch schon mein Vater. „Hallo." grüßte er mich und Tracy. Wir grüßten ihn zurück und redeten noch ein bisschen miteinander. Reden war gerade das, was ich eigentlich meiden wollte, aber gegenüber meiner Familie konnte ich das einfach nicht.

Danach ging ich in mein Zimmer und kramte das Buch 'After' von Anna Todd raus, um da wenigstens etwas weiter zu kommen. Ich hatte dieses Buch schon seit zwei oder drei Monaten und hatte es immer noch nicht fertig gelesen. Woran das wohl lag. Ich fing an zu lesen, bis meine Mutter nach Hause kam. „Na Zoey. Alles wieder gut?" fragte sie mich. Ich zuckte jedoch nur mit den Schultern. Sie kam zu mir, weil sie verstand, was ich damit meinte, und umarmte mich. Ich war ihr dankbar dafür, dass sie mich diesmal nicht auslachte, so wie heute morgen. Das war da nämlich schon ein bisschen verletzend von ihr so etwas zu tun.



***

Hey Leute. Ich wollte euch danke sagen, dass ihre diese Fanfiction liest. Es bedeutet mir einfach total viel, da ich in dieses Buch all meine Emotionen stecken kann. Damit glaube ich, kann ich darüber hinweg kommen. Also über Zayn's Ausstieg. Naja ich wollte euch nur kurz danken. Fühlt euch gedrückt ♥


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