Müde ging Jeongguk durch den langen Korridor seiner Uni, das Licht blendete ihn als er gähnend zum stehen kam und seinen Bruder vor sich leidend ansah. "Lange Nacht?", fragte der Blonde und grinste schräg. Nickend bestätigte der Jüngere "lange Nacht".
Zusammen gingen sie durch den grünen Park ihrer Uni und setzten sich neben den kahlen Kirschbaum auf eine Bank. Es war ein kalter Herbsttag, aber wenigstens regnete es nicht so wie die letzten Tage. Entspannt legte Jeongguk den Kopf in den Nacken und genoss die lauwarmen Sonnenstrahlen die ihm ins Gesicht schienen. Sie kitzelten seine Nase und erwärmten seine Brust, die durch das aufgeknöpfte Hemd ein wenig zu sehen war. Es war genau die richtige Temperatur für Jeongguk.
"Wann ist deine letzte Vorlesung Hyung?", fragte er seinen Bruder, während er noch immer seine Augen geschlossen hatte. Sein Bruder tat es ihm gleich und legte sich genau so hin wie Jeongguk, ehe er dem schwarzhaarigen antwortete. "Bis 16:30".
"Wenn du willst kann ich dich mitnehmen ich denke ich bin so gegen kurz nach Vier fertig." Jeongguk öffnete sein rechtes Auge und lugte fragend zu seinem Bruder hinüber, der bereits am Nicken war. Sein Auto war letzte Woche kaputt gegangen und er müsse noch vier Tage warten, ehe es fertig war, deshalb nahm er seinen Bruder in letzter Zeit immer mal wieder mit.
Er verabschiedete sich von dem Blonden und lief schnellstmöglich die großen Treppen hinauf, zu seiner letzten Vorlesung für diesen Tag. Er konnte es gar nicht mehr abwarten, bis er sich endlich wieder schlafen legen konnte.
Kurz blieb er stehen. Er hatte gerade ans schlafen gehen gedacht und somit automatisch an Taehyung. Immer wenn er tagsüber an den Älteren dachte, wurde im augenblicklich schlecht. Jeongguk hielt sich an dem abgenutzten braunen Geländer fest und legte seinen Kopf kurz auf seinem Arm ab. Durch die verdreckten großen Fenster an der Wand blendete ihn die Sonne, weshalb er seine Augen schloss und ein paar Mal tief durchatmete.
Er liebte seine Träume, um nichts in der Welt würde er sie tauschen wollen, aber es war so viel weniger als er wollte. Er wollte Taehyung in seinem Leben, als festen Bestandteil seines Lebens. Er wollte den echten Taehyung, nicht nur die Traum-Version.
Er erhob sich wieder und blinzelte ein paar Mal um die Nässe aus seinen Augen zu bekommen. Nachdem er sich über die Augen gerieben hatte und mit einem großen Sprung die letzten drei Treppenstufen meistern wollte, kollidierte er bereits mit einer Gestalt, die sich so dreist vor ihn gestellt hatte, dass sich Jeongguk wunderte warum er ihn nicht gesehen hatte. Seine Hand rutschte über das braune Geländer und seine Schuhe quietschten als sie über die zwei Treppenstufen rutschten. Mit all seiner Kraft hielt er sich fest und knallte mit seinem Rücken schmerzvoll gegen die Wand neben ihm. Jetzt war er sicherlich wieder wach.
Erschrocken blickte er die Person an, die ihn zuvor so erschrocken hatte und wollte bereits schon zu fluchen beginnen, als er das skeptisch aussehende Gesicht vor ihm erkannte. "Gott Jimin du Spinner!"
"Oh mein Gott Jeongguk! Wie dramatisch bist du denn bitte? Du bist hier rumgerutscht als würdest du jeden Augenblick sterben, Gott! Jetzt komm ich wollte dich schon suchen gehen". Schnaubend packte er Jeongguk am Arm, welcher sich einfach mitziehen ließ und jammernd sein Gesicht verzog.
Kann es nicht einfach neun Uhr abends sein?
DU LIEST GERADE
DO I KNOW YOU? taegguk
FanfictionSHORT STORY :) „Ich liebe dich", platze es ihm heraus. Und noch bevor er reagieren konnte hatte er es bereits bereut. Eine Geschichte von Liebe, Leid und dem unmöglichen Wunsch mit jemandem zu sein den es gar nicht gibt- bis er ihn in seinen Träumen...
