Innerliche Notizen 09.02.2024

69 10 71
                                        


Liebes Tagebuch, ich komme recht gut voran, die Geschichte fließt aus mir heraus. 

Immerhin denke ich schon seit vielen Tagen an die Story. Ich schreibe sie im Kopf auch ohne sie aufzuschreiben. Jeden Abend beim Einschlafen zum Beispiel. Leider vergesse ich dabei immer wieder coole Dialoge und Details, die bereits im Kopf entstanden waren und komme dann nicht mehr drauf. Shit happens!

Ich sollte mir häufiger und früher Notizen machen. 

Beim Schreiben plane ich meiner Wattpad Veröffentlichung immer ca. einen Kapitel voraus zu sein. Und es handelt sich um kurze Kapitel. Mittlerweile trifft meine Protagonistin auf andere Charaktere und auf einmal habe ich gemerkt, dass ich die Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede nicht mehr beherrsche. 

Wow, Christina, einfach wow!

Wie mache ich das noch mal mit dem Begleitsatz, wo kommt das Komma hin und kommen da Punkte oder Gedankenstriche, wenn sich die Charakter gegenseitig oder selbst unterbrechen? Hat man in der Schule nicht auch mal mit Doppelpunkt gearbeitet? Für was bin ich eigentlich überhaupt zur Schule gegangen, ich weiß nix mehr!

Dafür liebe ich das Internet, es lässt sich ja zum Glück alles ergooglen.

Weil meine Unwissenheit aber meinen Flow nicht unterbrechen sollte, wartet jetzt ein Salat aus Kommatas und Anführungszeichen und Punkten bald überarbeitet zu werden. Es gibt sicherlich nur wenig langweiligeres als Zeichensetzung zu überarbeiten, wenn man im Kopf der Geschichte schon ein gefühlt halbes Jahr an Ereignissen voraus ist!

Was mir gestern und heute schon mal sehr gut geholfen hat, die Geschichte weiterzuentwickeln, waren eine grobe Skizze einer Karte mit den ungefähren Positionen, Richtungen und Entfernungen aller wichtigen Orte zueinander und eine Skizze des Grundrisses der Hütte, in der Eelin aufwacht. Das Setting zu visualisieren, hilft mir in meinen Beschreibungen konsistent zu bleiben und später keine Logikfehler einzubauen. Vielleicht für andere normal, aber ein bisschen stolz bin ich dennoch auf mich!

Worin ich mich hingegen richtig dumm anstelle, ist es gute Namen für meine Charakter und Orte zu finden.

Ich hab dann irgendwann nordische, germanische, keltische, schottisch-gälische Babynamensdatenbanken durchforstet. Ich bin da vielleicht anspruchsvoll. Aber ich finde wenn man so viel Zeit mit seinen Charakteren verbringt, dann müssen das gute Namen sein. Ich mag sie nicht zu altmodisch, zumindest nicht, wenn sie für meinen Geschmack nicht "schön" klingen. Sie dürfen aber auch nicht abgedroschen sein, was die "schönen Namen" ja leider oft sind. Schwierig ist auch, wenn der Name ganz anders gesprochen als geschrieben werden. Gerade gälische Namen sind dabei der Hit! Das kann man echt keinem antun. ;D 

Nur ein Beispiel Amhlaidh wird [AW-li]  gesprochen Was hab ich gelacht!

Besonders der männliche Hauptdarsteller muss für mich irgendwie "groß" klingen, ehrfürchtig, sexy - keine leichte Aufgabe. Kann ja nicht jeder Henry Cavill heißen. Und der heißt wirklich so.

Bei Orten ist es noch schwieriger . Ein Königreich heißt jetzt Barrsta, weil ich während ich überlegte auf eine "Barista Hafermilch Packung" schaute. Kein Witz ;-)

Wie macht ihr das? 

So und zum Schluss noch mal die Frage: 

Wie mache ich mir jetzt Notizen, wenn ich die Geschichte mir selbst als Gutenachtgeschichte beim Einschlafen in meinem Kopf erzähle? Womöglich weiterhin gar nicht, womöglich ist es einfach nur ein Mittel, um immer wieder neue Richtungen und Gedanken auszuprobieren, die erst ihre Gültigkeit bekommen wenn ich wieder an einer Tastatur sitze! An die wichtigen Details werde ich mich hoffentlich dennoch am nächsten Morgen erinnern können!




Behind the Scenes eines DebutsGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt